Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1913
- Issue
- 11/12 (Dezember 1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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70 Der Ehrenrat als Instanz ist notwendig zum inneren Ausbau des Herzl-Bundes; wir brauchen ihn, weil die Erledigung delikater Fragen und Angelegenheiten durch die Clubvorstände als solche auf die Dauer nicht ratsam erscheint. Wenn ich Veranlassung genommen habe, mich vor breiter Bundesöffentlichkeit zu dem von mir im Herzl-Club II Berlin angeregten und dort angenommenen Antrage noch vor dem Bundestage zu äuliern, so tat ich es, weil mich dies weiterer Auseinandersetzungen auf unserer Tagung enthebt, und weil der Antrag einen vielleicht persönlicheren Charakter trägt als die übrigen. Ernst Danziger, Mi II Berlin. Arbeitsberichte. Hamburg. Wir sind wieder eifrig an der Arbeit. An den letzten Clubabenden wurde über aktuelle Ereignisse im allgemeinjüdischen und zionistischen Leben diskutiert; ferner lasen wir aus dem Buche „Vom Judentum". Das zionistische Seminar ist ebenfalls im Gange. Am Montag, den 24. November, begannen wir rqit dem Referate von Bbr. Weinberg über „Messianische Ideen von der Zerstörung des I. Tempels bis Sabbatai Zewi". Hieran schloß sich eine lange, interessante Aussprache unter der vorzüglichen Leitung des Herrn Dr. W. Unna. Wir haben ferner einen obligatorischen hebräischen Sprachkursus eingerichtet, der regelmäßig einmal wöchentlich ca. eine Stunde vor der Clubsitzung stattfindet, und dessen Leitung in den Händen von Bbr. Zewi Weinberg liegt. Berlin I. Am Sonntag, den 7. Dezember, fand die Einweihung unserer neuen Clubwohnung statt. Die Feier, welche nur im Kreise unserer Clubmitglieder, die diesmal in der stattlichen Anzahl von 54 Personen erschienen waren, vor sich ging, verlief in jeder Weise würdig und harmonisch. Namens der Wohnungskommission übergab Abrahamsohn die Wohnung den Clubs. Samuel gedachte mit einigen Worten, von der Geschichte des H.-C. ausgehend, der Bedeutung des Tages und hierauf erscholl ernst und feierlich die Hatikwah. Nachdem Rosenblüth im Namen des Präsidiums-gesprochen hatte, folgten musikalische und deklamatorische Darbietungen der ( Ihr Roth, Lehmann, Katzenstein und Samuel, die mit großem Beifall aufgenommen wurden. Nach einem kleinen Imbiß blieben wir noch bis in die Nacht hinein bei Palästinawein und Gesang gemütlich und fröhlich beisammen. Die Wohnung selbst und ihre Einrichtung fanden den ungeteilten Beifall aller Clubbrüder. Wir freuen uns schon, sie den Bbr. Bbr., die zum B.-T. bei uns weilen werden, zeigen zu können und