Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1913
- Issue
- 2 (März 1913)
- Date
- 1913-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Streng vertraulich! Herzl=Bund=Blätter Herausgegeben vom Präsidium des Herzl-liundes No. 2. Marz 1913. Die Altersgrenze im Her/1 Club. Die Motive, die die Herzl - Clubs in Berlin, Halberstadt und Hamburg zur Gründung des Herzl-Bundes führten waren verschiedener Natur. Einerseits wollte man durch Austausch von Erfahrungen, Ueberweisen von Mitgliedern usw. die Arbeit erleichtern, andererseits hatte man den Wunsch einem System einen festen Rückhalt zu geben. Die Methode der korporativen Erziehung oder, wie ich deutlicher sagen will, die Methode der Erziehung des Einzelnen durch Heranziehen seiner Kraft im Dienst einer Gesamtheit ist von den H.-C. in Berlin, Halberstadt und Hamburg unabhängig von einander als einzige erfolgversprechende nationale Erziehungsarbeit erkannt worden. Die Frage, die mich zu diesen /.eilen veranlaßt, ist diese: Wie schützen wir dies System gegen diejenigen, die vielleicht durch Augenblickserfolge, vielleicht sogar nur scheinbare Erfolge, eines anderen Systems veranlaßt werden, unsere Arbeit, die in ihren wirklichen Erfolgen naturgemäß nicht heute oder morgen zu erkennen ist, illusorisch /u machen' Wir wollen es ablehnen, durch Statuten unsere Arbeitsmethode bis in Details festzulegen, weil wir wissen, dal* solche Knebelung oft zur Folge hat, daU statt lebendiger Fortentwicklung verknöcherte Dogmatik herrschend wird. Wir hoffen, daß unser System, dessen Schwächen wir kennen, fortentwickelt wird. Wir glauben, dafi das sicherste Mittel, einem Jugendverein eine ruhige Fortentwicklung zu schaffen, die Erhaltung des Zusammenhanges zwischen Alten und Jungen ist. Mit anderen Worten, wir wünschen, dafi die Mitglieder, die aus dem H C erwachsen, diesem nicht verloren gehen, sondern mitbestimmend, wohlgemerkt nicht mitarbeitend, die Arbeit und die Leitung muU der Jugend überlassen