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Jüdisches Gemeindeblatt Dresden · 1938-05-25 · 11 (25.5.1938) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
Volume
XIV (1938)
Issue
11 (25.5.1938)
Date
1938-05-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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JÜDISCHES GEMEINDEBLÄIT ORGAN DER ISRAELITISCHEN DRESDEN MITTEILUNGSBLATT DES „SACHS. RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN JL ISRAEL GEMEINDEVERBANDES" Angemeldet beim Sonderbeauftragten des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda =betr. Überwachung der geistig und kulturell tätigen Juden im deutschen Reichsgebiets XIV. Jahrgang Dresden, den 25. Mai 1938 - Nr 11 Kindererholungsstätte der Jüdischen Schule in Porschendorf. In den Monaten Juni, Juli und August werden wiederum Kinder der Jüdischen Schule, die laut ärztlichem Befund erholungsbedürftig sind, in unserer Krholungsstätte in Porschendorf untergebracht. Die Räume werden uns. wie erinnerlich, in liebenswürdiger Weise von unseren üemciiidemitglicdem. Dipl.-Inß. Werner Scooler und Frau Liest, «eh. Schwab, mietfrei überlassen. Krhebliche Mittej eriordert jedoch der Betrieb. Da wir wissen, daß viele Gemeindemitglieder (ferne einem erholungsbedürftigen Kind zu eitrigen sorglosen Ferienwochen verhelfen möchten, haben wir die Einrichtung der Ferienpaironaie geschaffen. Ein solches Patronat erwirbt man durch Einzahlung von RM 25.- auf das Postscheckkonto Dresden Nr. 10288 der Israelitischen Religionsgetneinde mit detn Beifügen „Für ein erholungsbedürftiges Schulkind". *f Wer ein Patronat 'erwirbt, hat das schöne Bewußtsein, zu den Kosten eines vierwöchentlichen Landaufenthalts in waldreicher Gegend des Sächsischen Felsengebirges ehien wesentlichen Beitrag geleistet und der Gemeinde damit die Möglichkeit gegeben zu haben, unter Zuzahlung des fehlenden Betrages einem Kinde mehr die dringend nötige Erholung zu schaffen. Benötigt wird für Jas Heim in Porschendorf noch eine \ olksbadeuanne. MC er überlaut der Wohlfahrtsstelle eine solche? Das Stück u ird gerne abgeholt. Wir machen in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dab sonstigen Jugendlichen das Übernachten im Grundstück des Herrn Scooler ausnahmslos nicht mehr gestattet werden kann. Alle Umzüge, Weg- und Zuzüge sowie Auswanderungen bitten wir dem Gemeindeamt umgehend bekanntzugeben. Die sofortige Meldung an das Genieindeamt liegt im eigenen Interesse der Gemeindemitgliedcr. Die Kosten für Porto oder telefonischen Anruf werden gerne erstattet. Idl mit'n Fidl", Der erste jüdische Spieltilm. Das uetigegi iindete Institut für 'jüdische Filmarbeit ..K'il-^n.t" Int in fliesen Tagen jn Berlin den ersten indischen fmiiiliu ..Idl mnn Fidl" herausgebracht und damit einen großen Erfolg erzielt. Man durfte dieser Auitührung mit besonderer Spannung entgegensehen, da hier zum ersten, Male der Versuch unter- ■* nominell worden war. das Leben in der Galdth in künstlerischer Form im Tonfilm zu gestalten. Dieser Versfach darf als durchaus geglückt angesehen werden. Die Volle und beschwingte Handlung des Stückes, die das Leben in einem kleinen polnischen. Städtchen'schildert und die Geschichte einer jüdischen Musikautfcntruppe mit mancherlei köstlichen Erlebnissen zum Inhalt hat. wird durch starke schauspielerische Leistungen getragen. Die Hauptrolle, das ..Idl". spielt Moll\ P'ifco.n, eine sehr beliebte amerikanische Fihngröße. Die nach jüdischen Volksliedern gestaltete. nütreiüerfde Musik stammt von Eilstein, und für die Regie zeichnen Przybilski und Green. Der Filtnjist injiddischer Sprache aufgenommen und erreicht gerade dadurch eine solche Echtheit und Urwüchsigkeit. daß auch das nur Deutsch sprechende Publikum davon gefangen wird, und der große Erfolg zu verstehen ist. den der Film bereits in rnonaieiangefi Aufführungen in Amerika. England' Frankreich und Polen zu verzeichnen hatte. Jüdischer Kulturbund Dresden Mitgl d. Rckbsverbandes der Jüd. Kulturbünde i. Deutschland Burot Zeuehsusstr. I. II, {werktäglich 10 1 Uhr. icuci's 5 Tace vor einer Veranstaltung auch nachmittags S- 7 l'hr|. Huf 18411t PsTl jDonneratagBj In Verbindung mit KOL-NOA / Institut tiir jüd. Filmarbelt 2 Vorstellungen: 6,30 u.S.45 Uhr abds. Henriette-Schie Saal Jdl mit'n Fidl Der erste jüdische Spielfilm In .der Hauptrolle: Mollv Picon.. Monatelang ein Sensationserfolg in London. Paris' Warschau. New York. Zutritt gegen Mitgliedskarte des Kulturbundes oder Filmausweis (!• PI* i Karten zu kM O.KO. 1.20. 1,50 (für die .1. Vorstellung) I,—. 1,50, ,2,— (für die" Ha'uptvorsteUungl an der Kulturbundkassc 110 I Uhr, Tel. 184 IS) und in der Hu. b i handlung Strauß. Vt'aisenhausstraüe 25. Jugcndllcnc zugelassen I Inhaber g r ü n c r Kulturbundausueise. ebenso Mitglieder der Jugendbande, letztere jedoch nur hei Sammelbestellung durch den Bund. 50 Pig. zur 1. Vorstellung, 75 Plg zur Hauptvorstellung. Beschrankte Anzahl votv ermäßigten Platzen).

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