Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Volume
- XIV (1938)
- Issue
- 7 (1.4.1938)
- Article
- Beilage zu Nr. 7
- Date
- 1938-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Weit über 3000 Jahre ist die Kette der jüdischen Siedlung in Galiläa alt. Seit der Landnahme durch den Stamm Dan besteht sie. Selbst nach der Zerstörung des Tempels war sie nicht unterbrochen. Sie ist im Mittelalter und der frühen Neuzeit gesegnet durch die Schöpfungen der großen Talmudisten und sie wurde erneuert durch die kleinen Anfänge der zionistischen Kolonisation unserer Zeit. Während die Technische Kommission der Mandatsregierung mit der Oberprüfung der Grenzen des geplanten Judenstaates beginnt, rufen wir die Judenheit der Welt auf, durch außerordentliche Anstrengungen ein fait accompli im Bodenbesitz des KKL in der Grenzprovinz zu schaffen. Denn wir sehen heute mit Sorge auf die Karte Erez Israels: Die Küsten-Ebene mit ihren Orangengärten, Städten, Häfen, den Emek Jesreel mit seinen blühenden Feldern und dichten Siedlungen wird uns keine Kommission rauben. Dort sind wir fest im Boden verwurzelt, dort sprechen Tatsachen, die in der hohen Politik anerkannt sind und die vor der Geschichte bestehen werden. Anders im Norden, wo diese Tatsachen noch gering sind. Einst war das Galil eine der fruchtbarsten Landschaften Erez Israels. Dicht beieinander waren dort die zahlreichen jüdischen Dörfer, in denen der Weinstock und die Olive, Fruchtbäume und Getreidefelder gediehen. Hunderttausende siedelten dort. Heute ist „Erez Hagalil" öde und verlassen, seine Berge sind unbewohnt und die Ebene Hule ist eine sumpfige Ode. : Der KKL weiß, daß jüdische Energie und jüdische Leistung diesen Boden wieder in eine fruchtbare Provinz verwandeln können. Er hat im vorigen Jahr zum erstenmal die jüdische Welt zu einem Opfer für Galiläa aufgerufen, und nicht vergeblich. Wichtige Landstrecken konnten bereits erworben werden, weitere Käufe sind im Gange. Neben die Forderung d erTradition tritt die brennende politische Aktualität,und neue Judennot der Diaspora verlangt unverzügliche Sicherung neuer Einwanderungs-Chancen. Noch nie war die Stunde so ernst und der Appell an den jüdischen Opferwillen so dringend: Helft Galiläa erlösen - Ihr helft Euch selbstI