Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Volume
- XIV (1938)
- Issue
- 7 (1.4.1938)
- Article
- Beilage zu Nr. 7
- Date
- 1938-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Es ist kein Traum . •. ■•> Galiläa kann bei intensiver Entwicklung der Landwirtschaft noch 37500 ländliche Familien oder 186 500 Seelen aufnehmen, und zusammen mit der ländlichen Bevölkerung, die sich nicht von der Landwirtschaft selbst ernährt, 266 400 Seelen. Einschließlich der Aufnahmefähigkeit der jüdischen Böden kann Galiläa künftig in den landwirtschaftlichen Siedlungen allein 300 000 Seelen ernähren, außer den 100 000 Arabern und Juden, die schon heute dort leben. Das wäre eine Vermehrung der ländlichen Bevölkerung um das Vierfache auf einer Fläche von zweieinhalb Millionen Du na ml Diese Möglichkeit ist kein Traum mehr, sondern kann Wirklichkeit werden. Das haben wir aus unserer Kolonisationsgeschichte in Judäa und Scharon gelernt. Ist nicht die Zahl der Einwohner von Rechowoth und Petach Tikwah um das Hundertfache ihrer Bevölkerung vor 50 Jahren gewachsen? Und was die Juden dort erreichen konnten, wird ihnen auch in dem gesegneten Galiläa möglich sein: Notwendigkeit und Energie, Wille und Wissen, Liebe und Hingabe werden die Lehrer jener sein, die diesen Weg gehen, und der Tausenden, die ihnen auf diesem Wege folgen werden. Nur den Boden müssen sie zur Verfugung haben, der in dieser Gegend vorhanden ist: Zahlreiche Bodenstrecken sind noch ganz unbesiedelt. Viele Plätze gibt es, deren Waldbestand von den Ziegenherden abgefressen wird; weite Strecken liegen unter Steinschichten wie tot begraben. Reichliches Trinkwasser für Menschen und Vieh ist vorhanden. Wenn das jüdische Volk diese Flächen erlösen wird, die heute nur einer geringen Anzahl von Menschen und Tieren dienen, dann werden wir hunderttausende Dunam mehr haben, die mit Arbeit und Mühe, mit Können und Energie zu guter Erde verwandelt werden können, die alle jene Zehntausende und Hunderttausende von arbeitenden Menschen zu ernähren vermag, ehrliche und aufrechte Menschen, die in Erez Israel ihre jüdische Heimat zu finden hoffen. Große Vergangenheit wird größere Gegenwart