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Jüdisches Gemeindeblatt Dresden · 1938-03-01 · 5 (1.3.1938) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
Volume
XIV (1938)
Issue
5 (1.3.1938)
Date
1938-03-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHENRELIGIONSOEMEINDE DRESDEN Nr. 5/ 1. 3.38 Sächsischer Israelitischer Gemeindeverband — Juristenfortbildung— Ein von den jüdischen Juristen Dresden und Chemnitz besuchter Fortbildungskursus über »Das Devisenrecht der Auswande rung" fand am 30. Januar in Dresden statt. Der Berliner Devisenberater Dr. Heinz Cohn verstand es, das umfangreiche und schwierige Rechtsgebiet sehr anschaulich vorzutragen. Am Schluß der Vorlesungen wurde den Teilnehmern ein systemßtiscber Grundriß überreicht. Dankbar begrüßt wurde die Mitteilung, daß weitere derartige Fortbildungskurse in Aussicht genommen sind u. a. über „Das Steuerrecht der Auswanderung". (Auch für Leipzig sind solche Kurse geplant.) _ Jfld. Nationalfonds e. V. je(jen Tag 5 Pfg. in die blaue Büchse und viele hundert Dunam Boden könnten entsumpft und in jüdischen Be sitz überführt werden. In den nächsten Tagen werden unsere Mitarbeiter die bei Ihnen stehende blaue Büchse des K.K.L. leeren. Prüfen Sie Ihre Büchse und schon das Gewicht wird Ihnen sagen, ob Sie unserer Parole Folge geleistet haben. Abende für berufstätige u. alleinstehende jüd. Mädchen u. Frauen, Nächster Abend: Mittwoch, den 16. März, 20,15Uhr, in den Räumen Zeughausstr. 1, Untergcsch. iVakkabi und Schild beim Kegelrückkampf in Dresden Wie beim Vorkampf im Oktober des Vorjahres, den Bar Kochba Dresden bei Wertung von 10 Mann 2248 zu 2228 Holz gewonnen hatte, wurden beim Rückkampf wieder je 50 in die Vollen geschoben. Gewertet wurden die 9 Besten. Bar Kochba, der befürchten mußte, daß Schild seine knappe Niederlage vom Vorjahr durch einen Sieg wettmachen würde, wuchs diesmal über sich selbst hinaus, so dal ihm ein haushoher Sieg von 2141 zu 1979 gelang. Die besten Leistungen erzielten bei Bar Kochba de Levle mit 271 Holz, Glasfeld mit 260 Holz und Minikes mit 247 Holz. Bei Schild schoben Brieger 239, Jacobsohn 233 und Rüb 226 Holz. SCHACHECKE Partie Nr. 10 Gespielt im internationalen Tufnier zu Liwordo irn August 1934 Damengambit Weiß: S. Flohr 1 d4 et 2. c4 Lb4— 3. Sd2 Sf6 4. Sf3 d5 5. e3 o—o b. a3 Le7 7. Ld3 b6 8. o—0 Sb-d7 9. b3 Lb7 10. Lb2 Tc8 II. De2 c5 12 Tfdl Se4 13 Tacl Lf6 14. sh: De7 15. Se5 c:d4 16. S: d7 ifalls e:d4 därin L:e5. 17; d:e5 Sc5! und Schwarz stünde guti In. D:d7 17. e:d4 Lg5 18. Tc2 LI4? Schwarz:. A. Becker (eine andere Variante: fä 22. de5! De7, 23 D:g7- D:g7 24. L:g7 K:g7 25. Td7^-) der letzte Zug von Schwarz ist schwach, was Weiß sehr geschickt ausnützt und einen starken Königsangriff inszeniert. 19. Dg4 Lb8 (viel besser 20. 21. L:e4 dö wäre d:e4 gO Lh6) 22. 23. 24. 2b. 26. 27. d:e6 Se3! Tcdl T:d2 Dg5 Sg4! D:e6 Tcd8 T:d2 Lc6 16 Ein herrliches, korrektes u. weitberechnetes Damenopfer. Daß es Schwarz nicht annehmen darf, da er sonst matt wird, ist leicht zu ersehen. 27. Se5 28. L:e5 f:e5 29. S:e5 Tf5„ 30. Dd8 - Lc8- 31. Sg4 Tf8" 32. h3! (droht Tdc mit verlust) 1 32. a Lc6 33. Dc7 Tc8 34 Sfö^ Kf8 35. S:h7-i- Kg8 36. SI6+ Kf8 37. Df4 DI5 38. Dh6-r Kf7 39. Sg4 und Schwarz Max Schweriner letzt Wallstraße 9 (Nähe Postplatz) Feine Herrenwäsche nach Maß SchreibmaSChinen wie Erika, Conti, Ideal, Olympia usw. Rechenmaschinen, Farbbinder und Kohlepapiere bekannt preiswert Fachgeschäft Sally Mayer, Walpurgisstr. 9, Ruf 12045 X. B Auswanderer sollten nicht versäumen, eine KofferschreibrBascbine mittanehmen Simon Dubnow: Weltgeschichte des jüdischen Volkes In drei Bänden. Jüdischer Verlag, Berlin 1937. Der vorliegende erste Band, der die orientalische Periode in der Geschichte des jüdischen Volkes behandelt, laßt hinsichtlich Stoff und Methode die enge Anlehnung an den Text des zehnbändigen Werkes erkennen. Auch die kurzgefaßte Ausgabe, gleich ausgezeichnet durch die Tiefe der Forschung und die lebensvolle Darstellung, ist beredtes Zeugnis für die erstaunliche Arbeitskraft ihres Verfassers, für den das jüdische Volk zu allen Zeiten Schöpfer seiner Geschichte gewesen ist. Die völkische Einstellung, von der aus Dubnow die Judenheit als lebendige Nation mit jenen Besonderheiten erkennt, die sich aus der Tatsache der Zerstreuung ergeben, unterscheidet ihn von Graetz, dem Altmeister jüdischer Historiographie, dem jüdische Geschichte „Geistes- und Leidensgeschichte* bedeutet. In der soziologischen Erfassung der inneren historischen Zusammenhänge verrät Dubnow die meisterliche Beherrschung des gewaltigen Geschichtsstoffes, der ungeachtet der Reduzierung auf etwa ein Drittel des ursprünglichen Umfangs, keine der wesentlichen Ereignisse, keine bedeutsame geschichtliche Persönlichkeit und auch keines der Denkmäler geistigen Schaffens vermissen last. Charakteristisch für die Betrachtungsweise des Autors ist die Einteilung einzelner Epochen nach jüdischen Hegemoniezentren, in deren Äutonomismus Dubnow die Triebkraft der jüdischen Geschichte erblickt. Wie das zehnbändige Werk, so ist auch die kurzgefaßte Ausgabe der „Weltgeschichte des jüdischen Volkes" als die erhabene Schilderung der geschichtlichen Größe des Judentums zu werten, die es ermöglicht, unsere unvergleichliche Vergangenheit verstehend zu deuten. Dr. I. Geschäftliches (Außer Verantwortung der Redaktion) Betr. der 100 000. Passagier der „Queen Mary" In Southampton schiffte sich heute der 100000. Passagier der Queen Mary" für die Ueberfahrt nach New York ein. Durch die bei der Fahrt von New York nach Southampton mitgereisten Fahrgäste war die Gesamtpassagierzahl, die das Riesenschiff seit seiner Indienststellung im Mai 1936 zwischen Europa uud Amerika befördert hat, bereits auf 99584 gestiegen. Die Fahrgäste, die sich heute insputhampton an Bord begeben, erhöhen die Gesamtzahl der beförderten Passagiere auf 100434. Seit der ersten Fahrt der „Queen Mary" im Mai 1936 war das Schiff dauernd im Dienst, mit Ausnahme der für das übliche Ueberholen und Nachprüfen erforderlichen Zeit. Die heute angetretene Reise ist die 73. Atlantikfahrt in 18 Monaten mit insgesamt 219000 zurückgelegten Seemeilen. Briefmarkensammlung AHdentsdilond and Kolonien von Sammler an Privattammler zu verkaufen, evtl. gegen gute Europaodor Uebersee-Marken zu tauschen. Ang. u. 1124 an Strauß, Waisenhausatr. 25 Für Festlichkeiten und Trauerfälle empfehle Ich mein altbekanntes Verleih-Institut In mod Frack-, Smoking- und (iehrockanzugen / Mäntel / Klapp- und Zylinderhüten Maealge Leihgebühr Verlelta-Magazln C. KBEIDL Ruf 16240 TSpferetr. 3, I. Stellengesuche, Vermietung- und Mietgesuche von Zimmer-, Wohnungs-, Geschäftsräumen, Personalanzeigen finden im Gemeindeblatt veröffentlicht größte Beachtung! 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