Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt Dresden
- Volume
- XIII (1937)
- Issue
- 20 (15.10.1937)
- Date
- 1937-10-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 GEMEIN DEBLATT DKK ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN Nr. 20/15.10.37. —--—--—- Jüdische Auswanderung gestern und heute c en Als de Bevölkert senden vielen Ja/ Deutschic i Maße eir geschieht I allgemeine Sie wäre sich eint Es ka schwer dessen s der manchen noch ve So V< von wiegend Frankreich aber nie! diese La erschlosi scharferi gewande konnte w gründen jähren ihrer v lung an Gluck i von der mäßig fr jüdischer nach übt produktiv der wirts : Beschränk verantwt der Jude ändernde^ lenken Mittel ist es bes für diese Hilfsve : -bet irtl no:h politische Umschwung in Deutschland 1933 die jüdische ng»vor eine völlig veränderte Situation stellte und Tau- Entschluß zur Auswanderung nahelegte, hatte es seit rzehnten kaum noch eine Auswanderung von Juden aus nd gegeben. Im Gegenteil — Deutschland war in steigendem Gehiet jüdischer Zuwanderung geworden. Infolge dieser ichen Entwicklung hatten die Juden in Deutschland im n wenig verwandtschaftliche Beziehungen nach Übersee, in jeder Hinsicht in Deutschland verwurzelt und konnten dauernde Trennung schwer vorstellen, hinzu', daß 1933 die meisten überseeischen Länder noch der Weltwirtschaftskrise betroffen waren und infolgech durch scharfe Bestimmungen gegen jede Vergrößerung sigkeit durch Einwanderung wehrten, während in europäischen Ländern, wie Frankreich, die Verhältnisse leichsweise günstig lagen, es, daß in den Jahren 1933 und 1934 die Auswanderung n jüdischer Menschen aus Deutschland sich vornach den europäischen Nachbarländern richtete, nach Holland, Belgien, der Tschechoslowakei usw. Dort die Wirtschaftskrise gerade erst ihren Einzug, so daß der, die, ohnehin längst dicht besiedelt und wirischaftlich einer Masseneinwanderung keinen Raum bieten, zu Beschränkungen der wirtschaftlichen Betätigung der. Einten schritten. Nur ein geringer Teil der Eingewanderten irtschaftlich Fuß fassen und eine dauernde Existenz bev;ele"Täusende aber mußten nach langen Not- und Elendster wandern in die überseeischen Länder, die* infolge anderen Wfrtschaftsstruktur und ihrer dünnen Besiedsicii npch Raum für viele Millionen bieten könnten. Zum mannen auch die überseeischen Länder, die mit am ersten Wirtschaftskrise betroffen worden waren, sich verhältnish von ihr zu erholen. So ist es heute ein Gemeinplatz Wanderungspolitik, daß die Auswanderung vorwiegend i rseeischen Ländern zu lenken ist, wenn eine wirkliche e Einordnung erzielt werden soll. Freilich sorgt auch hier :haftliche und politische Nationalismus für eine Fülle von »ungen und Schwierigkeiten, und es ist die Aufgabe der ichen Organisationen, insbesondere des Hilfsvereins n Deutschland, in genauester Kenntnis der sich ständig Situation den Auswanderer jeweils in das Land zu ijas ihm auf Grund seiner besonderen Fähigkeiten und am ehesten Aussichten bietet. Unter'diesen Umständen mders zu begrüßen/daß einer der berufensten Referenten Frage. Herr Dr. Werner Rosenberg, vom Vorstand des reJns, In seinem Vortrag am 20. Oktober 1937 in Dresden einen weiteren. Publikum Aufgaben und Arbei: des Hilfsvereins schildern wird. ri von Arbeitslos W! ar i Zehr tausende nssen we ölig Herinann Haugk Nach f. Kf!trreizyn Herren-Hüte - Herren-Moden Präger Straße 37 Herren-Wäsche ^fffort ■ 4 In Dresden befinden sich ca.5000 Juden **wW ■ ■ aber nur 1 Schreibmaschinengeschäft von Saily Iftayer ttlalpurgis[tr. 9 * Ruf 12045 Erika, Conti, Ideal und andere Systeme Rechenmaschinen - Farbbänder- Kohlepapiere S. MATTERSDORFF < n_ _ _ _ _ 1 ■ GEGRÜNDET PRIVATBANKHAUS 18 4 9 SEESTRASSE 14 RUF 25955 Bankhaus $. MATTERSDORFF/ seestr m vermietet per sofort auch als Wohnung mit Büro geeignet — ca. 100 qrh — Zentralheizung Hilfsverein der Juden in Deutschland e.V. Kun dgebung des Hilfsvereins der Juden in Deutschland e.V. Mittwoch, den 20. Oktober 1937, abends 20.15 Uhr r im Henriette-Schie-Saal Redner: Dr. Werner Rosenberg, Berlin (Berlin W 35, ludendorffstraße 20) Landgerichts-Direktor a. D. Dr. A. Wachtel, Berlin (Leipzig C 1, Goethestraße 1) Thema Überseewanderung '. ' ri' Eintritt frei! Bekanntmachungen Die nächste Sprechstunde des Leiters der Auswanderungs-Beratungsstelle des Hilfsvereins, Herrn L.-ü.-Dir. i. R. Dr. Wachtel, findet statt: an Mittwoch, den 20. Oktober, nur \on 9 — 1 Uhr. Oktober 24 Sonntag Jüdische Winterhilfe 1937/1938 Pfundspende einmal monatlich! Personalien Geburten 14. September 1937: Gabriele Breit, Tochter des Bankiers Herrn Dr. Emanuel Breit und dessen Ehefrau Gerda geb. Mühsam, Prellerstraße 14 1. Oktober 1937: Sonja Scharfing, Tfochterdes Kaufmanns Herrn Heinz Scharfing und dessen Ehefrau Gisela geb. Popper, Blasewitzer Straße 66 3. Oktober 1937: Gert Steinhart, Sohn des Kaufmanns Herrn Kurt Steinhart und dessen Ehefrau Sonja geb. Goldschmidt, Bayreuther Straße 32 Barmiiwoh im Gottesdienst nach altem Ritus, Heinrich-Arnhold-Saal 30. Oktober 1037: Dagobert Vogel, Sohn des Herrn Israel Vogel Hammerstraße 11 Goldene Hochzeit Am 18. Oktober 1937 feiern Herr Gustav TuchIer und seine Gattin Frau Anna geb. Stranz, Dresden Reichsstraße 7 die Goldene Hochzeit! Wir gratulieren dem Jubelpaare auf das herzlichste! Sterbefälle 4. Oktober-1937: Frau Martha Minikes.geb. Sieradski, Müller- Berset-Straße 12 4. Oktober 1937: Herr Josef Blaser, Lindengasse 24 5. Oktober 1937: Frau Ruth; Gold mann, geb. Sommerfeld, Bayreuther Straße 30 11. Oktober 1937: Herr Justizrat Alfred Toepl itz, Ferdinandstr. 15