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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1937-07-24 · 15 (24.7.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
13 (1937)
Issue
15 (24.7.1937)
Date
1937-07-24
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE DRESDEN Nr. 15 Vorteilhafte Angebote zum Sommer-Schluß-Verkauf vom 26. Juli bis 7. August bei Hermann Haugk Nacht. Inhaber Max Strelzyn — Prager StraBe 37 Amtlkhe Bekcmntmodiungen Zeittafel Gemeindeamt, Aeughaushraße 2, Telephon 14051 und 17887, geöffnet für den allgemeinen Verkehr: werktäglich von 8-13 Uhr. Sprechzeit der Syndikus u. vüroleiter vr. Saalheimer, 11-1ZUHr Geschöstsführender Vorsteher: Herr Max Lesser. persönliche Rücksprachen mit den Vorstandsmitgliedern vermittelt dar Gemeindeamt. Sprechzeiten.de« Semeinderabbiner«: Rabbiner vr. Wolf, Aeughausstraße 1,3., Telephon 14051 und 17887 Montag, Mittwoch und Freitag von 10— ' ,12 Uhr. Der Lemeindedajan, Herr Rabbiner horowih, Große Swingerstraße 6, »glich 9-12 Uhr. Wahlfahetsffelle: Sprechstunden Dienstag u. Freitag von 9-10'/, Uhr. Meiderkammer: Rusgabe nur auf schriftliche, Gesuch und erfolgt« Bewilligung. Wirtschaftshilfe: Dienstag und Freitag von 9 — 101/2 Uhr. Darlehenskasse: Dienstag und Freitag von 9 —10'/2 Uhr. Mittelstaadsftich«: Tssenausgabe täglich außer Sonntag von 12 —13UH». Rusgabe der Speisemarken daselbst. Di« Rüche befindet fich Jeughausstraße 1, Lrdg. Kulturbund: 10—1 Uhr. (Jeughausstr. 1) Tel. 18418. ' Personalien Barmizwota in der Synagoge Zeughausstraße 1 14. August 1937: Willi Finkeiberg, Sohn des Schneiders Herrn Lewin Finkeiberg, Reitbahnstraße 26. im Gottesdienst nach altem Ritus, Henriette-Schie-Saal 7. August 1937: Oskar Makowski, Sohn des Herrn Feiwel Makowski, Neue Gasse 17. Trauung 25. Juli 1937: Fräulein Ilse Engler, Pirna, mit Herrn Arno Fischer, Kaufmann, Dresden, Rietschelstraße 13. 85. Geburtstag: Frau Eugenie Schmidt, Webergasse 1, IV., feiert am 5. August ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren herzlichst. Sterbefälle 13. Juli 1937: Herr Leo Weigler, Hübnerstraße 15. 15. Juli 1937: Frau Charlotte Neuding, Tieckstraße 15. 18. Juli 1937: Frau Katti Steinhart, Trachenberger Straße 23. äiiiinmmitiHiiiiiiiiiiiiiiitiiiHiiiiiMtiiiiiHiiiiiiiiHiiiiiiMiiiiiiiiiiiiHiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiimiu 1 Für die uns anläßlich der Bar-Mizwah-Feier unseres Sohnes | f dargebrachten Aufmerksamkeiten sagen wir hiermit unseren i | herzlichsten Dank. Ganz besonders danken wir Herrn Kantor | 1 Salzmann für die ehrenden Einsegnungsworte. | Bautzen, Juli 1937 Isidor Großmann und Frau | TkMiiMniiiiiMiiiiimiiiiiniHiiiiiiiifiiiiiiiiimitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifimiimiiiiiiitiiiiiiiiiiiitmiiiiiiiikH Am 13. Juli verschied nach kurzem, schweren Leiden der Mitbegründer und Vorsitzende unseres Vereines, Herr Leo Weigler In dem Heimgegangenen verlieren wir einen liebenswürdigen, treuen und hilfsbereiten Menschen. Seine stets freundliche, kollegiale Art wird uns immer ein Vorbild bleiben. Der Vorstand des Vereins Polnischer Kaufleute und Gewerbetreibender, Dresden fCHACHECKE Bearbeitet von I. Schöner Es dürfte noch in aller Erinnerung sein, daß gleich nach Kriegsbeendigung ein aus Rußland ausgewanderter Jude mit seinem damals 6 Jahre zählenden Schaehwunderknaben nach Berlin kam. In den Großstädten Deutschlands sowohl als auch in vielen anderen Großstädten Europas spielte der Knabe Reihenspiele gegen 30 bis 40 Spieler verschiedener Stärke mit sehr gutem Erfolg. In den damaligen Zeitungsberichten hieß es allerdings, daß in ernsten Partien Meistern gegenüber das Wunderkind nicht immer Sieger blieb. Schließlich landeten Vater und Sohn in New Jork. Dort wurde dem Vater der gute Rat erteilt, dem Knaben erst eine richtige Erziehung zuteil werden zu lassen, was auch geschah. Seitdem verstrichen ungefähr 20 Jahre, und von dem Wunderkind war in der Schachwelt nichts zu hören. Vor zwei Jahren tauchte nun der inzwischen zum Manne herangereifte Rzeschewski wieder auf, und zwar nahm er an einem stark besetzten Turnier in Margit teil, in welchem er vor Capablanka erster Preisträger wurde. Wir bringen hier aus diesem Turnier die entscheidende "Partie zwischen ihm und Capablanka. Internationales Schachturnier in Margit. April 1935 Datpengambit ' Weiß: Rzeschewski 1. d2—d4 Sg8—f6 2. c2—c4 e7—e6 3. Sbl—c3 d7—d5 4. Lei—g5 Sb8—d7 >5. c4:d5 e6:d5 6. e2—e3 Lf8-e7 7. Lfl—d3 0—0 8. Ddl—c2 c7—c5 9. Sgl—f3 c5—c4 durch diesen Zug wurde der Bd5 deckungslos und Rz. richtete von nun an seinen Angriff auf diesen schwachen Bauern, bis er ihn zuletzt eroberte. 10. Ld3—f5 Tf8—e8 11. 0—0 g7—g6 12. Lf5-h3 Sd7-f8 13. Lb3:c8 Ta8:c8 - 14. Lg5:f6! somit ist eine Figur, die d5 deckte, beseitigt. 14. Le7:l6 15. b2—b3! diesen Bauern darf Schwarz nicht schlagen, denn nach D:b3 kann der schwarze Bauer d5 nicht mehr gedeckt werden. 15. DdS—a5 16. b3—b4! Da5-d8 falls D: b4 dann Tf—bl und Weiß steht besser. 17. Dc2—a4 a7—a5 18. b4—b5! Te8r-e6 19. Tal—bl Tc8*-b8 20. Tbl—b2 -fcf6-*-e7 21. b5:a6 Te6:a6 22. Da4—c2 Sf8—e6 23. Tfl-bl Ta6—a7 24. a2—a4! verhindert b5 24. Se6—c7 Weiß ist nun bestrebt, den Springer auf c7 zu tauschen, damit d5 nicht geschützt ist 25. Sf3—e5 Dd8—e8 26. f2—f4 f7—«6 27. Se5—g4 De8—d7 28. h2—h3 Kg8-g7 29. Sg4—f2 Le7—a3 30. Tb2-a2 La3—d6 Schwarz: Capablanka 31. Sf2—dl! Springer c3 soll gegen Springer c7 getauschtwerden und an dessen Stelle soll dieser Springer auf c3 kommen. Die feine Kunst, mit der Rz. dieses strenges Posi’ionsspiel behandelt, ist bewunderungswert. 31. f6—f5 32. Sc3—b5 Ta7—a5 33. Sb5:c7 Ld6:c7 34. Sdl—c3 Dd7-e6 35. Dc2-f2 b7—b6 36. Df2—f3 Tb8—d8 37. Ta2—b2 De6—e7! 38. Tb2—b4 verhindert Da3. 38. Td8—d7 39. Kgl—hl Lc7—d8 40. R2—g4 f5:g4 41. h3:g4 De7-d6 42. Khl—gl der König soll nun nach dem Damenflügel, um den Springer zu schützen, Ein ausgezeichnetes Manöver! 42. Ld8—c7 43. Kgl—f2 Td7—f7 44. g4—g5 Lc7—d8 45. Kf2—e2 Ld8:g5? das ist ein Versehen, besser wäre De6 und dann Df5. 46. Tb4:b6 Dd6—a3 47. Ke2—d2 nun ist alles in bester Ordnung. Der König schützt den Springer und die schwarze Dame kann nichts aus richten. 47. Lg5—e7 48. Tb6—b7 Ta5:a4! 49. Df3:d5!' falsch wäre 40) S:a4? Dd3 + 50) Kel Lh4+oder50)Kcl La3+ 51) Tb2, e3: Schwarz gewinnt. 49. Ta4—a5 50. Dd5:c4 Ta5—h5 51. Kd2—d3 Da3—a8 52. Dc4—e6 Da8—a3 53. Tb7—d7 Th5—f5 54. Tbl—b3 Da3—al 55. Td7:e7 Dal—fl + 56. Kd3—d2 Schwarz gab auf. ‘ Nach dieser und ähnlichen Leistungen Rzeschewskis in letzter Zeit ist damit zu rechnen, daß Rz. seine Anwartschaft auf Schachweltmeisterschab in Bälde geltend machen wird.

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