Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 1 (1.1.1937)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr I Sehe 5 Gemeindeblatt der Israelitischen Reltgiontgemeinde Dresden JÜDISCHER KULTURBUND DRESDEN ( Zeughausstraßei, II. * Fernruf 18418 * Geöffnet ^Werktäglich 10 — 1 Uhr | s. ~ «eransialinnD SINFONIE - KONZERT I Sonntag, den IO. Januar 1937 20 Uhr — Große Synagoge Dieser Abend verspricht das musikalische Ereignis der Spielzeit zu werden. Das Orchester der Jüdischen Kulturbünde unter Leitung von Herrn Generalmusikdirektor Prof. Julius Prüw.er PROGRAMM: Mendelssohn: Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt" Mozart: Sinfonie Nr. 34 C-Dur (K. V. 338) Beethoven: 2. Sinfonie (D-Dur) Einzelpreise A- RM 3,50, 3,—, 2,25, 1,50 Wegen der starken Nachfrage empfiehlt sich frühzeitige Bestellung Bunier Abend der Züoischen Winterhilfe Mit der Wahl ihrer Programm-Nummern für diesen Lunten Abend hatte die Leitung offenbar einen glücklichen Griff getan. Dies äußerte sich (n der befriedigten und vergnügten Stimmung, die sich bis zum Schluß des Abends steigernd im dichtgefullten Saale herrschte. , Man freute sich des Wiedersehens mit Fred Wald, dem Conferencier und künstlerischen Letter des .Lunten Karren", der besonders in seiner köstlichen jüdischen Type .Maschke" die Zuhörer zu befreiendem Lachen zu bringen wußte und aufs neue seine Kunst der Menschendarsiellung unter Äeweis stellte. Nicht allgemein vermochte seine Conference anzusprechen, zumal man in seinen Witzen allzuviel .alte Bekannte" zu grüßen hatte. Eine rechte Freude war es, sich von den Fortschritten überzeugen zu können, die unser jugendlicher Geiger Heinz Meyer im letzten Jahre gemacht hat. überraschte bei der Beethoven-Nomanze aufs neue der künstlerische Ernst, mit dem Heinz Meyer bereits an ein klassisches Werk herangeht, so war bei der Polonaise von Wieniawski gleichermaßen die schon ziemlich konsolidierte Technik zu rühmen. Am Flügel saß diesmal der elfjährige Bruder Fritz Meyer, dessen Musikalität und Anschmiegsamkeit im Begleiten überraschte. Man konnte feststellen, daß die musikalische Erziehung der Kinder bei ihrem Later, Herrn Harry Meyer, in den besten Händen liegt. Oie Kapelle Sonnenschein brachte heitere Musik. Am besten gefielen die Echlagerlieder des Leiters der Kapelle, Siegfried Sonnenschein, dem aufö neue bestätigt werden kann, daß er für dieses Kompositionsfach eine ausgesprochene Begabung mitbn'ngt. Ein Stück wie „Alipoly" (unserer liebenswürdigen einheimischen Zauberkünstlerin Alice pohly gewidmet) ist ein .Schlager" par excellence. Beweis: daS Publikum versuchte sofort mitzusingen und verlangte die Wiederholung. Sehr vorteilhaft wußte unsere Altistin, Frau M authner-Falk sich einer neuen Aufgabe zu entledigen, ausnahmsweise einmal Echlagerlieder zu interpretieren. Sie hatte die Auswahl, geschickt getroffen und wußte sowohl in den Sonnenschein'schen wie auch in den Tonfilm-Schlagern das Publikum zu fesseln. Es wurde der Wunsch laut, baß die Jüdische Winterhilfe ihre Betreuten und sonstigen Freunde bald mit einem ähnlichen Abend erfreuen möchte. Tiirl/icrh fi /.. i urKiscno_ Das Orchester der jüdischen Kulturbünde ist in der Absicht gegründet worden, die besten der in Oeutschland ansässigen und nicht anderweitig verpflichteten jüdischen Streicher 4md Bläser zu vereinen und mit diesem Orchester unter der Führung eines bedeutenden Dirigenten einer großen Anzahl jüdischer Gemeinden Meisterwerke sinfonischer Kunst zu vermitteln. Professor prüwer war viele Jahre erster Kapellmeister des Breslauer Etadttheaters, danach Opernleiter am Weimarer National-Theater und zuletzt Dirigent des Berliner philharmonischen Orchesters. Das Sinfonlekonzert am Sonntag, den 40. Januar, dürste als der musikalische Höhepunkt der Kulturbund-Spielzeit anzusprechen sein. JÜDISCHES KEETI RBUN» DRESDEN Zeughausstraße f, II. Fernruf 18 4 18 .Geöffnet werktäglich 10— t Uhr Außer Abonnement: Mittwoch, 20. Januar 1937, 20 Uhr; Henriette-Schie-Saal Heiteres Konzert Bella Erdoes, Sopran, bringt das kürzlich von der Wiener Presse hervorragend beurteilte Programm: Volkslieder in vielen Sprachen und (auf besonderen Wunsch) moderne Schlagerlieder Walter Goldmann — Siegfried Sonnenschein Heitere Rhythmen an 2 Flügeln Preise B: RM 2.50, 1.75, 1.25 6. Abonnement-Veranstaltung Mittwoch, 27. Januar 1937, 20 Uhr, Trianon Gastspiel des Hamburger Kulturbundtheaters Menschen in Weiß Schauspiel in 3 Akten von Sidney Kingsley das kürzlich mit Sensationellen Erfolg uraufgeführte Aerzte-Drama des amerikanisch-jüdischen Dichters Preise A: RM 3.50, 3 -, 2.25, 1.50 ^20981