Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 3 (1.2.1935)
- Date
- 1935-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 3 fflemelnbf Matt bet Israelitischen Religi onsge me inde Dresden Seit» S Mitteilungen Über Dresdner jüdische Kulturveranstaltungen Jüdische Künstlerhilfe Dresden Kulturveranstaltungen 1934/1935 'iiiiiiiHiiiiiiTiMniiinnimiiiMMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiin 1 Donnerstag, den 7. Februar 1935, abends 8.15 Uhr, im Großen Saale der Dresdner Kaufmannschaft Gustav Mahler-Abend , Dr. Anneliese Landau, Berlin, spricht über „Das Lied Gustav Mahlers" Fritz Lechner 1. Bariton der Berliner Kulturbund-Oper, singt den Zyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen" Wolfgang Rosö wirkt als Begleiter am Flügel Eintrittskarten zu RM 2,50, 1,75 und 1,25 im Gemeindeamt Theaterkasse Reka und Buchhandlung Strauß iiBilliB Gustav Mahler-Abend Gi ist eine selbstverständliche Ehrenpflicht, daß in den Programmen der jüdischen Kulturveranstaltungen Gustav Mahler, den man in öffentlichen Konzertsälen kaum mehr antrifft, zu Worte kommt. Zwei Kunstgattungen waren es, denen Gustav Mahler seine ganze Liebe und volle Schaffenskraft zugewendet hat, die Sinfonie und das Lied/ Ist es mit den bescheidenen uns zu Gebote stehenden Mitteln schon nicht möglich, die sinfonischen Werke zu pflegen, so haben wir die Verpflichtung, dem Mahler'schen Liedschaffen den ihm zukommenden Platz einzuräumen. Daß uns hieraus ein hoher und reiner Genuß erwächst, das wissen alle diejenigen, die jemals den Versuch gemacht haben, in diese Lieder tiefer einzudringen. Oie Jüdische Künfllerhilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht, weitesten Kreisen das Verständnis für Mahlers Lied und damit eine Quelle reiner Freude zu erschließen. ) Sie hat zu diesem Zwecke Fräulein Or. Anneliese Landaudie aus der Zeit vor -1933 vielen unserer Gemeindemitglieder von ihren stets anregenden Vundfunkvorträgen her bekannt ist, zusammen mit zwei kongenialen Partnern verpflichtet, denen in ganz besonderem Maße die Qualifikation eignet, für Gustav Mahler einzutreten: , Fritz Lechner (erst in der vorigen Saison wurde er eigens zu Mahler-Aufführungen nach Holland geholt) und Wolfgang Vosü, der als direkter Neffe Gustav Mahlers mit dieser Musik ausgewachsen ist: Über den Mahler-Abend, veranstaltet vom Berliner Kulturbund, schreibt die Jüdische Rundschau: ». . . . ein stilistisch ausgezeichneter Vortrag über Gustav Mahler. Es kam ihr darauf an, ihr Publikum an die Musik heranzuführen. Über das selbstlos > geistige Musizieren von Fritz Lechner, der die »Lieder eines fahrenden Gesellen* sang, und seinen Äegleiter Wolfgang Rose ist kein Wort der Kritik zu verlieren, für mich war das einer der stärksten Eindrücke des hiesigen Konzertwinters.* Über Anneliese Landau schreibt das Leipziger Gemeindeblatt: »Worauf beruht dieser Erfolg? Gewiß ebenso auf persönlichen wie auf sachlichen Momenten! Anneliese Landau ist in ihrer Jugendlichkeit und Lebendigkeit eine entzückende, ja» eine hinreißende Sprecherin, die in charmanter Form einen Inhalt vor ungewöhnlicher Tiefe und geistiger Feinheit vermittelt.* , Oie Jüdisch-liberale Zeitung: - »Ihr Vortrag ist vollendet in seinem Stil und vollendet in seiner Wiedergabe. Sr entzückt die Zuhörer nicht nur durch die Feinheit und Eleganz der Wortführung, sondern auch durch den lebendigen, fesselnden Inhalt.* ZER7 irchefcters SoHduvuoMtdUuHQ. du JCüHsUuUäfc Am Sonntag den 27. Januar 1 935, nachmittoos 4 Uhr, im Großen Saal der Dresdner Kaufrrfbnnschaft, Ostra-Allee SINFONIE-KONZERT des BerlinerKulturbund-Oi (42 Künstler) Leitung: Generalmusikdirektor DR. ROSENSTOCK Solist: Konzertmeister WILll FREY, (Violine) Werke von Beethoven, Mozart und Schubert Eintrittskarten 7u RM 3.50. 2.50.1.50 u.1.— im Gemeindeamt. The Merkasse Reka und Buchhandlung Strauß. Vorbestellungen werden im Gemeindeamt Er dg. in derZeit zwischen t0-t und 3—6 Uhr schon jetzt entgegepgenommen. Es empfiehlt sich rechtzeitige Entnahme der Karten, da die Nachfrage außerordentlich stark eingesetzt hat. Die Inh her von Patronatsplatzen haben freien Zutri't zu dieser Sonderveranstaltung und werden gebeten, die Eintrittskarten bis zum 23 Januar wahrend der oben genannten Zeiten im Gemeindeamt Erdp. in Empfang zu nehmen. 3um am 27. Januar 1935 Es ist ein ganz seltener künstlerischer Genuß, der an diesem Nachmittag uns Oresdnern geboten wird, und die starke Nachfrage, welche nach den Karten eingesetzt hat, zeigt, daß die Gemeinde- Mitglieder das Ereignis auch zu schätzen wissen. Wir werden hören: die Egmont-Ouvertüre von Äeethoven, das Diolin-Kornrrt in A-0ur von Mozart (der 27. Januar ist Mozarts Geburtstag!) und die herrliche Große Sinfonie in L-Our von Schubert, ein klassisches Programm, recht geschaffen zur Erhebung des Menschen über den Alltag. Wegen des Vorverkaufs vergl. obige Ankündigung. In jeder Platzgattung find noch einige Karten zu haben. Niemand lasse sich — auch durch das schönste Ski-Wetter — von dem Besuch dieser großen Veranstaltung abhalten. Voraussichtlich gibt es in dieser Saison noch einige Ski-Sonntage aber kein Sinfonie-Konzert mehr. Hinweis: Walter Goldmann und Grete AnschLl-Hofstein veranstalten unter Mitwirkung von pau'a Lmdderg ein Konzert aut 2 Klavieren am Gonnabend, den 16. Februar 8 15 Uhr'im Harmoniesaal, Landhausstraße 11. Aus dem Programm: pach, Foh. Seb., Mozart, Neger, Eyrill, Scott, 3oh. Strauß Werke für 2 Klaviere. Paula Lindberg singt u. a. Lieder von Phil. Gm. und Ioh. Seb. Äach, Nathgeber, Jos. Havdn, von Franz Schubert u a. Allmacht, Rastlose Liebe. Dieses Koncerl fleht unter dem Protektorat der Jüdischen Künsilerhilfe Dresden. Weren des Vorverkaufs siehe Ankündigung. Unter dem pcoUktocat du Judlsck. iCuttsUuhäfc dcudc*t KONZERT Werke für2 Klaviere Grefe Anschel-Hofstein I Walter Goldmonn . . . ) Paula Lindberg (Berlin) Sonnabend, den 16. Februar, 20.15 Uhr, Saal der Harmonie Landhausstraße 11 Karten: Reka, Buchhandlung Strauß zum Preise von 2,50, 2,—, 1,50, 1.-. Jugendliche 0,75