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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1935-01-01 · 1 (1.1.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
11 (1935)
Issue
1 (1.1.1935)
Date
1935-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. I Vereinsnachrichien Frauenarbeitsqemetnfchast de« Zentralverein« Deutscher Staatsbürger jüdischen Glauben« e. D., Ortsgruppe Dresden 21m 12. Dezember fpracb vor unserer FrauenarbeiiSgemei'nschaff Herr Professor Blumenfeld: „Zur psvchologi'e der Iftei'fe^ctt*. 3n klarer wissenschastlicher und doch leicht faßlicher Art leuchtete er in ein vielen Cflfern und Erziehern noch dunkle« Gebiet hinein und hinterließ mit seinen fesselnden AoSfübrunaen einen nachhaltigen Gindruck, starker Beifall und herrliche DankeSworte der Vorsitzenden beüätiaten dem Vortragenden da« große Interesse der zahlreich enibienenen Zuhörer. Ilächsse Veranstaltung: Vortrag von “Stau Dr. Margarete Gdelheim. Berlin, über: Die öffentliche Meinung im deutschen Judentum, am 10. Januar 103.5 20.15 llbr, in den Dläumen der Fraternita«-Loge, Mon'hstraße 1b. I. T. S. V. Bar Kochba Wir geben hierdurch bekannt, daß am Dien«tag den 5. Januar um 20 Uhr im Bar Kochba-Heim pillni'tzer Straße 40, die Grün-, dungeversammlung der Feckt-Abteilung siattfindet. Wir haben einen Fachmann mit der Führung der Abteilung beauftragt und bitten alle Interessenten am 5. Januar anwesend zu sein. Evielabende der Gchachabteilung sind Donnerstag von 20 bi« 23 Llbr und Sonntag von 17 bi« 23 llhr im Bar Kochba-Heim pillniher Straße 40. In den lebten Dezemberwochen fand ein S portlag er de« Bar Kochba-DreSden in seiner Skibütte in Schellerhau statt. Mehr al« 70 Makkabi-Sportler au« Berlin und Dre«den verlebten frohe Tage de« Svorte« und der jüdischen Arbeit. C?« fanden hebräische Ginggemeinschaften und ein GröffnungSabend statt, an dem der Leiter de« Wintersport« de« deusschen Makkabikreise« die Gröffnung der Winterwortgrupve in Dresden beglückwünschte. Wir sind bereit noch einige Mitglieder in die Wintersportabteilung aufzunehmen. Wir laden hierdurch Mitglieder, Freunde und Gönner de« Bar Kochba zu einer ordentlichen Hauptversammlung ein^ die am Gonnabend den 10. Januar um 20 Llhr i'm^Bar Kochba-Heim pillniher Straße 40 siattfinden wird. AußerdemUrd Fred« Hirsch ein Jleserat über die Makkabiade 1035 in Tel"Awiw halten. Sportverein Schild Die Tumstunde für Kinder von drei bi« sech« Jahren ist um eine Stunde vorverlegt worden und findet Donnerstag von 4 bi« 5 Llhr in der TumhaNe am Georgp'ah statt. Mit Beginn de« Frühling« soll eine TenniS-Abteilung eingerichtet werden. Wir bitten, da die Vorarbeiten gewisse Zeit beanspruchen, Interessenten sich schon jetzt in unserer Geschafi«- stelle GliaSplah l zu melden. HeutMckciHUHQtH rillllMIIIIIIIMimillllMIIMMmiMIMMMiminitlMMtf mMIMimilimMIMIinillMIMIIMMMimMIIIIIIIIIII Jüdische Buch-Vereinigung Die Jüdische Buch-vereinigung teilt uns mit: 3m Iohrerprogrannn war als vierte Veröffentlichung des Jahres 1934 der zweite Band des Romans von Jakob Wassermann »Josef Kerkhovens Dritte Eriffenz" vorgesehen. Schwierigkeiten, di« zu beheben nicht in unserer Macht standen, nötigen uns zu unserem größten Bedauern, die verausgabe Vieles Bandes auf das nächlte Jahr zu verschieben. Die Jüdische Buchvereiniguna setzt ihre Bemühungen zur Herausgabe des zweiten Sandes fort, hofft, daß sie zum Ziel führen werden und wird dann sofort ihren Mitgliedern dieses Buch liefern. Iekt, noch im Dezember, wird ftaft dessen als vierte Veröffentlichung der Jüdischen Buch-Vereinigung den Mitgliedern die Lebensqeschichte einer hervorragenden jüdischen Persönlichkeit dargeboten: Shmarya Levin »Kindheit im Exil", ein im Ernsten wie im humorvollen großes Dokument jüdischen Geistes, die ergreifende Darstellung volkstümlichen Empfindens in moderner Form. Gin Werk, das in Amerika und England außergewöhnlichen krfosg halte. Gleichzeitig gibt uns die Jüdische Buch-Vereinigung ihr Programm für das Kommende Jahr bekannt, wir entnehmen diesen Mitteil-, lungen: »Es erscheint: Prof. Elbogen »Die Geschichte der Juden ln Deutschland", das bahnbrechende Werk des berühmten Gelehrten. vr. Georg Landauer .Palöftina-Bilderbond", ein Buch des in Palästina lebenden Zionistenführers. Karl Jakob Hirsch »Hochzeitsmarsch in Moll", der verfaffer ist durch ein Buch -.Kaiserwetter" (bei S. Fischers rübmlichst bekannt geworden." Der Mitgliedsbeitrag bei der IBV betrügt vierteljährlich!RM 3.25. Für den Mitqliedsbeitraa erhalten die Mitglieder die veröffentlichunaen der IBV faffo vier Bücher im Jahre und di e.Blütter der IBV") kostenlos zugelandt. Geschäftsstelle der IBV in Dresden: Erich Loewenthal, Vresden-A. l0, Schandauer Straße 22. Kr-eaebriefe aefallener deutscher Inden, herausgeqeben vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Vortruvp-Verlag. Berlin 1035. Das würdig ausoeltattete und mit einer Zeichnung von Max Liebermann versehene Buch ist die Krönung des Denkmals, das der Beichsbund jüdischer Frontsoldaten in seinem Gefollenen-Gedenkbuch den jüdischen Goten des Weltkrieges und damit der vaterländischen Haltung der jüdischen Gesamtheit in Deutschland gesetzt Kat. Angesichts der für die deutschen Juden schicksalhaften Wendung des Jahres 1933 erheben die Gefallenen noch einmal ihre Stimme, um Zeugnis abzuleaen, daß auch deutsche Soldaten aus jüdischem Stamm ihr Leben für die Heimat ließen. Über die Gegenwart hinaus weisen die Kriegsbriefe getreu dem Vermächtnis der Toten den überlebenden Kameraden Richtung und Ziel: fie gehen als Juden ihren deutschen weg. Vr. 3. Gerson Stem „Weg ohne Ende", Voman llrnlang 475 Seiten, Preis Kart. RM 5,50, Leinen RM 6,80. Erich Reiß-Verlag, Berlin. wer das jüdische Schicksal von heute begreifen will, der muß wißen, wie es geworden ist. wer das Judentum in der tiefften Krise seiner Emanzivation verstehen will, der muß wißen, wie es vor der Emanzipation lebte. Der jüdische Roman »weg ohne Ende" gibt ein Bild davon, wie uuiere Vorfahren in Mitteleuropa kämpften, wie unsere Mütter halfen und litten. Gerson Stern hat den ersten und eigentlichen großen bistorischen Roman dieses Judentums geschaffen. Ein Scherzo in einer Kleinstadt, ein Alleoro im Frankfurter Ghetto, die ersten bezaubernden Phasen eines Liebesidvlls: so beginnt die große symphonisch gestaltete Handlung: die Vertreibung der fast 20000 Prager Süden von 1745 mit ihren atemraubenden Einzelheiten bildet die Apotheose von wabrbaft hymnischer Größe. * Ja, dieser Roman hat etwas Großartiges! Unmöglich, seinen Inhalt wiederzuqeben. seine versonen auch nur aufzuzählen: von den lernenden 'Frankfurter weisen bis zum praaer Sudenprimas, von der reizenden, feinen Zartel bis zur stolzen, schönen hende.l, vom aepeiniatem Nachum, der den Auswanderern die Fahne' des verschollenen Messtaspropbeten vorantrüqt, bis zum sungen Perez, bei deßen Gesang stch die Enael auf seinen Tönen zur Erde niederlaßen, von dem milden Rabbi Elieler bis z»m kühnen Israel Spira find hier Juden, Menschen aller Art und jeder Richtung jener Zeit im Strudel der Ereigniße gerißen. Man lieft dies umfangreiche Werk, das hinreißend wie ein Roman und zugleich historisch mustergültig wie kaum ein Roman sonst ist, in einem 3iiq zu Ende; denn es ist ein Buch, deßen Handlung zwar vor zweihundert Jahren spielt, deßen Probleme aber auch noch unsere Lebensfragen widerloiegeln, ein Hohelied innersten Judentums. Gerson Stern, dem bisher unbekannten Verfaßer, ist ein großer Wurf gelungen. Fast 500 Seiten Hochspannung — und doch kein gewöhnliches Buch, sondern der jüdische Roman, den man mit dem Herzen liest. U. T. — Cleopatra Die U.T.-Lichtspiele eröffneten mit dem schon seit langem mit großer Spannung erwarteten Großfilm .Cleopatra* die Spielzeit 1935. Das gewaltigste Schauspiel der Welt, Cleopatra, ist mit dem Kostenaufwand von 10 Millionen in deutscher Sprache von der Paramount gedreht worden. Unter der Regie von Cecil B. de Mille, sehen wir in einem Ausmaß, wie es bisher nicht geboten werden konnte, eine Fülle faszinierender Geschehnisse aus der Pracht der'Antike, Cleopatras Hof in Alexandrien, den Zusammenprall zweier Welten, die größte Seeschlacht des Altertums, lebensechte und erschütternde Begebenheiten einer der interessantesten Epochen der Weltgeschichte. Die Hauptrolle wird von Claudette Colbert dargestellt. JJIIIIHIIIIItllll IIIlllllllllII111111111111111111111111111111111111111111(1111111111111111111111111111111111111111111)1111 | . . . UND FÜR IHREN BRIDGE j KREUTZKAMM-GEBÄCK -

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