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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-12-01 · 12b (Ende Dezember 1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
12b (Ende Dezember 1934)
Date
1934-12-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 12b ®»meinbcblatt der Israelitischen ReltgionSgemeind« Dresden Seit« 7 > d ,3urü<f ins Gebirge" zur inneren Sammlung, und der Situation der Juden Ehanukkah -1934. Oie Hatikwa beschloß die Kundgebung, die wohl die Gelungenste und Eindrucksvollste war, die wir in Dresden miterlebt haben. „Erwerbstätige und alleinstehende Damen" Als Eröffnung der Abende fand am Donnerstag, den 2y. November -1934 in den Räumen der Fraternitas-Loge eine Veranstaltung von künstlerischen Gesangsvorträgen statt, die von Frau Dr. Resi Elb-Weltlinger begleitet von Herrn- Or. Arthur Ehitz dargeboten wurden. Oer große dankbare Beifall der zahlreich erschienenen Damen wurde dann noch durch Worte der Vorsitzenden der Schwestern- Loge, Frau Bettina Ebstein, unterstrichen. Herr Rabbiner Or. Wolf hatte der neuen Einrichtung, die - wie man schon am -1. Abend sah, - einem wirklichen Äedürfnis entsprang, gute Wünsche überbracht. Auch der 2. Abend bewegte sich auf derselben Höhe. Oie rezitatorischen Vorträge fesselten die zahlreichen Anwesenden ungemein. Im ersten Teil gab die symbolische Erzählung von Manfred Kybet: „Oer Gchwäneteich", sowie die Episode aus dem Reisebuch von Katz: „Das Lächeln des Matreya" Anlaß zu tiefem Nachdenken» im zweiten Teil des Abends wußte Frau Elli Lesser mit entzückenden kleinen Gedichten, die aber immer innerhalb des echt künstlerischen Rahmens waren, helle Heiterkeit hervorzurufen. Frau Dr. Stein gab der Anerkennung und dem Dank für die wertvollen und formvollendeten Gaben Ausdruck. - Man blieb noch lange in angeregter Unterhaltung beisammen. Ä gungen vollwertig zu ersetzen. Namhafte Gelehrte haben unter Berücksichtigung der heutigen Stander der Wissenschaft der Judentums eine vibelübersetzung geschaffen, die durch eng an da, hebräisch« angelehnten Satzbau dar Deftige der Urschrift stets klar und genau nachzeichnet. Der Schlichtheit der Übertragung entspricht auch dar handliche Taschenformat der Sucher, dar dem innerhalb der deutschen Judentum, immer reger werdenüen Interesse aufr glücklichste entspricht. vie Herausgabe der heiligen Schrift wird sicher dazu beitragen, den Nbonnentenkreir der Jüdischen Suchvereinigung wesentlich zu erweitern. — Sei etwaiger Neuauslage würde er sich empfehlen, die einzelnen Wochenabschnitteals solche kenntlich zu machen, vr. I. Die Geschichten der Bibel. Erzählt von Joachim Prinz. Erich Seißverlag, Berlin w 15. Vie (beschichten der Sibel, die Joachim Prinz für di« jüdisch« Jugend neu erzählt hat, sind dar schönste Geschenk für ein jüdisches Sind. Man gebe st« Kindern zwischen 10 und 14 Jahren in die Hand» und man wird sehen, dah sie diese Geschichten der Sibel mit höchster kindlicher Spannung und Freude lesen, ver Zweck: „unsere Jugend dem biblischen Stoff wiederzugewinnen", ist durch diese; Sibelbuch für Kinder sicher zu erreichen. Prinz weiß, wie Jugend zu fesseln ist: mit knapper, temperamentvoller Darstellung dieser an dramatischer Bewegtheit so reichen Erzählungen. Sehr übersichtlich ist die Einteilung in sieben größere, in sich gechloffen« Nbschnitte, z. S. die Geschichten der drei Urväter, die Gechichten von Josef, die Geschichten von Mose usw. dir zu den Geschichten der Könige, die mit der Schilderung von Salomon, prunkvollem Tempelbau und seinem Tode schließen. Ich glaube, nicht nur Kindern gibt die Sammlung biblischer Geschichten eine gute Vorstellung vom Keichtum der Sibel, sondern Prinz, dieser geborene Erzieher weiß sehr gut, daß «ine so leicht zu erlangende Kenntnis der biblischen Geschichten auch unseren Erwachsenen not tut. Unterstrichen wird die Bildhaftigkeit seiner Nacherzählungen durch ausgezeichnet« kleine Federzeichnungen von Heinz wallenberg und die apschauliche Palästinakarte. M. G. „Idee und Arbeit im deutschen Judentum" Or. Alfred Hirschberg sprach in einer öffentlichen Versammlung, veranstaltet von der (£. V.-Ortsgruppe im Saale der „Harmonie" über das tagfällige Thema „Idee und Arbeit im deutschen Judentum" in fast zweistündigem, tteffchürfendem Vortrag. Er wußte den schweren und mit Verantwortung geladenen Stoff in einer so belebten und anschaulichen Form zu bieten, daß man der zwangsläufigen Logik seiner einheitlich aufgebauten Ausführungen mit stärkster Anteilnahme folgte. Or. Hirschberg ging von den Grundtatsache« aus, daß das Judentum erhaltenswert sei und daß sich das Schicksal der deutschen Juden ln Oeuffchland zu vollenden habe aus Wille und Verpflichtung, aber auch aus dem äußeren Grunde der sehr begrenzten Aufnahmefähigkeit anderer Länder, sogar Palästinas. Schließlich forderte Or. Hirschberg zu stärkster Pflichterfüllung und Opfer im L. V. auf, was die Jugend von uns fordem dürfe. Eine allgemeine Senkung des Standards auf ein Niveau, wo wir eine gewiffe Sicherheit fühlen, in Ehre und Anstand unser Leben führen zu können, sei notwendig. Oie innere Autorität der Reichsvertretung der deutschen Juden solle eine verbindlich« Wirkung bet gewissen Entscheidungen haben. Ein Jeder hübe jetzt ein« Bewährungsfrist durchzumachen ■, der Kraft unserer Ideen sollen wir Glauben schenken, Glauben an unsere Zukunft und eine inbrünstige Hoffnung darauf. Oer starke Beifall wurde von lebhaften Oankesworten des Ortsgruppen-Dorsihenben Rudolf Apt unterstrichen, der bei Eröffnung des Abends auch einen warmen Nachruf auf Rabb. Or. Golbmann (Leipzig) hielt. E. B. i HcuccsclteüuutQtH i 'iiiiiiuiiiiiiiiiiiiiHiiMiniimiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiritmiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiT Dt« Heilige Schrift. Neu in» veutsche übertragen. Erster Sand. Tora-Fünsbuch. Sonderausgabe, hergestellt für die Jüdische Vuchvereinigung. Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1924. vie nach langjähriger Vorarbeit neu inr veutsche übertragene heilige Schrift will di« hebräische Bibel nicht verdrängen, sondern an ihren Inhalt, ihren Sinn und ihr« Schönheit heranführen. Vie einzelnen Mitarbeiter diese» etwa 150 Jahr« nach der Mendelrsohnschen Pentabuch-Übersetzung erscheinenden Werker waren bestrebt, in Schul« und hau» di« verasteten jüdischen wie di« von christlichen Geist erfüllten Ubertra- Krentzkamm und der Striezelmarkt Die Konditorei Kreutzkamm am Altmarkt hat sich in diesem iahre für die Festzeit In ein anderes Kleid gehüllt. Nach der 'orlage alter Dresdner Urkunden und Bilder ist dort eine kleine Budenstadt entstanden, die die Tradition des Striezelmarktes auf dem Altmarkt, der Jahrhunderte lang dort seine Buden aufgcschlagen hatte, wieder in Erinnerung bringt. Im Verein mit Kunstmaler C. v. Mitschke-Collande ist hier eine kleine Sehenswürdigkeit geschaffen worden und mit handgemalten Stoffen und Markisen, mit .bunten Lebkuchen und Herzen erfreut diese kleine künstlerische Ausstellung Jung und Alt. Mit der gleichen Sorgfalt sind auch die zum Verkauf gelangenden Waren ausgesucht. Man findet dort Spitzenerzeugnisse aus allen Teilen Deutschlands, aus dem Schwarzwald, aus Nürnberg, aus Bayern und so kann man wirklich sagen, daß der Einkauf für den, der etwas -ganz Besonderes und Hübsches sucht, dort Freude macht. , , Bankhaus SebrNrnholv VresdenVrrlt« Gegründet J»M Dresdner 3auptg»f<Wft: waistndausstraft« 10-23 Serliner £nu«: Serlln w P vebrenstrafte 62-63 floftrnlolt Jtoatung In alleirLypolhekrn n. Unsere Broschüre: „Oie Dienste unsere» Hauses" ober auch vergrößerte Einzeldrucke der darin enthaltenen Karte „Wichtige Standort« sächsischer Industrien" stehen Intereffenten kostenlos zur Verfügung.

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