Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 3a (Mitte März 1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Gemeindeblatt der Israelitische» Religion-gemeinde DreLden Nr. 3» Bondesfeier des Zeire-Misrachi fl 3m großen Bolkswohlsaale, der von über 700 Personen dicht gefüllt war, veranstaltete die 3ugend de« Misrachi ihre IV. Bundesfeier. Eingeleitet wurde sie durch eine Ansprache von Herrn Königshöfer, dem neuen Leiter der Talmud-tora-Schule; er verschmotz das Gedenken an die toten Helden wie es Deutschland an diesem Tage feiere - mit einer Ehrung der Männer, die mit ihrem Leben für den Aufbau Palästinas einsianden. Dann sang der Brith Hanoar>Ehor unter der eindringlichen Leitung von Kantor Halmos zwei weltliche Gesänge von Ben Llry: Das Fragelied Ho-ad-matai? und eine Vertonung der Bialifschen Dichtung „L'esrath haam!" Der freudige ISO. Psalm von dem jugendlichen Ehor mit Begeisterung gesungen, erweckte einen stürmischen Beifall. Es folgte ein Märchenspiel »Der blaue Prinz* trtm Dr. Ernst Mechner, dessen zionistische Tendenz fn kindertümlicher Weise gut herausgearbeitet war. Die Regie führte lebendig 3osef Naß; die Tänze hatte Frieda Naß einstudiert und die Begleitmusik war von Kurt Zwecher entworfen, der auch die Instrumentalgruppe dirigierte. Im zweiten Teil wurde mit großem Erfolg ein Theaterstück aufgeführt, um dessen Einstudierung 'Karl Weiner und Betty Löwenkopf sich sehr verdient gemacht haben. Eine kleine Ausstellung von Handarbeiten (Stickereien und Holzbemalungen) der Brith-Honoar-Gruppe fand rege Beachtung. Dr. Schornstein hatte in einer Ansprache namens -der Dresdner Zionist. Ortsgruppe freudig die Zusammenarbeit von älterer und jugendlicher Generation an diesem wohlgelungenen Abend begrüßt. E.B. Jüdischer Iugendbund Um jungen jüdischen Menschen Gelegenheit zu geben, einen Seder- Abend zu erleben, veranstalten wir am 31. März abends */2 io Uhr im Epeisehaus Hermann, Ehrisiianstraße 32 einen religiösen Eeder, an dem auch Nichtmitglieder nach vorheriger Anmeldung bis zum 26. März teilnehmen können. Voranzeige: Mitte April veranstalten wir eine größere Kundgebüng, in welcher unser Bundesführer und Mitglied des Neichsausschuffes der jüdischen Jugend» Ärztliche Milteilunyen Jüdische Aerzte und Mittelstandskassen! (J. K.) In der jüdischen Bevölkerung ist stellenweise Beunruhigung entstanden, weil eine MittelMandskasse die zukünftige Vergüten* auf Itechnnngea gewisser jüdischer Aerzte (Nlchtfrontkiapfer) durch Aushang und Briefe abgelehnt hat. Inzwischen haben, die betreffenden Kassen selbst diese Handhabung korrigiert und authentisch mitgeteilt, daß die jüdischen Kranken in jedem Falle jeden Arzt ihres Vertrauens aufsuchen. dürfen. Es werden, ihnen auch in Zukunft anstandslos die zustehenden Sätze auf die Rechnungen aller jüdischen Aerzte — unabhängig von deren Kriegsteilnahme — gezahlt Etwaige widersprechende Bescheide haben damit ihre Gültigkeit verloren. Ab 27. März befindet sich meine Praxis Lüttichaustraße 26, Ecke Mosczinskistraße Dr. B. Rogenbaam Facharzt für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe Spreche, v 11-1,4-6 / Ruf: 20112 / Privatklinik: Schnorrstraße 82 Verzogen nach Reichsstraße 15 Neuer Fernsprechanschluß: 41104 Dr. med. Sacki Praktiziere ab 1 April Georgplatz 13, 1. Fernsprecher: 16086, außerhalb ü.Sprechstunde 54907 Sprechstund.: 10-12i/ju </»4-6 , Sonnabends: 11-1 Uhr Zahnarzt Dr. R. Rosenbaum verbände Dr. Paul Eppstein, Berlin, sprechen wird. Näheres hierüber wird noch bekannt gegeben. Jteichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Dresden Der Nisch, Neichsverband israelitischer Schwerhöriger e. D., bezweckt die Zusammenfassung aller in Deutschland lebenden israelittschen Schwerhörigen zwecks Förderung ihrer geistigen, gesundheitlichen und wirtfihaftlichen Belange. Er ist eine Selbsthilfeorganisation auf gemeinnütziger Basis. Da hier in Dresden eine Ortsgruppe noch nicht besieht, Hat der Nisch die Ortsgruppe des Neichsbund jüdischer Frontsoldaten einstweilen als seine Anschrift bezeichnet. Interessenten wenden sich daher an die Geschäftsstelle des N. I. F.: Eliasplah i, 2. (Tel. 18800 und 26948). NM 40.15 sammelten die jüdischen Angestellten des Neka imeigenen Kreis und bestimmten diesen Betrag für pessachversorgung der Armen der Israelitischen Neligionsgemeinde Dresden. /, ffufern Ctftn jm »«tratet«, tat sich Sa« OtWff Mn «..vchra»«, Ämtern 27 fr NfnM. Notiz! am 11. 2Mr) fand in 3c1ln Mt ditchührlge Generalverfammtung dk« gemeinnützige» Verein« AamllteasMutz statt, ßtr Sehhüftabrrlcht legte Zeugni« ab. daß der Verein trotz großer «"chwierigletten auch tra 3ahre 1»33 eine sehr günstige Sntwilftiing genommen ha«, ^etn« der Hinterbliebenen- und Zamllien-Verfoegung Menenden Hinrichtungen find In weitesten Nreisen der deutschen Zudenheit poxulüe. ver Verein umfaßte Sn de 1933 rund 12 000 Mitglieder. Cfr tonnte auch in diesem 3ahre namhafte Betrüge für die füMsche Doblfabrtspsteg« zue Verfügung stellen. r>er vom V«rst-nd und Verwaltung«rat norgrtegte «efchüftsbaristil und weitere Ant-Üge wurden von der Generalversammlung genehmigt. Klavierunterricht Grete Anschel-Hofstein Anton-Graffstraße 17 o Telephon 64428 Vervielfältigungen ■ II Eisenhardt’s Schreib-Büro Bürgerwiese 12 / Ruf 29275 ' Bitte nicht zu vergessen 1 .Wurstwaren und Delikatessen in jeder Beziehung preiswert und fein kauft man bei HENRY FISCHER ein Webergasse 33 Gegr. 1902 Streifsatin und Damast für Händler und Hausierer direkt vom Selbstausrüster zu reinen Fabrikpreisen. Die Einkaufsquelle, die sie schon lange suchen. Besichtigung ohne Kaufzwang. E. Werthamer, Hauptstraße 38 " * Tel. 54175 Baumwollwaren-Ausrüstung