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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-03-01 · 3 (3.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
3 (3.1934)
Date
1934-03-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nt. 3 Gemeind e.blatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden werden, wenn sich nicht wohltätige Gemeindemitglieder finden, die für diesen religiös jüdischen Zweck ein besonderes Opfer bringen. Ln diesem Lahre, wo die Rot noch mehr tzestiegen ist und Anforderungen in einem noch nie geahnten Umfange an uns gestellt werden, wenden wir uns wiederum an unsere Gemeindemitglieder mit der dn'ngenden Bitte, uns für diese» Zweck eine Sdndergabe zu überweisen. Wir hoffen, daß sich keiner ausschließen werde und .danken^ schon im voraus herzlich für jede Gabe. r—^ „Oer eine wenig, der andere mehr." Oer fromme Zweck Muß in jedem jüdischen Herzen Sebewilligkeit wecken. Vorstand u. Rabbinai der Israelitischen 1ieligjonsge.meinde. Samuel Weiger. Mar Leffer. Egon Feuerstein. Erich Schapira. Hermann Schocken. / Rabb. Prof. Or. Winter. * Rabb. 0r. Wolf. Anmeldungen zue peffachverteilung werden in der Wohlfahrtsstelle der Israelitischen Religionsgemcinde zu Dresden von 9-12 Uhr bis spätestens 15. Mär; 1934 entgegengenommen. Die Verteilung erfolgt nach Prüfung der Bedürftigkeit. Jüdisches Altersheim Eine Dame der Dresdner Gemeinde beabsichtigt, ein jüdisches Mersheim zu errichten. Monatlicher Pensionspreis von RM 75. - an. Zuschriften erbeten an. die Wohlfahrissielle der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden, Zeughausstraße 3,1. Telephonische Anfragen unter 17449. Dank h-a u S Gcbr.Hrnfjolö OresSen Berlin 8^ Gegründet l SS4 Dresdner ^auprges-täfk: waisenbaueiN-.-fie IS-22 t»** Berlin YT* <2 IVSrrm'h'i'ttfe Kostenlose Beratung in allen Hnpotbeten u. ^nmdksück-angclegeybeiien Ärztliche ft teil unsren Jüdische Aerzte und Mittelstandskassen! (J. K.)’In der jüdischen Bevölkerung ist stellenweise Beunruhigung entstanden, weii eine MifteUtandskasse die zukünftige Vergütung auf Rechnungen gewisser jüdischer Aerzte (Nichtfrontkämpfer) durch Ausbang und Briefe abgelehnt hat. Inzwischen haben die betreffenden Kassen selbst diese Handhabung korrigiert und authentisch mitgeteilt, daß die jüdischen Kranken in jedem Falle jeden Arzt ihres Vertrauens aufsuchen dürfen. Es werden ihnen auch in Zukunft anstandslos die zustehenden Sätze auf die Rechnungen aller jüdischen Aerstfe — unabhängig von deren Kriegsteilnahme — gezahlt. Etwaige widersprechende Bescheide habendamit Ihre Gültigkeit verloren. . Ich habe mich als prakt Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer niedergelassen.'’ Dr. med. Jul.Grawi Prager Str. 49,1. (am Hauptbahnh.) Fernsprecher Nr. 1S4SS Sprechstunde: 11—12 u. 3— 5 Uhr Privat and Privatkassen Ich habe meine Praxis verlebt von Frei’al nach Dresden,Wettiner Str. 2 Dr. med. Schapiro Perniprecher Nr. 28133 Sprechstunde: 8—10 u. 3—5 Uhr Zu allen Kamen zagelatten Personalien BarmizwoHs: In der Synagoge, ZeugHausstraße lb. 3. März 1934: Gert'Stefan Feingold, Sohn des verstorbenen Herrn Heinrich Feingold und der Frau Annie Landsberger venu. Feingold geb. Winter, Reichcnbachstraße 39. 24. März 1934: Hans Eohn, Sohn des Herrn Georg Eohn, Hübnersir. 18. 24. März: Otto Schmidt, Sohn der Frau Marie Schmidt geb. Finkclstein, Zirkusstraße 12. Im Gemeindegottesdienst nach alten Vitus Ad'aß Ieschurun, Morihstr. lb 17. März: 1934: Jakob Sauerberg, Sohn des Herrn Josef Sauerberg, poliersiraße 18- 24. März 1934: Berthold Ma?Fliegelmann,Sohn des Herrn Bemhard Fliegelmann- Rümberger Straße 26. 7. April 1934: Samuel Rosenkranz, Sohn des Herrn Leon Rosenkranz, Pirnaische Äraße 23.! Trauung: 20. Februar 1934: Fräulein Erika Ruth Schindel, Bayreuther Straße 30, mit dem Kaufmann Herrn Fritz Sally Frankenborg, Bautzen, Mättigstraße 22. Slerbefälle: 6. Februar 1934: Herr Markus Klein, privatus, Zöllnerstr. 28. 6. Februay 1934: Fräulein Rosa Oesterreicher, Mathildenstr. 29. 8. Februar 1934: Frau Rochel Beila Jülich geb. Ginowker, Teffchener Straße 20. . 10. Februar 1934: Herr Alfons Weißmann, Reißigerstraße ll. 14. Februar 1934: Herr Adolf Herzka, Fabrikant, Gabelsberger Straße 15. 21. Febmar 1934: Herr Gerson Bernstein, Angestellter, Rietschelstrußc 25. I Es feiern am: 1. März'1934: Frau Fanny Meder, Rietschelstraße.17, 75. Geburtstag. 5. März 1934: Herr Eduard Steinert, Grünesiraße 4, 75. Geburtstag. 9. März 1934: Herr Dircftor Mar Stern, Fürstenstraße 6, 65. Geburtstag. 19. März 1934: Herr Jacob Kamai, Iagdweg 16,3., 80. Geburtstag.' - Am 17. Februar feierte das Ehepaar Lewin Rubin, Stephaniensiraße 19, das Fest der goldenen Hochzeit. Vach dem Einheben der Thora hielt Herr Rabbiner Prof. Or. Winter eine herzlich gehaltene Ansprache an das Jubelpaar, das aus dxm Almemor Platz genommen hatte und segnete es mft dem priesterfegen. - Sologesang und ein Mi scheberach umrahmten die Feier. Eines unserer ältesten Gemeindemitglieder Herr Israel Samulon starb am 12. Januar im Alter von 87 Jahren.' Oer Verstorbene hatte sich stets mit großem Eifer für die wohltätigen Einrichtungen unserer Gemeinde insbesondere für das Ferienheim eingesetzt. Unser Gemeindenn'tglied Herr Marcus Klein starb am 6. Februar im Alter von beinahe 80 Jahren. Er war feit dem Jahre 1891 Gemeindemitglied. Seit dem Jahre 1917 gehörte er dem Vorstände der Israelitischen Beerdigungs-Brüderschaft an. Solange sein körperlicher Zustand es erlaubte, war er bei allen Beerdigungen zugegen. Frommer Sinn war ihm eigen und hat ihm die Erfüllung dieser Mizwoh zur besonderen Ehrenpflicht gemacht. 9

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