Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 1 (1.1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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1 1 Nr» 1 * Gemeindeblatt der Israelitisch . Amtliche Bekanntmachungen ' I Gemeindeamt,' Zeughausstraße 3, Telephon 14051 und 17887, geöjfnet für den allgemeinen Berkehr: Werktäglich von 8 bis 1 Uhr. Sprechzeit des Syndikus und Leiter des Büros, Dr. Manfred Saalhe.imer, von 11 bis 1 Uhr. Gcschäftsführendcr Borstchcr Herr Mar L c s s e r. Sprechzeiten der Herren Rabbiner. Die Herren Rabbiner sind in sämtlichen seclsprgcrischcn, besonders auch Pcrsbnlich-revgiöscn Angelegenheiten wochcntäglich zu folgenden Zeiten zu sprechen: Rabbiner Professor Dr. Winter, Vlochmannstraßs 14, 1., Televhon 20 855, von 11 bis 1 Uhr, Rabbiner Dr. W o l f. Zeuqhausstraße 1. 3., Telephon. 14 051 und 17 887, von 10 bis 11 llhr. , . . Der Gcmeindedajan, .Herr Rabbiner H o r o w i h, Große Zwingerstraße,12, ist täglich von 9 bis 12 Uhr zu sprechen. . An jedem Sonntag, von 11 bis 1 Uhr, ist ein BorstaNdsmitglicd in Gcmcindcangelegenhciten.im Gemeindeamt persönlich zu sprechen. ' ' Woblfahrtsftelle: Sprechstunden Montags, Mittwochs und Frcitaas von 9 bis 1014 Nbr. Ausgabe ln der Kleiderkammcr ist nur noch jeden! 2. und 4. Donnerstag jeden Monats.! B e r a t u n a s st e l l c f ü r B e r u f s u m s ch i ch t u n g : Dienstags 5410 bis >1 Uhr. Bibliothek sZeuqhausstrahe 31 geöffnet: Sonntags, vormittags bis 1254 Uhr. mit Ausnahme der Schulferien; außerdem Mittwochs, von 19 bis 20 Uhr. j Jlachmittagsgoiieüdienfi am 21. Januar 19Z4 ' Mit Rücksicht aus den Gemeindevottrag Julius Bab beginnt der Rackmittagsgottesdlenst am 21. Januar 1934 bereits um f*5 ühr. Oer. findet ausnahmsweise nicht in der Meinen Svnaqoge sondern im Unterrtchtsraum Zeughausstraße 3, Erdgeschoß statt. Dresden, 14. Januar 1934. Der Vorstand der Israelischen Reliatonsgemeinde zu Dresden. Max Tester. Kurse in Oberrochwih Oie Wirtschaftshilfe der Israelitischen Reli'gionsgemeinde Dresden will in einem Teil des Ferienheims Oberrochwitz in zunächst kleinem Maßstabe für etwa 20 sunae Leute (1,5 junge Männer und 5 junge Mädchen) im Mindestalter von 14 und im Höchstalter von 25 Jahren eine Art Werk- und «Si'edlunqskurse einrichten. Oie Kurse sind als Vorbereitunasbezw. UmkchtchtunaSkurse zur Vorberettunq für einen praktischen Lebensberuf aedacht. Die jungen Leute sollen in erster Linke, körperlich arbeiten lernen /sie sollen en Religionsgemeinde DreSde/n Seite dabei in die Grundbegriffe handwerklicher Tätigkeit eingeführt werden, deren Kenntnis sowohl für Gtedlungszwe^e j wie für praktische Berufe erforderlich ist. Im Einzelnen sind vorgesehen gärtnerische und landwirtschaftliche Lehrkurse/Kleintierzucht, handwerklich« Ausbildung in den für praktische Berufe ersorderlimeir Kenntnissen der «Schlosserei, Tischlerei und des Baühandwerkesj Oie jungen Leute, sollen möglichst in einjährigen, Kursen soweit gebracht werden, daß sie sich z. 25. als «Siedler im In- oder im Auslande selbst helfen können, und daß sie in der Lage sind, sich äuch auf Posten als Verwalter von Häusern, Friedhöfen und dergl. zu betättgen, ohize bei jeder Gelegenheit Handwerker zu Rate ziehen zu müssen. Für junge Leute, die später einen praktischen Beruf ergreifen, wird diese Ausbildung gleichfalls unbedingt von allergrößtem Ruhen seid. Auch die jungen Mädchen sotten soweit gls möglich und soweit es für sie nützlich ist, diese Kurse mitmachen^ ste sollen weiter unter » Anleitung von dazu geeigneten Kräften lernen, einen größeren Hqushalt zu führen, und sie sollen außerdem abwechselnd als Hilfskräfte füt das vöttig getrennt verwaltete und bewirtschaftete Erholungsheim herangezogen werden. Die Akbeit soll nicht im Hinblick auf eine unbedingt notwendige Auswanderung, sondern auch für eine voraussichtlich in Deutschland mögliche handwerkliche oder landwirtschaftliche Tätigkeit geleistet werden. Das vorhandene große Haus gibt an und für sich schon alle Möglichkeiten für eine Betchigung in diesem Sinn. Es ist beabsichtigt, für die Leitung ein Ehepaar anzustellen, welches die nötigen Vorkenntm'ffe und fachmännische Ausbildung besitzt. Mehrere Herren der Dresdner Gemeinde mit Fachkenntniffen auf den einzelnen Gebieten haben sich zur Erteilung von Kursen zur Verfügung gestellt. Für Kleintierzucht und zur Ausübung Wr Gärtnerei in kleinerem Ausmaß ist Gelände vorhanden, ein Feld soll noch dazugepachtet werden. Die Unterbringung ist einwandfrei, da die vorhandenen Räume nach klei'Mi Umbauten außerordentlich geeignet sind. Oer Preis inkl. atter Rebenkosten ist für die jungen Leute auf 55. -- RM für die jungen Mädchen auf 45.- RM pro Monat festgesetzt worden. Für junge Leute, deren Eltem oder Angehörige nicht ln der Lage sind, diesen Betrag in voller Höhe aufzubn'ngen,. können nach Prüfung der Verhältnisse durch die Zentral < Wohlfahrtsstelle in Berlin evtl. Beihilfen gewährt werden. Anmeldungen oder Anstagen sind zu richten an die Jüdische Wirtschaftshilfe Dresden, Zeughausstraße 3. J L Kurse in Kurzschrift und Maschinenschreiben Manchen ist die Erlangung einer Stellung dadurch nicht möglich gewesen, daß sie die Kurzschrift und Maschinenschreiben nicht oder nicht genügend beherrschten. Deshalb soll die Möglichkeit gegeben werden, dies in verbilligten Kursen zu lernen oder sich darin zu vervollkommnen. Auch solche, hie nicht zu Erlangung einer Stellung, sondern zur eigenen Verwendung^ diese Fertigkeiten erlernen wotten, können sich beteiligen. Oie Kursgebühren richten sich nach der Zahl der"Teilnehmer. 1 Die Kurse in Kurzschrift können als Tageskurse^ (vormittags 3mal wöchentlich je 2 Stunden) oder als Abend furse"(wöchentlich 2 ober 4 Stunden), der Schreibmaschinen-llnterricht kann zu 6 Gfy . DasSpezialhausforfeineHerrenkleidung £S fertige Herren-Kleidung Maß-Schneiderei Knaben-Kleidung * Herren.-Mode-Artikei NUR KÖNI0-JOHANN-STRASSE \