Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 7 (7.1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 7 Geile 9 Gemetndeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden AuS dem Vereinsleben Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Frauenorganisationen Dresden» Der Zusammenschluß her Dresdner jüdischen Frauenvereinignngeu ist unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft der jüdijclwn Frauenorganisationen Dresdens" erfolgt. Tie Arbeitsgemeinschaft Iriilt aller vier vis sechs Wochen Sitzungen ad, an denen die Verlreierinncn der einzelnen Vereine und die Dresdner Mitglieder des Mitteldeutschen Landesberbandcs des Jüdischen Frauenbundes teilnehmend Es wird, von d:n einzelnen Vereinen das zur Sprache gebracht, was für die Allgeneinheit von Interesse ist; die Arbeitsgeineinschaft soll ferner instande sein, sobald es nötig ist, für ehrenamtliche soziale Arbcit passende Mitglieder ihrer Vereine vorznschlagen. Das Programm der einzelnen Vereine sott jeweils ausgetauschl Werden, eiuecseits um gegenseitige Anregung zu geben, andererseits um d>m Leerlauf der Veranstaltungen der einzelnen .Vereine entge; enzuarbeiten bzw, jegliche Doppel- Veranstaltung anSzuschalteir. Tic „Blätter des Jüdischen Frauenbundes" sollen bei jeder Urbeitssitznng besprochen ivcrden. Die Arbeitsgemeinschaft wird zwei größere Veranstaltungen im Jahre abhallen, einmal nachmittcilch, eininal des Abends, i» denen unter anderei» auch über die lau ende Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft der hiesigen Frauenvcreine- und über altes Wissenswerte aus der Arbeit des Jüdiscliett Fra lenbundes berichtet wird. Ter ganze Znsammcnschluß ist zuuäclst als ein Versuch auf ein Jahr zu betrachten. Die erste große'Veranstaltung ivird voranssichtl'ch int O ktober. stallfinden | K. I,. Arbeit in der Weise, wie sie die jüdische Genossenschaftsbank „Jvria", Berlin, seil einigen Jahren treibt. Eine Diskussion und Fragen an den Referenten beschlossen den intcressanlen Abend. Tie Anwesenden nahmen folgende Resolution, an: Tie am 28. Juni 1931 im Palmengarten versammelten Ge. meindemitglikdrr beauftragen den Vorstand und den Gemeinderat der Israelitischen Relrgionsgemrinde in Dresden, gemeinsam mlt dem bestehenden .Komitee schnellstens die Vorarbeiten zur Gründung einer Jüdischen Volksbank auf genossenschaftlicher Grundlage durchzuführen; insbesondere ist festzustcllen, ob und welches genossenschaftliche Kapital aus den Kreisen der Gemeindemitglieder aufgebracht würde. Sollte sich Herausstellen, dast durch;tt geringes Interesse bei der Zeichnung des Geuossenschaftskapitals die Gründung einer Genossenschaftsbank inopportun ist,, so soll der Versuch der sofortigen Gründung einer von der Gemeindeverwaltung unabhängigen Darlehnskasse gemacht werden. «SlhIitStrn linder TtL4o15t KREUTZKAMM Die feine Konditorei Dresden •Altmarktl4 Genossenschaftliche Arbeit unter den Juden - war das Thema eines Referats, das Herr Direktor Georg Karcski. Berlin, auf Einladung des Vorstandes der Israelitischen Religiönsgemcjnde im Saa^e des PalmengaNens vor einer intereiiierie» großen Teilnehmerzahl hielt. Herr Dr. Lcvy leitete | ben Abend und bemerkte einleitend, das; zu den Ausgaben der Gemeinde heute mehr denn je gehört, de» Zersetzungsprozeß des Mittelstandes auszuhalten. Darum habe man den bewährtest Vorkämpfer aus dem Gebiete der jüdischen Gcnossenschaftshilse zu einem informierenden Vortrag gebeten...! Der Referent führte ungefähr folgendes auS: Rach dem Kriege habe sich die Wirtschaftsstruktur vollständig geändert. Durch die Zusammenfassung von Mammnlunternehinungcn sei der Großhandel ansgeschaltet worden. Dadurch seien viele jüdische Existenzen, di« gerade in diesen Berufen immer ein gutes Auskommen gefunden hätten, znsammcugcbrochcn. Dieser Prozeß sei noch nicht abgeschlossen. Eine weitere Ursache der Verelendung des jüdischen Mittelstandes sei in dem WirtschaftSautisemitiSiuuS zu suchen, der sowohl selbständige Existenzen als auch Angestellte in gleichem Maße trifft. Diesen Zusammenbruch darf man nicht tat- und widerstaisdslos mit ansehcn. Es ist zu überlegen, welche Mittel und Wege cinzuschlagcn sind, den Verelendüngsprozes; aufzuhaltcn. Das sei nicht nsir Pflicht der einzelnen jüdischen Menschen, sondern eine Hauptaufgabe der Gemeinde. Als Mittel, die Not einigermaßen zu lindern, schlage er vor eine großzügige MittelständShilfe in Form genossenschaftlicher Poale-Zionistische Ortsgruppe Endlich haben sich die Dresdner" Ehawcrim auf ihre Pflicht besonnen. Am Sonnabend, dem li. Juni, wurde von .dem Einberufungskomitee der Poale Zion eine wuchtige' Wahlkundgebung veranstaltet. Als Referent sprach außergewöhnlich fesselnd der Chawer E. Schächter, Leipzig, vor über 150 Teilnehmern. Er verstand es, die Massen bis kurz vor Mitternacht stark. zu interessiere». Seine Ausführungen sind von starkem Beifall gelohnt wordeii, Nach Schluß der offiziellen Versaininlnng blieb über die Hälfte der Teilnehmer, zurück, um die Poale-Zion-Ortsgruppe zu konstituieren. ES meldeten sich sofort 35 Chawerim und wählten eilten provisorischen Vorstand, dem die^ Aufgabe zufällt, die technischen Vorbereitungen zur Organisierung der Ortsgruppe zu treffen. In den Vorstand sind gewählt: L. Löwenkopf. S. Mahler, W. Rehfisch. I. Schatz, S. Vogel, B. Hahn und I. Salkin, beide letzteren als Jugcndvertretcr. Ter provisorische Vorstand wird in nächster Zeit zusainmentrcteu, um die Arbeit zu besprechen. Seine wichtigste Aufgabe wird cs zunächst sein, die noch fernstehenden Chawerim zu erfassen und besonders die Frauen zur Mitarbeit heranznzichen. Dresdner Sportverein Bar Kochba, E. V. Mitglied des Verbandes Mitteldeutscher Ballspielvcreine und des Matkäbi-Weltverbandcs. Wir veröffentlichen nachstehend die letzte» Ergebnisse unserer Lcichtathletikabtcilnng: Punktwettkämpfe des Giues Ostsachsen: Blll-Meter-Lanf: 2. Rubinslein. Bar Köchln, vlhmpische Staffel: 2. Bar Kochba. BCD.-Sportfest der Postsportvcrrinignng Dresden 4X1li«-Mtr.-Staffel f. Jugend!.: l. Bar Kochba. 4XlW-Meter-2taffel f. Damen: I. Bar Kochba, 1. Mannschaft. 2. Bar Kochba, 2. Mannschaft. 3. Lehrcrsportverein. K fSTOltWERC^I f Kakao Schokolade I Pralinen.