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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1931-04-01 · 4 (4.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
7 (1931)
Issue
4 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Nr. 4 Seile 2 »emeindeblatt der Israelitischen ReligionSgem, inde Dre-den Zurückgehen Vcr Steuer f nif r, der Re icbse i n kom me n sr e n e r, nicht böber angcsetzr werken darf. Ausgaben: Tie siuwenlionen van nemeinnützigeii und wohltätigen Vereinen und Annalken lind weiter herabgesetzt morden. Anträge auf Bewilligung der vorjährigen Beträge verfallen der Ablehnung. Ein subveinionsgesinh de-:- Verein» Ahawas Reiim wird besonder» behandelt-, die ce^-währnng einer Subvention tvird aber auch in diese», Falle al'gelebnr, da für höhere Ausgaben als die angescvtcn keine Teckung vorhanden ist. Herr A p l setzt sich nachdrücklich für die Bereiliielluug eine» Betrage» für Abwehrzwecke — gegen de» Antisemirismils — ein. Er führt an». Lag in einer Zeit wie der Keiitiltz3i, in der die Angriffe gegen die Religion und die Gleichberechtigung der Hilden maßlos I>etriebe» werden, es die Pflicht der Religionsgeincindc fei, tick an den Ansgaben für die Abwehr zu beteiligen, La diese allen (geineindeniitglicdern -zugute läme. Es könne dein Eeinralverein deutscher Staatsbürger jüdischen (Glaubens als kein Träger der Abwehr und denen Mitgliedern nicht zngeninlek werden, die finanziellen L^pfer für die Allgenieinheit allem zu tragen, nur weil denen inncrjüdische Einircllung nicht mit der aller .greise der (gemeinde übcreinilimme. Um diese »reise vor «ewinenskonflikten zu bewahren, sei in der Berliner Zentrale im Eenträlvereiii ein besonderes »onto eingerichtet ivorden, imd die Ueberweijuugen auf dieses »oulo bieten die (gewähr dafür, dag die Betrage ausschließlich für reine Abwchrzwcckc, also zur Abwehr der Angriffe gegen unsere Religio», gegen den Talmud, gegen die Besch, icidung unserer Rechte" durch ein scbächtvcrbot. veriveuhet iverde». Nachdem der Vorsitzende, Herr Rechtsanwalt s a I i » g c r, erklärt Halle, daß infolge der schwierigen Finanzlage der Antrag A p l >u seinem Bedauern von Len übrigen liberalen Mitgliedern nicht geicklosien unterstützt werden köniie, zog ihn Herr A p t mit dem Bemerken zurück, daß er sich ausdrücklich vorl>cbalte, ihn im Laufe des Elatsjahres zur gegebenen Zeit wieder zu stellen. Herr Tr. L e'v y weiik auf die nach Ansicht seiner Freunde bestehende Verpflichtung jcLer (gcmeindo, den »cren Hajcnod zu iiiileriiübcn, bin »nd behält sich entsprechenden Antrag für später vor. Tie im .Hanshaltplan bei jeder Abteilung als erster Posten ikebeuden IR-Kälter werden nach den Ansätzen insgesamt bewilligt. Hiernach wird der HeuShaltplan in Einnahme und Ausgabe gleichlautend zur summe von i»SO 6CK^ M. festgesetzt. Tas (Äem ündejteuerfoll wird ans 208 OOI) M. festizesrellt. »oUegium verzichiet auf Anfrage des Vorsitzenden auf eine Einzelberatung der Gehälter der Beamten und Angestellten und überläßt die geplante Regelung v«> Einzclfüllen dom Vorstand. Herr Vorsteher Tb. Levy stellt für die nächste Etatsberatung Einträge der Jüdischei Volkspartei auf durchgreifende Aenderungen in der EicmeinLevcrwlrltung in Aufsicht. »ollegiuni spricht > inslinimig die Entlastung des Vorstandes für die Eteschäfls- und »c sscnführung lies Jahres 1030 au». Zu 3. Vorstand und Finanzansichuß beantragen, die Genie indesteiler für das .Kalenderjahr 10311 auf 13>4 Prozent der Reichscinkommeniteuer 193< feßzusetzen.; Vorstand und Finanzausschuß beantragen iveilcr, vorsorglich folgoiHeS zu beschließen: Wenn die Ergebnisse der Reich: cinkommensteiihrveranlagung 1030 vorliegcn und e» stellt sich hcrc ns, daß Ui'/i Prozent nicht ausreichen, um den im .Haushallplan als (Gemeindesteuer angegebenen Betrag von 2t>8 000 M. aufzubrir gen, jo soll ein gleichmäßiger prozentualer Zuschlag zur Gemein »esteuer in einer Hohe eingehoben werden, daß der Betrag von 2 >8 000 M. erreicht wird. Ergibt sich aber ein Ucbcrschuß bei der B:rechnung nach YA'/t Prozent der Reichseinkolninensteuer, so soll dieser llebcrschutz zur Tilgung der bei Geincindciniigliedcrn auj genommenen Tarlehen verwendet werden. Vorstand und Finlinzausschnß beantragen endlich, bis zur endgültigen Festsetzung der Elemcindestcuer Vorauszahlungen zu er' hel>en, deren Höhe uni> Termine zu bestimmen dem Vorstand ül>erlasseu werden soll. »ollegium genchmizl diese Anträge. Zu 4. Tic Gelluugsdaucr der > slcuerordnung vom 28. September 1!)22, die - durc i Verordnung des Ministeriums für Volksbildung vom 12. April 1030 k: 70 ^teu. weiter bis zum 31. März 1031 für gültig erklä r worden ift^ wird auf ein weiteres Jahr, also bis zum 31. Mä:z 1032, verlängert. _ Eine geheime sitzimg findet nicht statt. Schluß 12 Uhr. Bilderausstellung jüdischer Künstler Ansaug Mär; fand in den Räumen der Fraternitasloge, Moritzitraße, aus Anregung der Großloge eine Wanderausstellung von Werken jüdischer .Künstler statt. Zu der festlich begangenen Eröffnung wurden alle Vorstände und die interessierten Sirene eingeladeu. In seiner Eröfsnungsrede fiihrte der Präsident der Fraternitasloge aus. daß die Ausstellung das Stunstinteresse heben und atich den in schwerer wirtsctiastlicher Notlage besindlichen jüdischen stüustlern Austräge zufiibreu solle. Im Anschluß daran sand eine Führung durch Herrn Gimvel statt, der die Bilder, Plastiken, Graphiken und Zeichnungen in trefflicher Weise erläliterte. Tie Ausstellung war längere Zeit hindurch geöffnet und sand von allen seiten regen Zuspruch. Ter Zweck solcher Peranstaltungen iit der, jüdischen Miimtlerii, die Hervorragendes leisten, in den Streifen der interessierten Glaubensgenossen Austraggeber z» schassen. Wir möchten nachs bemerkenslverter, in Tie Bilder von Maler, der jedes D adelt. Tie tiefe spricht, machen sie vierten ,Heims. Gimpel in zeigte eindrucksvolle regten. Er dürfte und es ist zu hoffen tätigen kann. Von Brock sak Palästina, die sehr g Hoffentlich erfüllt Slauf guter Bilder anzuregen. stehend auf die Bilder dreier besonders Tresden ansässiger Stünstler Hinweisen, ima passen in jedes Haus; er ist ein otiv mit Feintonigkeit und Telikatesse Menschlichkeit, die aus seinen Werken „um geeigneten Schmuck auch des kulticuch einer norddeutsch-bodenständigen Art Bilder, die ebenfalls Aufsehen er» ein ideenreicher Reklamemaler sein, daß er sich auch auf diesem Gebiet beman farbenfrohe Landschaften aus it gefielen. die Ausstellung ihren Zweck, zum ind anderer Werke jüdischer Stünstler Ihr neuer $Utzu& soll ein Eget*Standard sein. Denn unsere Standard, ganz besondere Verarbeitung und sind aus besonders Stoffen angefertigt. Sie müßten sich einmal solch ein oder besser noch anziehen. Das überzeugt auch Sie Anzüge haben eine dafür hergestellten?n Anzug ansehen s ifort und macht Sie zum begeisterten Anhänger der 0fftefl egerIsöwi nur Johannstraße

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