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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1930-06-01 · 6 (6.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
6 (1930)
Issue
6 (6.1930)
Date
1930-06-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 Nr. 6 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden GrfiBtes Lager Deutschlands in jüdischen und hebräischen Platten nur im MtusUehnus Marschallstraße 31b Prager Straße 17 Kesselsdorfer Str.25 farnsprachar 37247 Tresdner Sportverein „Bar Kochba", t9. V„ Tresdeu Vim 's. und am!>. Juni d. J. führen wir die Austragung des ■ Adols-Asci>beim"-Fußl^ill-Pokal.Turniers auf uuscrm Sportplatz i»i nragehege unter Teilnahme von „Bar Kochba-Hakoah", Berlin, Mir .'«vchbaZ .öamburfl, und „Bar toocbba", Leipzig, durcti. Zu Ehren unserer auswärtigen totste veranstalten wir am Juni Nein, abends > Uhr, einen Festball im .(turhaus Weißer pirsch. Zu atzen Veranitaliuiigen sind sämtliche (GemeindeMitglieder Herz» :ulsii «ungeladen.?lm ("roizilaffellauf „Rund lim den Großen ('Wirten" beteiligten .inr uns mit sechs Mannschaften gleich 64 Läufern. Jn der zweiten Z.iu.'titaifel konnten wir einen ehrenvollen zweiten Play hinter Uthlenk-Bereinigung Olnmpia vor Poilspork-Peroiniguug und L eh i e r s po r l - V e re i n i g u ng e rri nge n. Unsere A l le-He r re u -R«ege übt von jcyt an auch im freien, mid ■,'.wt auf der Jlgen-Kanivibahn, jeden Tonncrslag, von ~'A Uhr b:s!) Uhr'. Jüdischer Jugendring Tresden Tie erike öffentliche .'iiiiidgebung des nengeblldetcii Jüdischen Jugendrings fand am Sonnabend,-dem 17. Mai, unter reger Be», ieil,gütig der ('iemeindemitglieder statt. '.(«'ach einleitenden Worten von Paul Lcvic», der die Oiründe schilderte, die zur-Bildung des Jugcndrings und zur Ver«instaltung des Abends führten, nahm Tr. Ludwig Tiey, Berlin,-Borsiyender des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbändc,' das Wort zu seinem Referat: „TaS :>iecht der'Jugend an der ('>cmeinde."- Ausgehcnd von der gegenwärtigen Lage des jüdischen Jugendlichen in Teulschland, betonte er die Notwendigkeit^ die in den Jugendgruppen Organisierten als künftige Träger der (-Gemeinde zur verantwortlichen Mitarbeit heranzuziehen. An Beispielen wurde gezeigt, was in dieser Hinsicht an anderen Orten, hauptsächlich unter Einfluß des Reichsausschusses, schon geleistet wird. Ter Nichtorganisierten Jugend müsse das jüdzschc ('Gemeinschaftsgefühl veriniklell werden. Notwendige Voraussetzung hierfür sei die Schaffung eines Jugend- und ('(emeindcheims, wie dies in einer Reihe deutscher Städte in letzter Zeit errichtet wurde. Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten müsse dies gelingen, da nur so erne ersprießliche Zusammenarbeit der Jugend sich entfalten könne. Peier Blachitcin gab anschließend Einzelheiten, wie sich die- Arbeit des Jugcndrings in Tresden zu gestalten habe. Tas Referat erscheint an anderer stelle dieses Blattes. Teulfchc und hebräische Lieder, von Jugendlichen aller tÄruppen orgetragcn, sowie ein svrechctior der Deutsch-Jüdischen Jugcndgemeiiisch.iil umrahmten die wirkungsvolle .Kundgebung. Berein Jüdischer Handwerker Tresden und Umgebung >('>esch«iftsstelle: Siegfried Schneider, Räcknitzstraße l i Am l. Mai hielt der Verein seine diesjährige ordentliche sehr gut besuchte ('Generalversammlung ab. Unter den zahlreich anwesenden Mitgliedern ist ein lebhaftes Jntcrcnc für den Beslanduud die Aufwärtsentwicklung des Vereins zu verzeichnen. Ausgenommen wurden neun neue Mitglieder. Mitgliederbestand 62. Jm Verein sind 16 verschiedene Berufe vertreten. Laut Bericht des l. Vorsitzenden wurden seit 1. Februar, d. h. seit der Ergänzungswahl, W4 .(torresponden^cn, über.500 Einladungen sowie 104 Telephongespräche erledigt, seit 1. Februar wurden abgehalten: eine ordentliche, eine außerordentliche ltzeneralversammlung, acht Vorstandssitzungen, drei Mitgliederversammlungen, das zehnjährige Stiftungsfest. ' Außerdem war der Verein durch seinen l. Vorsitzenden bei zwei größeren Veranstaltungen als Sprecher delegiert. Bei der Jsraelitischen ReligionSgcmeinde ist der Verein durch den 2. Vorsitzenden, Neumann, als ('iemcinderat vertreten. Tie Kane wurde geprüft und in bester Ordnung gefunden. Tie Neuivahl ergab folgende Resultate. Herr Schneider zum 1. Vorsitzenden, Herr N.cumann zum 2. Vorsitzenden, Herr Nachum zum Kanicrer, Herr Pasternak zum Schriftführer. Tie Herren s. Feuer, Feuermann, Bcckcrmann und Fürstenberg zu Beisitzern. Auf (lirund des äußerst gelungenen zehnjährigen Stiftungsfestes. daS am 30. März dieses Jahres gefeiert wurde, wurde von vielen Leiten der Wunsch geäußert, daß öfter auch Vergnügungen veranstaltet werden mögen, und ist zu diesem Zwecke ein Vcrgnügungsausschutz gewählt wojrdcn, der ein sommerprogramin auSarbeitet. t Jn Kürze wird sich der Verein korporativ an einer Krankcn- und sterbekasscnvcrsicherung beteiligen, ebenso ist in diesem Herbst eine Ausstellung handwerklicher Vereins in Aussicht genommen. die Leipziger Ortsgruppe beteiligen werden, träge über Arbeiten werden durch den 1. Erzeugnisse von Mitgliedern des woran sich auch die Berliner und Anfragen und Auf- Vorsitzenden, Herrn Siegfried Schneider, Tresden, Räcknitzstraße l, Telephon Nr. 15542, vermittelt.! Verein jüdischer Händler und Angestellter Ortsgruppe des Verbandes der ostjüdifchen Organisationen Am 10. Mai 8. J. berief der jVerein jüdischer Händler und Angestellter in Tresden eine jüdische Volksversammlung, 20.45 llhr, im Kolpinghaus, Käusferstraße 14, ei», zu der sich etwa 350 Personen einsanden. Ter Verband der'ostjüdischen Organisationen, Berti», delegierte liebenswürdigerweise für diesen Abend Herrn Tr. Taubes als Redner nach Tresden. Nachdem der 1. Vorsitzende, Herr Vogel, die Anwesenden begrüßt hatte, nahm Herr Tr. Taubes das Wort. Er schilderte den Werdegang der Lstjudentums in Rußland, in Polen und in Teulschland in der Vorkriegszeit. Ferner berichtete er über die Entwicklung des OstjudenluinS nach dein »triege. Jnsbe sondere! beleuchtete er die Einwanderung und Anteilnahme der Ostjudcn iii der Nachkriegszeit in Teutschland uno die Begleiterscheinungen, bzw. deren Mitarbeit und Konzenrratlon am deutschen ('«enieindclchcn. Herr Tr. Taubes wies nach, daß die ostjüdischc Einwanderung das Leben in den deutschen Kehillas gestärkt Hai. Er stellte fest, daß die Entwicklung des Lstjudeiituins in letzter Zeit rasch »orwärtSgesckritten sei, so' daß ein großer Teil der deutschen Juden seine frühere passive Stellung dem O stiudeiituin gegenüber aufgegeben habe. (Gleichzeitig ging .Herr Tr. Taubes auf den Ausbau der eigenen Presse „Jüdische Welt" ein und führte aus, daß zu einem Kcrinpfc auch geistige Mittel gehören, und ui der heutigen Zeit sei dies die Presse. Unsere Erfolge könne» wir nur dann sichern, weit» in jedem ostjüdischen Hause die eigene Zeitung gelesen werde, durch die allein eine Verständigung aller Ortsgruppen im Reiche möglich^sei. Es gelang uns, an diesem Abend' über 50 Abonnenten zu gewiiiiicn und wir hoffen, day auch diese neuen Leser mit »nö zusammen sich bemühen werden, ins Interesse unserer eigenen sache Kiese Zeiti-ng in den jüdischen! Kreisen weiter zu verbreiten. Unfern vereinten Kräften wird «!ö gelingen, die „Jüdische Welt", die jetzt aller 14 Tage erscheint! zur Wochenschrift auszubauen. Zum Schluß der Sitzung ernhihntc Herr Tr. 'Taubes die An» wesenden zur Einigkeit, da nur! dann die Ostjuden ihre Rechte (demokratisches Wahlrecht) in der! jüdischen (Keineindeoolitik durchsetzen können. Tie Ausführungen des Rcdnfrs wurden mit großem Beifall aufgenomiiien, zumal der Vortrag in jüdischer spräche gehalten wurde. 1 DIE Zigaretten für ALLE

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