Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 10 (10.1929)
- Date
- 1929-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 Gemeindeblatt der Jsraelitischen ReliglonSg emeind^ Dresden Seite 17 Das JUdische Ra.liistina.werk Hilfe durch Aufbau! Dys grölte Werk ,lc*i l.iiiigiiiig der Juden heit für iIimi Palästina-Aufbau ist in Zürich gelungen. In feierlicher l'iirm haben sitli neben «len Vertreter» der Zionistisetec-n Organisation <li«‘ Iteprüseiituiiteii dc^r jüdischen l!c-„p-inscleafie.i •iller l.iiiuler verpflichtet. mit «Iler Kraft an der Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina mit/uarl»eiten. Offizieller Träger des Pnlüs'tiiiawcrkcs ist seit diesem Tape die erweiterte Jewish Agenev für Palästina. I »vergefilich wird in allen Teilnehmern der Eindruck jener Stunde weiterleben, in der muh langen /.eiten der /er splitternnp 'der grolle und dauernde Band aller Teile der jüdische» Welt zu gemeinsamer Tat geschlossen wurde. Es ist eine bedeutungsvolle Kiigung des Schicksals. dalt der A lisch In II der Erweiterung (ler Jewish Agenev gerade in dem Tage erfolgte, an dem ini Erez Israel Jaden die Opfer von Leberfällen wurden. Das arabische \olk in Palästina in seiner grollen Mehrheit steht dein Aufruhr mit seinen barbarischen i „laten fern. T.r ist das Werk einer kleinen (.nippe, die für ihren Eiuflulf fürchtete, und der der Streit um die Klagemauer willkommenen Agitationsstoff bot. Buhe und Ordnung sind wjederhergestellt und werden anfrechterhulten bleiben. Die Muudutarmucht. die die \erpfliclitimg übernommen hat. das Land „unter solche politischen. administrativen und ökonomischen Bedingungen zu 'ftzen. die die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte sichern", wird dieser Verpflichtung nach kommen. Wenn der Aufruhr ulk niedergeschlagen angesehen werden kann, und wenn er nicht viel mehr Opfer gefordert hat. so ist das darauf zurückzuführen, dal! die Juden selbst sich bis /um Eintreffen der Truppen tapfer verteidigt haben. Ohne Wehr sind nur in dem ungelegenen Hebron 6> Lehrer und Schüler des Lehrhauses hingeschlachtet worden. Die andere,, loten (ihre- Zahl beträgt nach/Alcn letzten Nachrichten dwa Wl| sind in /älier: \ erteicligiiug von I laus. Ilid und I amilie gefallepi. Wenn; wir die Zahl der jüdischen I in w anderer verdoppeln, verdreifachen können, erhöhen v\i| aus eigener Kruft die* Sicherheit der Siedlung. Zehntausend, junger Juden stehen bereit, die in das Land gehen wollen. Haben wir die erforderlichen materiellen Mittel, dann ist an Lrreichulig unseres Zieles nicht zu zweifeln. I'iir Judentum und jüdische Zukunft sind die Toten gefallen. haben die Teberlebenden sich verteidigt. Wir dürfen uns nietet auf ii u f r u e h t I» a r e I raner nnd w i r k u n g s - lose* Proteste beschränken. Im (»glück offenbarte* sich immer in besonders schöner Weise die jüdische Solidarität. Wenn heute* Juden in Palästina angegriffen werden, wo sie einem Werk des J* riedens und der Gesittung leben, das von der gesamten Kulturwelt anerkannt lind bewundert w.irc'1« dann mdlf sich der jüdische Lebenswille in laten offenbare». J - Nietet Spenden und Almosen, in übliche» Hilfsaktionen ec hracht. erwartet die palästinensische Jiideuheit von ihren Brüdern in der ganze» W eit. sondern treue Pflichterfüllung und groKziigiget Tördcrung des begonnenen Werkes. Pflicht j c* d c* s Juden ist es. im gegenwärtige.» Augenblick rasch und mit voller Hand groHe .Summen dem Jüdischen Palästinawerk zur Verfügung fco stellen. Die* Parole des Keren I lajcs'sod. des offiziellen Konds der erweiterten Jewish Agenev. ist heute „Hilfe durch Aufbau**. Erhöhte und Iceschleiiuigtc Beiträge sind erforderlich. Wir wollt*» Zerstörtes schnell w iederherstellcn. um I1 .Neues und Grcjltcrcs schaffen zu können. Brutale (ifwalt und L»recht haben »och niemals die Kraft gehabt, den Mut. die Energie: und die I loff »üiigsfrciidigkeit der Juden zu <*> - I schütter». Bahnet den Wieg! Die deutschen Mitglieder der Jewish Agenev Das Initiativkomitee für die Erweiterung der Jewish für Paliistilm. > Agene v in Deutschland. Präsidium und Zentralkomitee des Keren llajessod (Jüdbehcs Palästinawerk), K. V. Stadtkämmerer Bruno Asch (Erunkfurt a. ,M.). Bahhiucr Dr. l eo Baock Dr. Blau (Eraiikfu.rt a. M.). —. Kilrt Bltimciifc-Id (Berlin). Dr. .Naliiim G bürg). — Dr. Bernhard Kahn (Berlin). Dr. Alfred Klee (Berlin); Dr (Berlin). Kommerzienrat (ierson Simon (Berlin). Dr. M. Solowcitschick . . heim). .Direktor Oskar Wassermann (Berlin). — Dr. M. Bileski (Berlin). Justizrat , Idinanu (Berlin), Dr. Georg llalpern (Ham M. Bosc.iibliith (Berlin). SaIman Scfiockeii (Berlin). 1 BaJibiner Dr. Isak I una (Maiiu- (Berlin). J* Bankkonto; Deutsche* Bank, Berlin W, Mutierstrcdfe ~i~>. Postscheckkonto: Keren llajessod. Berlin Nr. I04'f>l. Zuschriften hu* „Jüdisches Palästinawerk" (Keren llajessod). Berlin W l;r, Meinekestrafle 10.; <* STRAUSS & BUTTULA JÜDISCHE LITERATUR W. Camillo Enterlein Waisenhausstraße 23 Das Fachgeschäft für Koffer und feine Lederwaren •uriiM »70 iltcöbftl $pt}tatyan* für IHöbd mtb Dekoratwie« OrtluiifUiKMt t» VnfhHi V««tz»»e ftn|t 70—0) )* 0 Telepho« 5^1$ i j