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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-09-01 · 9 (9.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
9 (9.1929)
Date
1929-09-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Nr. 9 emeindeblatt der Jsraelitis hen ReligionSgeineiude Dresden Diejenigen Gemcindcniitglicder, die zum Andenken cm ihrverstorbenen Angcbörigen cnn Prrsöl>n»ngstnge in der Siin« gogr oder in dein Grmcindrgottesdirnst im Kiiiistlrrha» Lerlcnlichtcr cnisgestellt Koben wollen, könne» diese telephonisc , — llO'il — oder schristlich im (tzeincindeaint, -jcnghaiis jtrotze 3, bestellen. >lvl,lrnvcrtriliing Die diesjäbrige >koble»vcrteilnmi sindet im Oktober nati. Bedürftige iverden ersucht, sich schriftlich bei der Woblialirtt stelle der Israelitischen Religione-geinciiide zu Dresden. Zcngbonsstrane 3" oder bei dein Unterzeichneten z» melden. Di Ailineldungen Koben bis spätestens 1. Oktober zn erfolge. Spätere Meldiingen können keine Berücksichtigung sinder. Cf ine zweite Verteilung sindet unter keinen Uinstän d e u st a t t. Israelitischer Armriiiiiiterstütciiiigsvrreiii David M e >) e r, Vorsitzender. reite l l Geslügelschächtstiinden im Schächtlokal, Annenstrahe 1b (Eingang Ltlcine Zwingerstratze, Fischgeschäft „Atlantik"). Montag von7'/, bis 0'/, Uhr vorm. Schächter Weiner' Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 5"* 3 9>.. 3 7'/, y* 5 7'/, 9'/« o ■ 9 11'/, 91/. 11' j 5 ■9V, >l'/r 5 9V, uv,“ Salzmam; nachm. - Oiclka von». - Weiner - - Salzniam nachm. - Salzmani vorm. Weiner - - Salzmani nach,». - Oielka vorm. - Weiner - - Salzmain nachm. - Salzmam - - Oselka von». - Weiner u Oselka - " * Salzmam Freitag nachmittag findet Schächten von Geflügel nicht statt Dresden, im April 1929. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu" Dresden. Personalien Geburten: 12. Juli: VH.'iU'R'tte Frieda, Tochter des Herrn Mjijer Dykerman und seiner Ehefrau Braudla ged. Heinockwwicz, Dchuhinacher gaüe 8, 8. Parmizwohs:- :!l. August: Wolsgang Nalhansohn, Dohn des Herrn öiechlsanivalts Leo» Nathansohn, Eouicuinsstrnsze 71. 7. Dcpteutber: Günther Fürth, Lohn der Frau .Xamilla veriv Fürth, Earlowibslrasze 2<i. 11. Dcptembcr: Hans Gerhard Feuersieiu, Lohn deS Herrn Leon Feuerstein. 2chui»ckuuslras;e 12. DterbefäNr: ' 2!>. Fuli: Herr Fatob Martin. Annenilras;e 1(>.!>. Augnst: .Xnave M'ariinilian Penner, Lohn des Herrn David Penner, .»leine Brüdergasse I. 12. August: Herr Markus »rettingen, Baupuer Dlras.e öv. 17. August: Herr Julius »räuter, .»ohlschüllerslraj;c 2. 18. August: Fräulein Frma Heimaii», Nöthniver Dtras.e 21. 2». Augnsl: Frau Helene Elbogen geb. Pick, Arujiacdlsiraj.e 17. 2. Herr Daniel Faust in Weinböhla wird am I I. Deptc'inber 7.7 Fahre alt. Herr Faust ha-t vor zwei Fahren der Gemeinde ein unbebautes Grundstück mit- Gartennubuug geiliftct. Wir gratulieren dein Fubilar ausö herzlichste au dieser DteUe. An die Huben in Deutschland! Bald iverdeh Posch ^Haschonoh und Foiu Hakippurim zu», Gotleshause ruven und zii stiller Feier in den jüdische» Häuser». AVer ihr Ausruf zur Besinnung,.zur Eintelir und Ilwkehr sindet in unsrer Mille nicht mehr »iberall Gehör. Mancher' ist gleichgültig, mancher ist seiueti Brüdern und dem Gon seiner Päckr sremd geworden. Andre sind nsiler der Last der Arven erdrückt. Die 3eit scheinl daiiin zu sein, da die geschlossenen. Geschäfte -der lüdischen »ausle^ile au Das'vateu und Festlagen, am :>iosch Haschonoli und Fvm Hakippuriiu ein stummes aver eindringliches Bekenntnis in ('hm und zum Fudeni IM vor aller Well avlcgte». Aus dieser llnfähigkeit, unsre heiliger Doge zu' feiern, spreche» Not und Druck der jüdische» Diele. Unsre Peraulworlungs unsre Dorge vewegl nus deutsche öiavviner zu einem ernsiep Wort au Sie deurschen Fnde.n. Genug des Leids, das; so vielen von uns,der Davval, dieser Quellpnnkt unsres Familieglevens, dir Wurzel der edelsten Tugenden iinsrer ('h'iueinschasl, der Tag iinsrer Deete, das ' Wahrzeichen unsres l'-lauveiis verlvrengegangtju in. Dollen nun auch die ekrfnrchl-;a,i jeder Arveil au de» Hollen der Treuen, denen es ein leiten'linden. Duck, 'alle unsre öllilieui d Festtage bleiben. Die T:e»e zum dem M lerialisulus mehr uud mehr zum Qpfee gevielendeu fallen Die „Tage her llmkelii" nahen. Möckne ein jeder den Willen uud de» Weg finden, die leilige» Tage ganz uud ungeschmälert zu leiern. Möchte jeder jüdisckije ('ieschäftsinhaver seine Augesiellteu von Tagen vefreieu. Möchten die Treuesten tiefes Bedürfnis ihres Herzens tii, der religiösen Pflickst gemäs; Ä»vvaie und Feile z» feiern, weitlierzigeS Berständnis vei allen in -Betracht kommenden jüdische» Persönlich pver Villen wir: Del.» alles daran, das; unsrer jüdischen Gemeinschaft erlialieii ndenluui fordert Hpser. "21 l»cr ihr Lolin ist eine öluhe deis Geivijseifs, das Bxwnj;lsein treu erfüllter Pflicht, die Festigung und Erhöhung des Fudeutums. - FW Geiiie eng mit euch allen vijrvuudeu, ipünsche» wir euch den Degeu der heiligen von euch weichen; die Freude au ('hm -orge Tage. „Blöge alle vleive die Quell,' eurer »Aist!" Ter Porsland des Pabbiiirrverbaiides in iiellnng „D e n l js cki e H o l Eine sehr originielle Fdee, N o l d e, B a r l ch, F e I i halligkeil und das Niveau 'riilickitnud, Tic Galerie; „Junge Simüt", Dresdeu>A.. Lüllichauftrage 21, dringt unter der Leitung v.m F o s e p h D a n d e l als zweite Ans-; s ch u i t l e d e r l e v l e u I <> F a h r e". die seine, »naussällige »nun des Holzschnittes in denlMillelpun l des öffentlichen Fui^reües zu ilellen. Die Fülle hochklassiger Manien wie Masereel, » o l l u> i b, r in ü Iler u. ,» zeugt für die öleich, der Ausstellung. Die. gröü.te llet»erraschuug' dieser Hvlzsckmilfescksän vielen zweifellos drei jüdische .'tüuitler': M o i s e n M o h a u >als Gail aus Paris,, F a k o l> Dleinhärdt und Mirpn D i in a. .'logan ist unter ilniet, unstreitig hie stärkste Begatfung. Er i'taniml aus Beii'aravie». Alle seine Produkte almeu klastisches Formempsiudeu. Ilm die kleinste Nuance kämpft ec mit uuerinüdlicher Geduld, ('h'legenllicki schneidet er etkvas in Holz oder greifst zu Nadel und Faden und stickt ent, zückende Bilder. Deine Plastiken packen durch Tiefe der Ansckiaiiung. ,'fwei graziöse Fiaueugestaljen verbinden kdrrfckies NalureiNpfinden mit kultivierter Gestaltuugs .'logan ist ein r^fred Moinvert der bildenden »nnst. wie dieser,Dichter dominiert er unter schafsenden Fndeu. —.F a k v D t e i.t> li a r d t/Berlin, leidet unter „xh'm- >leren". Wohin cr gehl, lr,'fgt er „("aluth" inil.iich. Deine Bilder, die jüdische Motvie darstetleh. wirken nianierierl, vergleicht maii sie mit seinen andre» Dchöpfisngeu. Dennoch Vetväliigt Dleinhardi 'vnndervar die Atmosph,i<e des ('»eltos. Er in veruzen, die Lebn-. sucht' der Diaspof Ilnsre Ieil jedr'ch und im Pus;Iand .'lern jüdischer Wosentlichke amenscheu: am ergreifendste» klingen zu lauen, fordert nelie ,-fiele, denn im modernen Paläniua der Nackirckvolulion' bildet sich ei» neuer gesunder ... .ickikeil! und Wirklichkeit. M i r o u D i >» a, der im Qsten entjrlieideude ttiiudrücke erhielt, kam in luugen Fahren »ack, Deutschlaudf. Er arböilel in Dresden. Deine Holzschnitte „Por dem Angesicht des Herrn" und; „Die Berurleilteu". ,'ellsam vwrierend durch! gewaltige! Erlevniskraftö lasse» jene seelische Harmonie' vermisse^, die das.Digunm groizer .'Uinlt ist. Dimn schritt durch Blut n»d Nebel fder Progrome in seiner Heimat, deren Dckirecken immer »och in ihm lebendig sind. .Durch allzu starke Dleigerung der r'sffekte verfsiiigl sich Dima in Ileverireivung und Per;erruug, die das ('hwolltt hcrabschwäckien. — Dem Peranstiüier F. Dandel gebühri für das Gebolene Dank, M. D. Insertionsgebühren können eingezahlt werde»; auf das Ronto der Israelitischen Religionsgemeinde beim O VanKhausi S. Matterü-orj f, Lresöen-N., Seestraße 14 O

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