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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-06-01 · 6 (6.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
6 (6.1929)
Date
1929-06-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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Seite 16 Gemeindeblatt der Israel itischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 6 15. Juni, 2.?<| Sch«w««» 4, 'it4 Uhr, jKtralfofttiliifl. Unfprecher Naddiaer Lr. Wolf. Aus dem Vereinsleben Bund der Freunde Am 13. April ö. I. dielt nn Saale des Hotels Pans »vcf Herr Rabb. Tr. Wolf auf Einladung des Bundes der Freunde in einem von Mitgliedern und (lasten gutbcsuchten Bundesabe id einen Portrag über Freundschaft. Er hat in sehr geistreiche > Worten ausgeführt, welche Bedeutung eine solche Gemeinschaft,! urch echte Freundschaft verbunden, zur Förderung des Judentums haben kann. Leine Ausführungen, die etwa X Ltundc lang währten, fanden bei allen Zuhörern ungeteilten Beifall. Zur - Verschönerung des Abends trug Herr Hbcrkankör Jacobsohn dur h Lingen jüdischer Lieder bei. Im Hotel Pansdorf fand am 4. Mai ein weiterer Bundesabcnd in Form eines Konzerts stal, welcher ebenfalls sehr stark besucht war. Es wirkten mit: Konze tsängerin Mautner-Falk «Arien, Lieder«, Hberkantor Jacobsohn «jüdische Lieder», Herr Harry Meyer- «Biolin-Lolo». Das Konz rt «vurde eröffnet durch ein Trio von Haydn^ gespielt von de « Herren Meyer, Nebel und Weißfeld. Nach dem Konzert fai d gemütliches Beisammensein, verbunden mit Tanz, statt, zu dem die kleine Jazz-Kapelle Meyer, Nebel und Weißfcld prachtvoll im sizierte. de c Sportverein Bar Kochba Generalversammlung am 13. Mai 1929 ..Imperial". Dresden, .öcrr Henry Bauer eröffnet 9.1 (Generalversammlung, deren Vorsitz er in Vertretung binderten Herrn Lustig führt. Die Tagesordnun, folgende Punkte: I. Verlesen des ProtokollcS tKeneralversaniinlung, 2. Bericht des Voritandes, der Revisoren, 4. Bericht der Hbmänncr dev einzelnen .">. Wahl eines Alterspräsidenten, 6. Entlastung d.s Vorstandes und der Ausschüsse, 7. Neuwahl des Gesam und der Ausschüsse, 3. Anträge. Zu Punkt 1 wird das Protokoll der letzten Kien'eralvcr verlesen und genehmigt. Zu Punkt 2 erstattet Herr Bauer den VoritandSbericht folgendes zu entnehmen ist: Der Verein hatte bei B (Geschäftsjahres mit den größten Lchwicrigkciten ivegen d und seiner Vollendung zu kämpfen. Dank der Untersti hiengen Gemeinde sowie durch Ueberschüsse auS den'V,, und privater Bürgschaft öes Vorstandes gegenüber dem ineister gelang es uns, die vorher festgesetzte Platzeinw dem angegebenen Termin durchzuführen. Die offiziell nähme unseres Platzes durch die betreffende Behörde, erfo gt Woche, so daß wir also nunmehr die fälligen Verband-: dem eigenen Play ausführen können. Obwohl die me auf finanziellem (Kebiete lag, wurde außerdem noch Umgestaltung der C rganisarionsarbeiten vorgenominen, dieser Beziehung jetzt eine mustergültige Hrdnung her Zusammensetzung des Vorstandes hat sich insofern geändert LaufedeS (Zcschäftsjahrcs die Herren Kroch und geschieden und di« Herren Franz Bauer und Juliusb^r getreten sind. Der Bestand an Mitgliedern hat sich er! einzelnen Ausschüsse haben unter Leitung chrer Führer e, «i m Hotel Hör die des vzrumfaßt letzten Bericht I lusschüffe, EiesamtihorstandeS ainmluiig au> deni ginn des s Platzes tzung der ügungen Platzbauihung zu llebere varige Spiele auf Arbeit e völlige 'o daß in chcht. T , als im nz ausgcr cin- «öht. Die zufrieden- L'crf n Ute Lesehallr und Bibliothek Tie Lesehalle ist am Sonntag von 11 bis l2'/t Uh und am Mittwoch von 7 bis 9 Uhr abends geöff Bücherausgabe findet Sonntags von 11 bis 12V* U Lesehalle statt. mittags Tie ir in der let. stellend gearbeitet. Zum Lchluß verliest Herr Bauer noch den Kassenbericht, der mit einem Bestand von 823,82 M. per 31. März 1929 abschlicht, und bittet, die Interessen deS Vereins auch weiterhin zu fördern. Zu Punkt 4 verliest Herr Stockknopf in Vertretung des Herrn Hans Bauer den Bericht des Fußballausschusses. Die erste Mannschaft hat sich gut entwickelt, ohne jedoch alle Hoffnungen erfüllen zu können. Von 23 Lpielen «Gesellschafts- und Verbandsspiele) wurden 8 gewonnen, 1» verloren und 5 unentschieden gespielt, das Tcrverhältnis beträgt 49 : 62. Die Jugcndmannfchaft, für die Herr Hskar Harnik berichtet, wurde voriges Jahr neu gegründet und absolvierte zur Platzeinweihung ihr erstes Spiel. Von den bisher ausgeführten 16 Lpielen wurden 11 gewonnen, drei verloren und 2 unentschieden gespielt. Die Leichtathletikabteilung Berichtcrsrattcr Herr Rittberg) beteiligte sich an fast allen hiesigen Vcraiislaltungcn und konnte sehr viel Erfolg.' — vor allem int Einzellauf durch L. Horowitz — erringen. Das Sommer und Winter zweimal wöchentlich stattfindendc Training wurde immer gut besucht. Herr Franz Bauer, der für den Prcsscausschuß referiert, hebt das hch.' Niveau, das unser Mitteilungsblatt besitzt, hervor. Nachdem Herr Cskar Harnik im Namen der Mitglieder dem Kiesamtvorsland für seine aufopfernde Arbeit gedankt hat, legt dieser seine Acmtcr nieder. - Zu Puntl ö wird Herr Bahr als Alterspräsident gewählt. Auch er dankt dem Vorstand und erteilt-ihm, mit Genehmigung der Versainmlung, Entlastung. In Vertretung des Herrn L u st i g. der wiederum einstimmig als 1.. Vorsitzender gewählt wurde, übernimmt Herr Henry Bauer den Vorsitz und beginnt mit der Neuwahl des KtesamtvorstandeS und der einzelnen Ausschüsse. Ter neue Vorstand setzt sich 'aus nachstehend angeführten Herren, deren Wahl cinitimmig durch Akklamation erfolgt, zusammen: 2. Vorsitzender: Henry Bauer; 1. Schriftführer: Mar Rcinhold; Kassierer: Map Scbänker; Presseausschuß: Franz Bauer, Jac. Stcrnlicht; Finanzausschuß: S. Krenter, L. Nordheimer, Dir. Roscnbaum, M. Wiesel» manii, Jac. Stcrnlicht, D. Lewin; Beisitzer: S. Juliusburger, Ernst Kroch, Hermann Sechestower; Lcichtathletikausschuß:^ Joieph Riklbcrg, Fräulein Sophie Weitzncr; Fußballausschuß: Hskar Harnik, Philipp Stockknopf, Cito Längstem; Jugcndausschus;: Heinz Gordonowitsch, S. JuliuSburger; Schiedsrichtcräusschuß: Stephan Kisch. Alfred Gnauck; Sportplatzausschuß: Kurt Bauer, I. Dubliner, Martin Gnauck, I. Rittberg. - Gesellschaft für Jüdische Familienforschung Soeben versendet die Gesellschaft für Jüdische Familicnforschung das erste .Heft des laufenden Jahrganges, in dem mehrere Artikel die Schicksale der spanischen Juden zum Gegenstände haben. Tr. Mar GoA.de, Berlin, schildert das Familienleben dieser Juden vor ihrer Vertreibung aus Spanien im Jahre 1492, ihre Lebensführung, ihre Familicnscste. Bekanntlich haben diese sogenannten Spaniolen, die hauptsächlich in Nordafrika und auf dem Balkan eine neue Heimat gefunden haben, mit außerordentlicher Treue an ihrer Sprache und an ihren Sitten festgehalten, so daß aus der Goldeschen Darstellung mancher heute unverständliche Brauch seine Erklärung findet. A l s o n s o vie schmale unseres Gescfa&ftsioKals hindert uns nldit, auf breiter Basis zu arbeiten. Sieben Motoren unterstützen die Leistungen unserer Mitarbeiter. Brillen •ReetHs ■■ Prager Strafte 21 für StroJbe und Cjefeilfchdft SEIDENHAl/5

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