Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 5 (5.1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
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Seite 24 Gemeindeblatt der Jjrc etitischen Religionsgemeinde Dresden Str. 5 Man. cer. aus diesmal gehalten «4rad er Wohin reisen wir? frühling au »er flkria Abbazia. IfnS« flu* bier im Lude» um iudigoblauen Adriatischen ili denen weitem Lviegel sich die Zonncnsrrahlen brechen, bat e, lange gedauert, bis der heibersebnte frühling seine» Einzu« und das Thermometer die respektable Höbe von lft bis Ab i reicht bat. Aber jetzt endlich kann man am Quarnerog >Is jenes Wetter bejubeln, nach dem man sich solange gelehnt bat. Bon »jahr zu »jahr steigt die Anziehungskraft des »kur und Badeortes Abbazia. An der Riviera hat man manchmal die Eni Rindung, in einer betörenden »kulisicnlan-schast. die sür europäische m d amerikanische «Globetrotter angcschminkr worden ist. zu lebe».' Tort stört o»! Ser all«» gcräuschvoUc Betrieb. , Da bilde» cs einen Bonn« Abbazias. das als uniibcrtrcsslichcs »jdnll in icincui geschützte i Winkel der Adria liegt. Natur und gleichzeitig mondänes r'ebcn zu ver einigen. Man iva,irrt am Bormitiag auf den berrlichen llscrprvinenaden. die an vielen Ltellen sogar in die feilen cingcdancn sii d. Man lauscht den ewig wechselnden Melodie» des Meeres, wand dt unter Kalmen und befinde» sich zugleich am fube einer alpinen isindichast, ragen doch im Hintergrund die schneebedeckten «Gipfel de? Monte rage Mag agaiore und des Monte Ncvoi'o bis zur itattlichcn Höbe von S «ü« Mete» empor, ös iit eine »iauberwelt der «Gegensätze. die eine» L*oii bar auch das Badc^ und Lvortlcbcn in Abbazia Tie Engländer ioiele» mit Borliebc l^ols. segeln aus ibrci u,i,sangt, ingesctzt. eigene» .»achten oder spritzen auf flinken Motorbooten ins Adriatikhe Meer roll bört Vands hinaus. Als deutsche Lvezialität gilt das Lchwimmen. lieb« man i,r diesem italienischen £rr heimatliche Vaute und sieb! leute in Badegruvvcn am User vroinentcren. Ein Mittel«unkt der deutschen Badegäste iit das grobe und komfortable »turhaus Tc. Zzegö. das sich in deutschem Bene befindet und infolge seiner ausgr cichnctcn Veirung eine besondere Anziehungskraft ausübt. Es liegt kirckt am Meer »nd bat eigene Badeanstalt. in der nicht nur die Stilen der Adria. sondern auch die des frohfinns bochgeben. Am Nachmittag entwickelt nch dann das gesellschaftlichc rtcben. Ubr Tees und Bälle, es wird getanzt, es wird geflirtet ... Es >r>'o und trbaltcnl'aurana niemals kommt der Abend und man fährt in bunten Booten beim _ schein und klarem Lndnachthimmel zur -»Insel Edeso binübep. Bom liier, ertönt .»azzniuiik. Tie frühlingsseite der groben Laiton werden gefeiert: M Nennen. Modcnrevuen und Naturschauiviele. rin bunter uni der Wechsel. Senn man aus den benachbarten Hügeln von iiebc und die dlnbendcn Narzisscnfcldcr überblickt, möchte man von Abbazia. der Perle-der Adria. Abschied nehmen. Geschäftliches Tie tiarder-Eiesellschaf«. die. wie bekannt. Hervorragendeslauf dem «»ebier der ^rgitniiation Iciüct. rrüffnete in Berlin in der , riedrichitrane 67ibrc Ausstellungsräume, deren Besuch man jedem fl «schritt!i*en «»ieschäflsmann dringend cmpfcblen kann. Tie Bortcile, die das Marder Lnüem bietet — stets sichtbare »iontrolle aller 0 cschäfts- Vorgänge . werden dort praktisch gezeigt. Tie Kricdrichsi rabe in viondcn- Bcrlin ist mehr und mehr eine (äeschästssirabe der modernen Lrannt, sationsfirmen geworden, und es ist erfreulich, dab man jetzt auch die »kardcr-l^csellschaft dort vertreten findet. Sunftfpiegel Unter dicker Rubrik sollen fortan «unstereignille. die namentlich vom jüdischen Ltandvunktc aus fnterelle er wecken, hier besonders gewürdigt werden. Red. Tcnke ich an den »onzertabend flehudi M en „bin. ein Er lcbnis. das wobl keiner vcrgellen wird, der dabei ,u fein da» Ettnct batte, inub ich an ein Buch anknüvscn. das mir ivie kein »weites an* in Erlebnis wurde, obwohl es ein chrrftliches Problem behandelt.? »jch schrieb darüber, dab cs selb» den llnglänbigsten zu bewundernder Andacht aus die »knie zwinge, dab das Menschliche darin — von einem Dichter erfüllt und ausgeiireut — sich nicht an die Anhänger eines bc stimmten «Glaubens wendet, sondern mit sieghafter »kraft jede» be- «ivingc. der über wahre, auf schlichter Einfalt des «zicinnts beruhende Rrligiontät verfügt. Hier etwas Achnliches: Ein indischer W n n d e r k n a b c im reinste» sinne dieses nicht sehr beliebte» Wortes: »lind einfacher, rechtfchafscnrr Eltern aus Palästina: Englisch und »jiddisch sind seine Muttersprachen, di« rr beherrscht. Aber kaum tritt der Zwölfjährige mit seiner E>eiae. einer kostbaren Stradivari, aus. kaum hört und ficht man ihn spielen — drei »konzerte unserer «trübten hintereinander — technisch vollendet, mit heiligem Ernst der Lacke Kingcgebc». fühlt man, wie die Lchaucr. di« nur die Nähe eine» wahren «'iotteswunders erzeugt, ans einen niederrieleln. Man möchte dem gesunden und hübsche» »jungen, der. «über seiner tkuns». so gar nichts frühreifes an sich bat, immer und immer wieder die Hände aufs Haupt legen, ihn zu segnen, und zu beten, dab ei» gütiges «beschick dieses »iletiiod auch weiterhin in seine schützende Hand nimmt. Tab der Abend Io frei war von jeder amerikanischen Lensation. dab das Lvicl des kleinen klchndi ebenso wenig etwas Birtuoseilhastes an üch hatte wie sein Tank an die ihn immer wieder hervvriubelndc Menge etwas Einsludirrtcs -- dabei denke man, was das heibt ein jüdischer tinabe ans Amerika vor Tausenden von »cugicrigcn Augen in einem fremden Vandr, in einer fremden Ltadt — das war. wen» man Io sage» will, die Le »sation des denkwürdigen Abends, den wir mit Tank an di« Ltaatskavrll« und ihre» Keiler wohl auf jlebcnszcit in unsrrcr Erinnerung bewahren. »Ein Wunder war's, ein unbegreiflich hohes Wunder." Tr. Rich. E l b. »jin .'ientraltbeater kommt allabendlich ft lIKr das Lcnsations-/ Bariet,'--Programm mit »eh» internationalen Atlraktionen zur Aufführung. Lonntag. 4 llbr. grobe fremdenvorftellung zu ermäbigte» Preise». Aus ..Eoenr Bube" folgt i» der Üomöbie vom freitag. dem io. Mai. an ..Ter frauenarzt". Tie BorstcUungcn beginnen abends 7'S Uhr. Tic Priu»kb»brater-Vichtsviele bringe» vom 7. Mat an „Eirobsiadt- Lchmcttcrling" mit der junge» Ebinenn Anna M a v - W o n g. Resibenztheater. »jn dem lustigen Lchwank ..B ö r s e » f i e b e r" tritt C skar Aigner vom ». Mai an jeden Abend inn ft llbr auf. * ..»jcsns im Böbmcrwald", von Rob. Michel. {BSGENOSSENSCIUFT DRESDEN E&HBJl ALtetCHTSTOASSt 9 £€«.NSPG.EC«£B 1938S SpezjJioehiceitsfaJiFterL Erstklassiges WcLQenmccfemal FABRIK UND VERKAUF: BIASEWITZER STR. 11 ScfrMct 1*1« KAMMERSÄNGER ROBERT BURG urfcill über das zu seiner Verfügung stehende Döhnei »-Piano in de r Staats- Oper Wenn n-an weiß, was dies arme Geschöpf von Ran a seit 25 Jahren täglich aushält, SO muß man sagen: es kann gar nicht anders wie a usge ze i dl r. e t sein Seit Jahrzehnten glänzende Empfehlungen aus der hiesigen 6emeinde 6rMte PreiswBrdigkeit Teflzahiung Aufbttgeln Anzug 1*0M .Hose 60 M Reparatureo Xndenmgen Kmslstoplen Farben Cbem.Relnlgen »Wie neu“ Dresden-A. l Sckrtlktr*ass« ZI National! 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