Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 3 (3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4892693-5739394-5769859--1138-4893755- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Żnin 1× ep/1048185
OCR text
Seite 26 iemeindeblatt der Jsra »Mischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 3 Sagen polnischer Juden Ter Gast ans dem Heiligen Lande Rabbi Mejer rief ani Sonntag früh seinen Diener berein und sagte ibm: .Ich feste eineu Lichtschein des Landes. Web und öurchfiiche die ganze Stadt nach Menschen ans dein heiligen Lande-, und wenn du ihn bringe ilm der. Und wenn dn ibn nicht sterbringsl ich ans dir einen Haufen (Gebeine!' SN'lnra zn sich .Heiligen einem findest, niache \ tiöt a i Ter Diener erschrak sehr über diese i^ortc, den» de batte nach niemals io geflucht, irr ging in die r üichte überall, konnte aber niemand finden, der heiligen Lande wäre. Schließlich ging er auf den zn der Stelle, wo die Wagen zu Kalten pflegen, fragte istn: .Was tut Ibr da, und wen suckt Ibr?' der Diener des Rabbi pflegte sonst niemals zu diese ui komnicn. Und der Diener erzähltem .Es. in ns; biei Stadt ein Jude aus dem .Heiligen Lande sein. De> befahl mir sehr streng, istn zu istm zu bringen. D ich sterum und suche den Mann.' Der andere sagtf? börte, das; der Schneider bei sich einen Gast stat. in das der Mann, den Ibr fncfit.' Der Diener ginst unn Schneider und fand dort den (Rist. Er erkanijt selben Mann, den er znin Rabbi nicht statte einlassen lind er fragte den fremden: .Seid Ibr der Mann c Heiligen Lande, den der Rabbi zn stolen befahlt" fremde gestand, das; er ans dem Heiligen Lande ftfi Rabbi und s dem Markt jemand Denn n Orte in der Rabbi n gebe .Ich ietleicht sofort e de»' wolle», ns dem der Der Und > Diener brachte ihn sofort zu Rabbi Mejer. Ter Gast begrüßte den Rabbi; der Rabbi beantwortete seinen Gruß sehr freudig und sagte ihm: .Gelobt.sei der Herr, daß er Euch zn mir geführt hat. Denn ich stabe für Euch Geld in Verivastrung. damit Ihr Eure Töchter verheiraten könnt. Im Himmel statte man Mitleid mit Eurer Gelehrsamkeit, und man wollte nicht, daß Ihr wegen Geldsorgen die Wissenschaft aufgebt. Darum befastUman mir voin Himmel schon damals, als Eure Töchter geboren ivnrden, daß ich für sie allmählich das .Heiratsgeld sammle.' Und der Rabbi ließ sich das .uästchen bringen, das er an einem bestimmten Drte verivahrte. Im >tästchen waren sechshundert Dukaten. Diele Münzen waren vor Älter ganz schwarz 'geworden. Der (Haft nahm Abschied von Rabbi Mejet und kam wieder zu meinem Vater nach Ladagora, dankte ihm und zeigte ihm das Geld. -Und mein Vater putzte eigenhändig die schwarz gewordenen Dukaten ab." . „Siehst du." so schloß der Rabbi von Sadggora. „wie der Mann dafür belohnt wurde, daß er aus der Heiligkeit des Heiligen Landes keinen Nutzen ziehen wollte! Das merke dir und ziehe auch du keinen Nutzen aus den Verdiensten deiner Vorfahren. Hier Käst du den Brief an Reb Jakob Halpern in Berditscheiv. Er wird dir eine Stelle in seinem Geschäft geben, und du wirst dich von deiner .Hände Arbeit ernähren." . Die Verdienste des heiligen Rabbi Israel von Sadagora mögen uns und dem ganzen Volke Israel bcistelicn. Amen. Feiertage jflDB "1Ü3 MOR Die Mandelibilch-Pfflanzenbutteriargarine mit dor roten Slogolmarfc« Vollkommenster Ersatz für lütter. Für Milch* und Fleischspeisen verwendbar. Hergestellt unter Aufsicht S r. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Wolf, Köln a. Rh. Alleinige Fabrikanten! Van den bergh’s Margarine-Ges. in. b. H., Abt Sana, Cleve Man achte auf den Namen TOMOR*, um tot Nachahmungen sicher zu sein Vergessen Sk; bitte nicht bevor Sie ReKl. stelle Kostenlos V erfreterbesuch nachrichten. A Werbebriefe, GiebelreKlame Alleinige Anze$2< nähme für s&m: e meauftrage vergeben, slda von einer erfolgreichen Werbe- und unverbindlich Offerte einzuholen. Verl&ngen Sie bitte Mein Arbeitsgebiet Verlag für Programme und Vereinsbeitung von Idee er, Texten und Zeichnungen für Inseraie, speKte, PlaKale, Werbepl&ne, Packungen, SchutzmarKen, kussri Pt o: en - Annahmestelle für das Gemeindeblalt. Inseratenan- : liehe Zeitungen. Verwaltung von ReKlameetats usw. Stemttcht Dresden-A., usstraße 2 Ruf 14031