Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 2 (2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 30 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Sagen polnischer Juden Xr- Nli U' idilii ii n)e dir Ter Gast aus dem Heiligen Lande Ein junger Mann, der mit dem Rabbi Israel von Sadagora venvandt war, verlor sein ganzes T Er begab sich zum Rabbi und bat ihn, er möchte Empfehlungsbrief an seine Ebasiidim geben, wollte das aber nicht tun und sagte ihm: „Es ist wenn man aus den Verdiensten seiner Vorfahren S Ich will dir lieber .einen Brief an meinen 3 Jakob Halpern in Berditschew geben, damit er dich Geschäft anstellt. So wirst du dich von deiner Hä ernähren und nicht von milden Gaben. Höre, wc nun für eine Geschichte erzählen werde: -kJm -Heiligen Lande lebte ein'sehr gelehrter, undgottesiürchtiger Mann. Er betrieb keine sondern beschäftigte sich nur mit dem Studium Er war sehr arm und hatte zwei oder drei unve Töchter. Er besaß nichts, womit er die Töchter heiraten können, und seine Frau riet ihm, in die Länder zu reisen, wo Juden wohnen, um milde ( die Aussteuer zu sammeln. Tenn um jene .Zeit war aus dem Heiligen Lande etwas Seltenes. Mgn t daher überall vielmilde Gaben geben. Ter Mc keine andere Wahl. Toch er wollte sich nicht vor d in den anderen Ländern damit rühmen, daß er Heiligen Lande sei; denn er wollte nicht aus der des Landes irgendwelchen Nutzen zicbön. Tarum Türpfosten und schwur bei der Mesusa, keinem Mc sagen, daß er aus dem Heiligen Lande komme. 9 er zu einem der heiligen Rabbi? kommen würde, diesem die Wabrbeit sagen. Ter Mann machte sich aus die Reise, llntenved große Rot. bis er zu meinem Vater nach Sadago Tiefem tat er seine -Herkunft knnd, denn er batte genommen, einem heiligen Rabbi die Wahrheit Und mein Vater schenkte ihm sechs Tukaten und rie: seinem Schwager Rabbi Tavid zu fahren: dieser sei und werde ihin einen guten Rat geben können. Rischiner erwögen, ihm einen r Rabbi recht, Sen zieht, ger Reb n seinem Arbeit s ich dir trv 4.C Nr. 2 frommer Geschäfte, Thora, erheiratete hätte veränderen Haben für ein Jude nfirbe ihm nn hatte n Juden aus dem Heiligkeit t er zum cfnschen zu ur wenn wollte er s litt er ra kam. sich voru sagen. ihm. zu ehr weise r Mann fuhr zu Rabbi Tavid. Tiefer gab ihm gleichfalls sechs Tukaten und riet ihm, zum Rabbi Mejer von Przemislany zu fahren; die Welt halte diesen Rabbi für einen Propheten. Er würde ihm sicher einen guten Rat geben können. Ter Mann begab sich mm nach Przemislany und versuchte zum heiligen Rabbi zu gelangen, um sich vor ihm zu offenbaren. Toch der Tiener des Rabbi wollte ihn nicht hereinlassen, weil der Mann mit leeren Händen kam. Am Mittwoch und Tonnerstag bemühte er sich vergebens, zum Rabbi zu gelangen. Als er sah, daß alle Mühe umsonst war, ging er ins städtische Bethaus beten. Niemand bemerkte ihn, und niemand wußte, woher er war. Im gleichen Bethause betete ein Schneider. Ter Schneider, wurde auf den Fremdling aufmerksam, denn er gefiel ihm gut und schien ihm ein frommer Mann zu sein. Nach dem Beten ging der Schneider auf ihn zu. begrüßte ihn und sagte ihm: .Wenn es Euch gefällt, so kommt zu mir essen.' Ter Fremdling ging mit, aß bei ihm und verbrachte in seinem -Hause die Nacht auf den Freitag. Am Morgen ging er beten, und nach dem Beten lud ihn noch der Schneider ein, bei ihm auch den Sabbat zu verbringen. Ter Fremdling sab, daß der Schneider ein^frommer Mann war. und nahm die Einladung an. Ter Schneider freute sich sehr, daß der -Herr ihm einen solchen Sabbatgast geschickt hatte, und sagte seinem Weibe, daß sie eine ordentliche Sabbatmahlzeit richte. Auch teilte er einigen seiner Freunde mit, daß er einen ehrwürdigen Sabbatgast habe; sie möchten zu ihm kommen: vielleicht würden sie vom Fremden weise Rede zu hören bekommen. Sie kamen alle zum Schneider und saßen mit dem Gast: doch niemand wußte, w^r der Fremdling war und woher er stammte. l^orisetziina folg«) Klavier-Unterricht iiiMi«ttiiiiimmnitfflBimii«iiH^iiBmtiwwrmuwww»g»MmwwBmtwntnB r Grete Anschef-Hofstein Lindengasse 18 Fernruf Nr. 12028 Herrensfofife Lostümstoffe, Mantelstoffe, Sportstoffe, LonfirmaNden- und Lnabenstoffe I fttftcnfl. * editfMMe 21 Dameniudie zutttrftoffe, itUmfäxta, Xnnti*<toffc, Billard«, P«It« «nd Unifsrmruch«, Samte, putsch« und Brimmer Bevor Sie einer Krankenversicherung heitre en. verlangen Sie die kostenlosen Taiife und unverbindliche Auskunft der Deu sehen Krankenversicherung^ - A.-fG Akt- Kap. l Millionen RM. iKirkslirtkliii: DmluH., SeätnDe I. l-'este Beitrflge. garantierte Höchst!« istungen, Ireie Arztwahl, kein Krankenschein Steibegeld bei ITnfalltod bis lOUO. - RM. Gewinnbeteiligung bis 8n Prozent d?r Jahresprämie bei Nichterkrankung Ucbqt tritt aus anderen Privjtkassen ohne Warte; Als Schulwagen die neuesten 6-Zylinder führender Fabrikate Killig, Dresden Strl«s«n*r StraQ« 19, I Benutzt die Bibliothek! Bücherausgabe Sonntags bon 11 Uhr vormittags bis 7*1 Uhr mittags in der Lesehalle. MEHLra T.BIENERT raGRIESS HAFENMUHLE HOFMUHLE