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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-01-01 · 1 (1.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
1 (1.1929)
Date
1929-01-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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Nr. 1 Seite 24 Gemeindeblatt der Israelitischen ReliqionSgemeinde Dresden tum. IN gesamtjüdischem Denken und Wollen und im Geiste staatsbürgerlicher Gesinnung." Ter jüdische Jugendoercin siebt in Fühlung und guter Beziehung zu den Lrgaiiisationcn der inchkjüdischcn Jugend. vor allem zu den Dresdner jüdischen Jugendbünde», sowie zur Gemeiiide und Walter Herbert ^|UUmik ) l(k> I; kirv ll ^U^VIIV ^.H.VWW«IV [Vin mm» I*»”».» —' - - gliedern auf dem Wege, wertvolle Glieder der jüdischen Gemein ,'chafl zu werden, tatkräftig zu helfen. , Ergebnis der Varstandswahlrn am 18. November 192t: Kurt Hirfcdel. 1. Vorsivender, .\xrtba Braun, Heinz Cohn, Danicl Ellenberg, Alfred Zeige, Klärchen Feuerstein. Edith ^Geszkessn, Menerhof, Dr. Ludwig Seligsberger, Richard Sclowskv, Inner. Xlm Sounabeild. dem 5. J»inuar, veranstaltet der Jugesidvercin lotn 10, Stiftungsfest in sämtlichen Räumen des KüniilcirhauseS. Erntral-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens . Im vorigen Monnr sprach Dr. Friedrich.Brobnip in einer sehr stark besuchten Versammlung über „Der Eenkral-Verei» per Zu» tunfl". Ausgebend von der Entwicklung des Eeinral-Vereins vom Avwebrvercin zum Gesinnungsvcrein bejahte der Redner eise starke Intensivierung des jüdischen Lebens. 3m 4. Dezember versammelte der hiesige Eentral-Verein seine Mitglieder zu einem politischen Bierabend im Stadrwaldscblößchen, auf dem der Vorsiycnoe, Herr :'!udolf Äpk, interessante Angaben über den Stand der antisemitischen Bewegung im allgemeinen und den von Dresden insbesondere machtet Als stark beachtlich bezeichncte der Redner den Aufschwung der Versammlungsläligkeir der dkationalsozialisten und des« gleichfalls stark zugenommenen Besuch dieser Versammlungen. iAn der sehr anregenden Debatte beteiligten sich u. a. die Herren Lijffmann, Anessor Gerson, Saul und Borchardt.! Jüdische Bereinigung „EsraJ e. V. Auf das am Sonntag, dem 13. Januar, im Weißen Tpale der .>taufmannschafl stallfindende Stiftungsfest sei hierdurch besonders hingewiescn. Näheres erfahren die Mitglieder durch persönliche Einladungen. Etwaige Anträge für die am Tonnxrstctg. dem 17. Januar, abends Ubr, angeseytc Generalversammlung werden rechtzeitig an die Oieschäfrsstclle Münchner Straße 2, r., Telephon 47 7» erbeten. Die Tagesordnung wird demnächst hckannkgegebeu. Im Arbeitsplan für die Wintcrmonate des ncsten GeiMrftsjabres sind aktuelle. Themen aus Wissenschaft und Löben des Judentums vorgesehen. Das Programm wird den Mitgliedern Aniang Januar zugesandt. Ter Verein jüdischer Händler und Angestellter teilt mit, daß er am 5. Januar 1929, abends 8 Uhr, in der Prodllkienborse. Lürlichaustraßc, einen großen Pall veranstal et. Tcutscher Verband zur Förderung der Universität Irr« salem Am 29. -November sprach im Rahme»'eines vom »deutschen Verbände ’,üt- Forderung der Universität Jerusalem*" v> ranstalreien Vortragsabends, zu dem eine Reihe führender jüdischer Personlichkelteii Dresdens eingeladen waren, Herr Prof. Dr. ,med. Enron aus Berlin über die Universität Jerusalem. Ter Vortragende gab zunächst einen Ueberblick über die Entwicklung des Gsdankcns der Schaffung einer hebräischen Universität in Jerusalem und legte die Gründe dar, die die Gründung eines solchen wissenschaftlichen Institutes als notwendig und zweckmäßig haben erscheinen länen. Er stellte dann den gegenwärtigen Stand der Entwicklung der Universität Jerusalem, die im April 1925 in Anweseröheit von Vertretern vieler europäischer Universitäten eröffnet wuijde, dar, Adresse de s V e r b a n d e s: Deutscher Verband zur Förderung der Uuioersitär Jerusalem, zu Händen von Herrn Prof. Dr. I. Enron. Berlin V 15, Kurfürstendamm 66. ' Tie Universität Jerusalem ist vorläufig noch nicht eine Voll-Universität im Sinne der Universitäten Europas, befindet sich vielmehr noch im Stadium dcS Aufbaues und ist , daher vorläufig mehr ein Forschungsinstitut, an den« allerdings bereits Vorlesungen gehalten werden, als eine Lehr-Universität. Die Universität Jerusalem umfaßt gegenwärtig sieben wissenschaftliche! Institute, und zwar ein mikrobiologisches Institut, eine hygienische Abteilung, ein chemisches Jnstitnt, ein naturhistorisches Institut, ein mathematisches. e,n judaistischcs And ein orientalistischeS Institut. Es gehört ferner zu ihr die Universitätsbibliothek, die mit mehr als 200000 Bänden bereits heute einen nicht unbeträchttichen 4lmfang aufwcist und im April 1929 ihr neues, vor der Vollendung stehendes Gebäude beziehen wird. Ter Vortragende wies darauf bin, daß die Leitung der Universität Jerusalem, die, soweitl es sich um reine Verwaltungsaufgaben hcindelt, in den Händen eines aus führenden jüdischen Gelehrten aller Länder bestehenden Kuratoriums und für alle akademischen Fragen in den Händen! eines Akademischen Rates liegk, beabsichtigt bereits in der allernächsten Zeit für einen Teil der Universität dem provisorischen Zustanp ein Ende zu machen. Bereits im Jahre 1930 werde aus den entsprechenden vorhandenen - wissenschaftlichen Jisitiluten und unter! gleichzeitiger Schaffung neuer die erste Vollfakultüt der Universität Jerusalem, und zwar die geisteswissenschaftliche, mit vollem Lehrbetriebe eröffnet werden. Der Vortragende wies zusammenfassend darauf hin, daß, wie in den übrigen Ländern Europas und Amerikas, auch in Deutschland ein Verband zur Förderung der Universität Jerusalem geschaffen worden sei, der seine Aufgabe darin siebt, die Universität Jerusalem moralisch und materiell zu fordern. An das Referat schloß sich eine angeregte Diskussion, in der starkes Interesse für den Gedanken der Ifniversität Jerusalem und der Wille der Teilnehmer der Veranstaltung, sich im Rahmen des Deutschen Verbandes zur Förderung der Universität Jerusalem an <CCUl|l^CU CUVUUVlV QUl wimweiuMi rivwM|Miviu x*»* der Entwicklung der Universität zu betei igen, zum Ausdruck kam. In der DczembernumMcr von W e st e r m a n n s Monatsheften behandelt Professor Tr. Nass, in einem Kunstartikel Albrecht Altdorfer. ' 15 Gemälde vertiefen in das schaffen dieses Meisters. Tie Einschaltbilder bringen Bilder von Egger-Lienz: Weihnacht, Plontke: Flucht nach Aegypten, Basken: Vincenz- Schwester, Fröhlich: Das alte LandgrafeiihauS in Eisenach. Mctzner: Markgraf Rüdiger, und viele andre. Weitere Artikel behandeln Parforcejagden von Wilhelm Müseler mit vielen farbenfreudigen Bildern. Eine kleine Erzählung behandelt eine Sage au» Südgrönland. wie eine alte Frau einen kleinen Bären au aukzog. : Radier -ehr zu Richard Strauß, mit Bildern von tllois Kolb. Tas Heft ist wieder so reichhaltig, daß in einer kurzen Skizze unmöglich auf den ganzen Inhalt cingcgqngen werde» kanp kRNHARD/l ZunoDw»sfe) SchloBstraB« Eck« große BrOdergasse Die bewährte Bezugsquelle des anspruchsvollen Rauchers \1/ Vrin eafer \l/ W Prager aSfräße 5X W I Jedes Programm ist ein Creipnis ‘ZägMefr ukK&eniapt/ 4, *7 und 99 <JUr Sonntaft i 6, 7 und 9 <UAr

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