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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-09-01 · 5 (9.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
5 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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Nr. 5 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemetnde D Sie Bne Mosche, sondern die gesamten zehn Stämme abchließt, wird von Farisol in die Nähe des Ganges, von andemi nach China, von Pelhachja 40 Tagereisen vom Grabe Ezechiels verlegt. Er wird im Talmud von Rabbi Akiba als klassischer Zeuge für die Sabbatruhe geführt, da er ivührend der ganzen Woche wogt und rast, daß ihn niemand überschreiten kann, am Sabbat aber vollkommene Ruhe hält. Menasse den Israel erzählt von einem Mauren in Lissabon, der Sand vom Grunde des Sambation in einer Glasflasche ausbewahrt habe, der die ganze Woche rollte und wallte und erst beim Eintritt des Sabbats sich beruhigt^. Ter unüberwindliche Sambation, der Schutzwall der zehn Stämme, ist ein wichtiges Symbol für die Unduräidringlichleit des Geheimnisses um die zehn Stämme. Die Forschungsreisenden von den ältesten Zeiten bis auf unsre Tage haben aus weiten und gefährlick-en Reisen an vorgeschobenen Orten nur Sagen und Berichte von angeblichen Augenzeugen sammeln können, von Benjamin von Tüdela an (etlva N60) bis zu dem verdienstvollen Erforscher Palästinas, Joseph Schwarz. Benjamin weiß, 'daß die zehn Stämme von Salmanassar im östlichen Medien angesiedelt wurden: Jbn ilkrisch hat von einem jüdischen Fürsten gehört, der dem 'wnig von Abessinien NNE 12 000 Kriegern zu Hilfe gekommen sein soll, und endlich David Reubeni, der viel Derlästerte, der selbst wohl nur Abgesandter eines kleinen jüdischen Staates in Indien gewesen sein dürfte und, was er über die zehn Stämme in der Wüste Habor und in. der Nähe des Königreiches Saba am Nil erzählt, nur aus Berichten kannte. Auch zwei in den letzten Jahrzehnten in Jerusalem eigens zur Erforschung der zehn Stämme gegründete Vereine konnten bisher nichts Gewisses feststellen. Und so ist es begreiflich, wenn überall, wo Stämme und Menschengruppen auftauchen, die in ihrer körperlichen Konstitution oder in ihren Sitten oder gar in ihren religiösen Gebräuchen an Juden erinnern, sofort eine Spur der zehn Stämme vermütet wird. Allerdings ist stets zu beachten, daß solche Spuren, falls sie auch einwandfrei festgestellt wären, nicht reSden Seile 27 unbedingt auf die zehn Stimme Hinweisen, denn es dürften auch schon zu Saloinos Zeiten Auswanderungen von Juden stattgefunden haben und auch von Benjamin und Juda mancher Teil abgesplittert sein. Hier seien nur einige der bekanntesten Mutmaßungesi aufgezählt. Die Bewohner des Kaukasus weisen viele semitische Elemente auf. Man ist daher geneigteste oder doch wenigstens die grusinischen oder Bergjuden für Nachkommen der zehn Stämme zu halten; desgleichen die Chazaren, deren um 700 erfolgter Masstnllbertjritt zum Judentum psychologisch erklärt wird mit ihrer ursprünglichen Zugehörigkeit: die Chimjaren an der Westküste Arabiens zwischen Mekka und Medina, deren jüdische Abstammung nach den mohammedanischen Geschichtsschreibern außer Frage steht, zu denen wahrscheinlich auch die Juden Jemens gehören; die jüdischen Beduinen oder Jehud Chcbr in der Nähe des Roten Meeres, auch Bene Rechab. genannt,. uralte freie jüdische Stämme; die chinesischen — weißen Und schwarzen — Cochinjuden oder Bnei Israel, die allerding > nach Ansicht einzelner Gelehrter schon zu Salomos Zeitens eingewandert sein müssen. In Afrika sind es vor allem die Fellaschas, die an ihrer jüdischen Abstammung von König Salomo festhalten, manche jüdische Bräuche bewahren und ndch bis vor kurzem glaubten, der einzige Rest des Volkes Js ael zu sein. Die Juden der Sahara, die Taggatans, eine kleine Gruppe von einigen tausend Seelen, die erst 1857 entdeckt wurde. Die Afghanen hapcn bis zum 11. Jahrhundert den Namen Ghor geführt, wl durch sie sich als Verwandte der grusinischen Juden erweisen. Schließlich wurden auch die Indianer Amerikas, in neuerer Zeit auch die Japaner, als Nachkommen der zehn Sstämme bezeichnet. Absonderlicher ist die Bezeichnung der Mormonen, Nestorianer und Johanneschristen als Nacnkommen Israels; hier handelt es sich schon teilweise um theologische Gründe, die bei dieser Sagenbildung bestimmend waren. Theologisch ist auch die Begründung, daß die Engländer von den zehn Stämmen herstammen; man führte dafür, weil sie die Weltbankiers Messow &WALDSCHMIDT ui nr nnnrrrr» cm accc WILSDRUFFER STRASSE Unoleamianfer 67 cm breit. Serie 1 Meter 2.80, .Serie II Meter Unolemniauler 90 cm breit, Serie I Meter 3.75, .Serie II Meter Unoleamiaaler 110 cm breit, SerieI Meter 4.75, .Serie II Meter Unolemniaafer 133 cm breit . . Meter 5.75, . . . . 100 cm breit Meter 2“ 290 3“ 3“ Linoleum-Reste Inlaid. Muster durchgehend, m g« mit kleinen Fehlem.zirka 2mm stark Quadratmeter Linoleum-Reste Inlaid. stärkste Ware. 3,3 mm dick, mit kl. FehUQuadratmtr. Linoleum einfarbig braun, 2 Meter breit, verschiedene Stärken . . . Quadratmeter 6.60, 5 95, 4.85, Granltllnoleam durchgedruckte Farben.200cm br., regulär 2,4 mm stark, Quadratmeter 5.75, 2 mm stark Quadratmeter 590 400 525 Llnol.-Tepplclie moderne und Persermuster, 200/250 em groß. . 24.85, . . . | . 150 200 cm gras Unol.-Teppicbe moderne und Persermuster, 250/350 48.50 . . 200/300 Inlaid-Vorlagen ohne Kante, 2. Wahl, Gr. 60/90 2.00 . j . . . Größe 45/65 Inlald-Tepplche mit Kante, herrliche Muster, mit kleinen Fehlern, 200 300 34.00, 200/250 29.80, . . . ]. 150 200 cm groß 14“ 29“ 1 20 150 ■ Interessante Blüten! 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