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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-08-01 · 4 (8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
4 (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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'^^MWWWWWkWWWW Nr. 4 Seme ... .» ■K,J|'»*"T-P4IPIH.<I. .<1 T.mmw»ypi uruyiuT'i"'». ndeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden ” Seite 19 »me I igrndarbeit Am 12. August fand in Düsseldorf die zweite Hauptvorstandssitzung de« „Verbandes der lüdischen Jugendvereine DeutschtlandS" in! iesem Semester statt. Die Tagung lwar au» a len Teilen de» Reiches gut besucht. fAu» dem Situationsbericht, den der 1. Vorsitzende. R ibbiner Dr. Hahn, Essen, erstattete, ist zu entnehmen, daß sich die Dresdner Zugendtagung, die in allen jüdischen Lag« rn einen starken Widerhall gefunden hat, im Verband im Anne eine» vertieften VerbandSbewußtfeinS und einer gestrig:rten Arbeitsfreudigkeit auswirkt. Spiegelbild diese» Tatbestände > sind die letzten Ausgaben des «Hugendbund", der weitverpreiteten Zeitschrift des Verbandes. Die Beziehungen zu den übrigen jüdischen Organisationen geitalten sich, der» Bedeutung d«S Verbände» entsprechend. immer intensiver. Besonder» freudig wurde die Nachricht begrüßt, daß eS Dr. Jacob, Saarbrücken» auf dem jüdischen Weltjugendkongreß in Straßburg gelungen ist, die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit de» Verbände» mit der Union Universelle de la Jeuneffe Juive zu schaffen. In der sich an da» Referat anschließenden DiSkuffion wurden iic eingehender Weife die ideologischen Grundlagen der BundeSarbeit überprüft. E» herrschte! Einstimmigkeit darüber, daß eine Formulierung geschaffen werden muffe, die in der Sprache unsrer Zeit sagt, wa» der Verband positiv unter dem Schlagwort „Neutralität" versteht. Die der Versammlung vorliegenden Thesen von Dr. Max Wiener, Berlin, sollen die Grundlage dieser umgehend in Angriff zu nehmenden Erörterung bilden. An da« Finanz- und Organisationsreferat von Fritz Schwarzschild. Wiesbaden, schloß sich eine ausgiebige Aussprache über die im Winter zu lösenden Aufgaben an. E« wurde beschlossen, in den Mittelpunkt der kommenden Arbeit „Die soziale und seelische Not der herstigeu Jugend" zu stellen. Daneben sollen die in Dresden aufgestellten Forderungen hinsichtlich der Mitwirkung der Jugend an der in der Gemeinde zu leistenden Arbeit der Verwirklichung nähergeführt werden. Der verein jüdischer Händler und Angestellter in Dresden Kielt am Sonntag, dem 16. Juli, eine in Anbetracht der Hitze verhältnismäßig gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, auf deren Tagesordnung unter anderem folgende Punkte standen: Kaffen» und Tätigkeitsbericht. Der Kassenbericht ergab, daß der Verein im letzten Halbjahre über 1000 Mark für seine Zwecke verausgabt hat, zum größten Teil für in Not geratene Ostjuden. AuS dem Tätigkeitsbericht ergab sich unter anderem, daß der Verein in derselben Zeit 126 Pässe besorgt und in vielen Paßangelegenheiten interveniert hat. Sehr ausführlich wurde dann die Angelegenheit des Gemeindegottesdienstes nach altem Ritus besprochen. Die Verhandlung wurde dadurch besonoers interessant, da die Herren Gemeinderatsmitglieder Dr. Hirsch und Dir. Zucker in der Versammlung erschienen waren. Der Jüdische Frauenbund läßt zum 3. Male seinen Kunstkalender erscheinen, der schbn durch seine äußere Form beweist, daß die Herausgeber ständig darauf bedacht sind, immer neuen Verbesserungen und Anregungen Raum zu geben. Dev dritte Kunstkalender de» -Jüdischen Frauenbundes folgt >in seinem Bilderteil dem gleichen Ziel wie di« Kalender der vorhergehenden Jahre: Die neuesten Schöpfungen der jüdischen Künstler unserer Tage sollen die jüdische Familie durch das Jahr begleiten. Für sachverständigen Rat bei der Wahl und Zusammenstellung der Bilder gebührt dem Leiter der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde Berlin, Herrn Dr. Schwarz, unser besonderer Dank. Die neue äußere Gestalt als Umlegekalender kommt vielfach geäußerten Wünschen entgegen, eine Form zu finden, die es ermöglicht, die Kunstblätter d»e ganze Woche über vor Augen zu haben und sie am Ende des Jahres gesammelt zu besitzen. Da» kommende Jahr ist für den Jüdischen Frauenbund ein besonderes Jahr, der Erinnerung. Er blickt zurück auf.das erste Vierteljahrhundert seines Bestehens. Was diese 25 Jahre den Mitarbeitern de» Jüdischen - Frauenbundes bedeutet haben, welche Wünsche und Aufgaben sie und Freunde des Bundes für seine Zukunft hegen und fühlen, ist in den Textsprüchen diese» Kalender» durch Auswahl von Stellen aus dem Schrifttum zusammengetragen oder in eigene Form gebracht ^vorder«. Ein Doppeltes soll in diesen Blättern angedcutet werden: die Weite de» Ideen- und Aufgabenkreise» de» Bundesprogramms und der menschliche Reichtum, den einzelne Frauenpersönlichkeiten dem Bund gegeben und durch ihn empfangen haben. Die Frauen, die vor 25 Jahren den Jüdischen Frauenbund schufen, sind — in lebendiger Mitarbeit oder durch geistige» Fortwirken ihrer Ideen — auch heute noch seine Führer. Mit ihnen ist eine neue Generation jüdischer Frauen bereit, ihr Werk fortzusetzen. Voll Dank blicken sie zurück in die Vergangenheit, die Gegenwart läßt sie an jedem Tage di« Schwere der Verantwortung fühlen, — sie sind erfüllt von freudiger, heiliger Zuversicht für die Zukunft. Hannah Karminski. Ter Keren Kajemeth teilt mit: Wieder einmal hat" sich eines von den großen sozialen Gesetzen, mit denen das Judentum die Welt beschenkt hat, als unverändert lebendigerwiesen, das Gebot der sozialen gerechten Bodenverteilung, wie et in Wajikrah (XXV, Vers 10, 23 bis 24) zum Ausdruck kommt. Das zionistische Aktionskomitee hatte sich mit dem Bericht der unparteiischen Jewish Agency -Kommission zu befassen, der die Grundlage für da» kommende" Zusammenwirken von Zionisten und Srichtzionisten am Palästina-Aufbau bildet, und hat mit aller Deutlichkeit erklärt, daß eS als eine Voraussetzung für die Mitwirkung der Nichtzionisten ansieht, daß die Grundprinzipien des Jüdischen Nationalfonds' nicht angetastet werden, das heißt, daß der Grund und Boden in Palästina nur zum Teil in jüdischen Pxjvatbesitz, der Hauptsache nach aber in jüdischen Allgemeinbesitz zu uberführen ist. Er soll den Siedlern, wie e» schon auf dem bereits „ausgelösten" Areal von 214 000 Dunam der Fall ist, nur in Erbpacht übergeben werden. Diese neue Verlebendigung alten TraditionSguteS ist auf da» lebhafteste zu begrüßen, und die Stellungnahme der Leitung des Keren Kajemeth Lejisrael wird dem Fonds, der übrigen» auch in diesem Jahr wieder seine große Neujahrsaktion durchführt (Ablösung von Glückwünschen durch Spenden), sicherlich viele Freunde zuführen. Die gemeinnützige jüdische Ehevermittlungsstelle Zur Förderung de» Plane» einer gemeinnützigen jüdischen Ehe» vcrmittlungSstelle hat sich ein Komitee aus folgenden Mitgliedern gebildet: Frau Dr. M. Adler, Aerztin, Köln; Wolfgang Auerbach« Frankfurt a. M.: Moritz Bayer» Kultusvorstand, Aschbach b. Bamberg; Benno Basch, Magdeburg; Justizrat Dr. Blau, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde, Frankfurt a. M.; Landrabbiner Dr. Blum, Emd?n; Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach a. M.; Dr. Ehrenreich, Arzt, Köln-Ehrenfeld; Rabbiner Dr. Halperson, Breslau; Prof. Dr. Hanauer, Frankfurt a. M.; Fritz Hirsch, Ladenbürg a. N.; Frau Hauptlehrer Kaufmann, Gelsenkirchen; M. Markreich. Vorsitzender der jüdischen Gemeinde, Bremen; Sanitätsrat Dr. Ries, Stuttgart; Dr. Franz Rosenzweig, Frankfurt a. M.; Frau Edith Rosenzweig, Frankfurt a. M.; Stadt- und Konferenzrabbiner Dr. Unna, Mannheim. Die Mitgliederdes Komitees sind bereit. Anmeldungen zur Mitgliedschaft entgegenzunehmen. Al» MindestjahreSbeitrag. sind 5 Mark vorgesehen. Bereits sind eine Anzahl Anmeldungen eingegangen. Um weitere Anmeldungen, auch von Korporationen, wird dringend gebeten, damit der Verein baldigst gegründet werden und seine Tätigkeit entfalten kann/ Wie groß das Bedürfnis nach einer derartigen gemeinnützigen Einrichtung ist, ergibt sich daraus, daß schon jetzt auf die Ankündigung einer beabsichtigten Gründung hin bereits zahlreich« Zuschriften jüdischer Männer und Mädchen erfolgt sind, die bereit sind, sie in Anspruch zu nehmen. Die Zeitschrift »,Jüdische Arbeit»- und Wanderfürfvrge" tritt mit dem soeben erschienenen Hefte in den zweiten Jahrgang ihres Bestehens. Sie behandelte in dem ersten Jahrgang nicht nur alle Fragen'der organisierten und produktiven Wanderung und Wanderfürsorge, sondern sie versuchte über den anfänglich gesetzten Rahmen hinaus eine Fülle grundsätzlicher Probleme der jüdischen Wohlfahrtspflege und -Sozialpolitik zur Diskussion zu stellen. Ueber da» Verhältnis von Zedakah und moderner Wohlfahrtspflege sind einige wichtige Aufsätze aus der Feder von Rabbiner Dr. Horovih, Frankfurt, Rabbiner Dr. Bogelstein, BreSlau, Eugen Caspcrry,' Berlin, und Dr. StrauS, München, erschienen. Zur bedeutungS- Vollen Frage der jüdischen Rechtsauskunftsstellen und Schieos» ALBINW AUER { INHABER ÖRESDEN.N., EONIQSDBUCEEB STRASSE 5© Hünstlerisdie Wohnun^seinriditun^en in allen Preislagen BESICHTIGUNG ERBETEN GRÖSSTES HAUS AM'PLATZE t

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