Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-06-01 · 2 (6.1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
2 (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4892693-5739357-5769837--0837-4893463
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 2 temeinbeblatt der Israelitischen 9t elig tonSgemeinbe Dresden Seit« Aus dem Vereinsleben Da» Recht an der Heimat . Rhrinlondtaguug des Erntral-Bereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (?. P. .ttöln, als Stadt der Prcsßr von zahlreichen Organisationen zum Tagungsort erkoren, sah heute die Rheinlandtagung des Eentral-Vercins deutscher Staatsbürger jüdischen c Glaubens in seinen Dtauern. Aus dein ganzen Rheinland und wc t über seine -- Grenzen hinaus N>arcn viele hundert Teilnehmer erschienen. Die Arbeitstagung wurde durch eine als Morgenfeier gestaltete überaus eindrucksvolle ösfcntlichc /tundgclinng in der .Kölner städtischen Oper cingclcitct, die weit über tausend Personen füllten. Der Vorsitzende des gastgebcndcn liirksrheinischen Landesverbandes des Eentral-VcrcinS, Bernhard sfeilchenscld. Köln, konnte in seinen Begrüßungsworten eine große Reihe Vertreter der staatlichen, städtischen und Justizbehörden, darunter den Kölner Polizeipräsidenten Bauknecku und den LandeSgerichtSpräsidcntcn Dr. Kuttcnkcnler willkon men heißen. Das Präsidium des Ecntral-Vereins »rar durch einen ersten Vorsitzenden. Justizrat Dr. Brodnitz, Berlin, eine > der Stellvertreter des Vorsitzenden Rechtsanwalt Dr. Brmw Weil. Berlin. und den Direktor des Central Vereins Dr. Ludwig Holländer. Berlin, vertreten. i Von starkem Beifall empfangen, richtete sodann Justizrat i Dr. Brodnitz voll innerer Ergriffenheit ivarmc Worte des Danf kcS an die ffcstversammlung. Es sei eine Jcierstijndc. die wir auf rheinischem Boden begehen, mjt dem auch die deutschen finden eine mehr als anderthglbtausendjährige Geschichte verbindet- Wenn es eines NachtvciscS des Hcimatsrcchtes der deutschen Juden aus deutschem Boden bedürfte, so genüge der Hinweis auf das Rheinland. Er erinnerte daran, daß vom Rhein her vor Jahrhunderten ans Grund von Verfolgung Juden nach dem Osten gewandert sind. Aber trotz der Verfolgungen in der Heimat ließen sich die Auswanderer zusichcrn, daß der Rück schaffung ihrer Leichen in die alte Heimat wm neuen Herren keinerlei Schwicrsirkcitcn bereitet w rden sollten. Justizrat Brodnitz schloß mit dem Wunsche, daß diese .Kundgebung alle Seelen von neuem mit dem Wille»! zum Dienst am Vaterlande erfüllen und als Bekenntnis zu apen deutschen lstollksgenoffen hinansdringcn möge. seiten ihrer Die Festrede .Der deutsche Jude auf deutscher. Erde" hielt Dr. Bruno Weit. Er führte aus, daß die Behandlung des ^Kenias zur Voran» setzung habe, zunächst die Stellung des D mischen ans dcutscker Erde ganz allgemein zu untersuchen. Dr. Weil schilderte ig einer sform, die das Werden und Vcrgl hcn pon Rationen, Grenzen, Kulmren pla tnev hervortrelen ließ, die Entwicklung des! ent» scheu BolkeS und des deun'chen La ideS zu ihrer heutigen Gestalt. Während aller Perioden deutscher Geschichte sei die Anwesenheit der Juden in Deutschland isach auS An- Bosch Eiseman Fabrikate weisbar Das «onstanlinische Edikt dein Jahre erlvähne bereits die Wesenheit von Juden in Itölp in einer sidisti die eine schon lange währende Anw sen heit von' Juden in der «ladt vorau^eyt Aehnlich iei es bch Aachen. Mainz. Metz und Epencr der siall. deutscher Geschichte scheine durchaus friedliches chen Juden und Christen gebracht zu. haben. erste Jahrtausend saiinnriileben zwi 12(*0 ab etwa< so gte ein halbes Jahrtausend von Rot und Perfol gung der Juden, lue erst in den beiden letzten Jahrhunderten laiuscim nachließen. um theoretisch I8VV ihren Abschluß zu stndcn. Wenr Mensch in seinen und Abstammung sich zusammcnsctze. so liege in keinem d Merkmale etnxr» beschlossen, das die Inden i» -der volleir iüllung ihrer nationalen Pflichten Kindern könnte, scheidend sei darüber hinaus das subjektive Merkmal dcS Wil lens, und dieser der Juden mit Vaterland ist.' Produkt junger zeige die unlösliche und innige Verbündet Deutschland, das seit zivci Jahrtansendcn Rationales Bctvußtsrin im heutigen Sinnc Entwicklung. Seit dem Dreißigjährigen .Kriege gab es preußisches »>td sächsisches, badisches und hessisches, iber kein deutsches : tationalgefühl. Erst nach den napolconifchon be dem Tor. geistigen Elementen ans Religion. Tvrache. K Kriegen begann das Volk von deutschem Land z» sprechen gann die Hochspannung des. deutschen Rationalgcfühls. an die deutschen Inden ihren reichlichen Anteil haben. DaS das den deutsch, n Juden durch den Zugang zu allen deutschen Dingen aufgrta r wurde, könne nicht mehr geschlossen iveide». Der Weg gehe ür Jude» und Ehrsten nach der gleichen tiichtung: Auflmn i es 'Vaterlandes. Gemeinschaft aller Gutgesinnten, Beseitig»», aller unnötigen Auseinandersetzungen,. Per-r. ringernng der Debatten über die sogenannte Judcnfrage, ,a»S denen einzelne.politische Parteien ihr ganzes Programm bilden 13 kas Zu- Von der ltur cser Er fntbeit ihr sei c

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.