Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 1 (5.1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionS auf Grund unserer religiösen lleberzeugung zu »urchschrciten gemeinde Dresden reite hatte». Und deshalb fordern wir entschieden religüse Toleranz, deshalb sind wir entschiedene Gegner des Antisemitismus. Wir sind aber auch Gegner des Antisemitismus aus nätiliialen Gründen; denn wir wissen, daß das deutsche Volk nach den Weltkriege alle Kräfte braucht, die zu seinem Aufstieg notwend g sind. Auch .in unsren Kreisen ist die Frage des Antife-mitiSmus sehr akut gewesen, urrd cs dürfte -Ihnen am besten unsre Einstellung hierzu demonstrieren, wenn ich Sie daran erinnere, dag Kcrdinal Faul- Haber in einer entschiedenen Rede bewiesen hat, n>as geistliche, was Nächstenliebe allein ist. Daher begrüßen wir cs, daß auch Lie zu uns Stellung nehmen, wie dies z. B. in crsre ilichcr Weise durch die Stellungnahme des Herrn Rabbiner Dr. Baerwald zu den Vorgängen in Mexiko geschehen ist. Reichsminister a. D. Tr. von Raumer betont namens der Deutschen Volkspartei, daß diese stets eine liberale Partei gewesen sei. „Das Wesen jeder liberalen Partei ist, daß irgendein Unterschied zwischen den Staatsbürgern nicht gemacht wirp. Der Redner weist darauf hin, daß Männer aus jüdischen Kreisen häufig als hervorragende Mitarbeiter der Deutschen Volkspartei gewirkt haben, erwähnenswert vor allem Gcheimrat Rießnar, der Präsident des Reichstages. Die Deutsche Volkspartei lc^hnt den Antisemitismus ab. Ter Redner stellt dann fest, daß feinem Geiste der Gedanke des Antisemitismus völlig fremd sei. Er begreife ihn nicht mehr, ^ju dieser Erkenntnis habe , das Vertrautscin mit dem Seelenleben hervorragender Juden, wie z. B. Rathenau, bei. getragen. Ter Redner gibt seiner Erwartung Ausdruck, daß in 20 Jahren eine solche Versammlung nicht mehr nötig sein wird, wie ja der Antisemitismus auch schon seit Pen lebte» Wahlen bemerkbar zurückgetreten sei. Wen» ich mich heute! in Ihre Gcdankengänge versetze, so ist die Frage, was ich denke Und was heute' in die Erinnern,» Anteil des deut und Kultur. sche tg der Menschen zurückgcrufeii werden muß,!der en Judentums am Ausbau deutscher Wissens« >aft Es sprachen außerdem Dr. Bruno Glaserfcld, Vorsitzender Landesverbandes Groß-Berlin des Ecntral-Vereins und für deutsch-jüdischen Frauen Margarete Fried. * Radeberger Biloner 19 des die ntiflt fnw» aabtbtrgtr I*,«» r.in« oeportbirrbraufrn I unübrrtroffrom Babeberg Qualität ANGORA-KAMELHAARHAUI OB SALZMANN STRUMPFE in 1000 Farben, audi extra weil und lang. Prager Straße'23 Johannstraße 17 E 30 5 Kalte und warme Speisen Echte Biere und Weine. Erstklassiges Bestellungs- und Versandgeschäft Bunte Schüsseln, Teegebäck, Desserts, , , Eise frei Haus. | Dresöen-A., Prager Straße 48, l K V U K U " -et., ••piuyci TO, 0ur«»at«t. Unterftü^r^ r r * W elnhandlung Weinstuben Tiedemann '& Qrahl Seestraßc 9 Jr CLUZf.. qM tmwfabt1mnmPK lEüUm T apeten-Spezialhaus Franz Schlote Waisenhausstr. 36, Tapeten in jeder Ausführung o Zurückgesetzte Sachen billigst!