Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 12 (30.4.1928)
- Date
- 1928-04-30
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 12 temeinbeblatt der Jsrc elttischen ReligionSg tu in 8, insbesondere der Ostjuden. die ja zum großen Teil des Hebräischen mächtig finb, ersaßt. j Auf diesen Grundlagen entwickelte sich nun in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in immer singendem Maße die jüdische Messe. Es entstehen zahlreiche L rgane in deutscher, in hebräischer, in französischer, in engl scher, in russischer, vor allem aber in jiddischer (oder rich iger: in jüdisch-deutscher) Sprache. Es gitst Wochenschrif en und Monatsschriften und bald auch große TageSzeitun w». Es ist natürlich sehr schwierig, auf dieseih Gebiete absolut fichere Statistiken aufzusteÜen, aber eine hniiähernde Bircchnung ergibt, daß in der 'rfjeit von der Mitte des 17. Iah, Hunderts bis zur Gegenwart etwa 5000 jüdische Zeitungen rschienen sind, und es ist selbstverständlich, daß der größte Teil dieser Zahl der unmittelbaren Gegenwart langehört. Ti; jüdische Presse präsentiert sich in etlva 35 Sprachen, darunter alle großen Kultursprachen, dann weiter Hebräisch. Jüdisch-Deutsch, Lpaniolisch, d. h. das Idiom, das diel vor vier Jahrhunderten aus Spanien vertriebenen und ich Orient anresicdelten Juden sprechen, ein Dialekt von ausgesprochen spanischem Gepräge, der sich aber zu dem eigentlichen Spanisch verhält wie das Jüdisch-Deutsche zum Hochdeutschen. Weiter aber gibt es die jüdische! Presse in arabischer, buchariscker, grusinischer Sprache, ja sogar in einigen indischen Dialekten. Bon besonderer! Wichtigkeit ist offenbar die jiddische < jüdisch-deutsche) Presse, die mit rund 1200 Organ n an der Spitze aller jüdischest Zeitungen steht. Das ist w« iter nicht merkwürdig, wenn man bedenkt, Laß dieser T alekt die Mutter- und Umgangssprache von vielen Millionen Ostjuden ist, die, als sie ihre Heimat verließen, ihre Sviache Mitnahmen, und so kann man denn jetzt das Jlldisch-T rutsche in der Alten Welt vernehmen von Stockholm bis Karstadt, von London bis Jerusalem. Es ist ein wahrhaft inter lationaleö Idiom, und dem entspricht auch die Entwicklung d;r Presse: emeinde Dresden Seite 13 überall, wo sich sie Ostjuden neu angesiedelt haben, ist mich die jüdisch-deutscne Presse zur Stelle, und es ist ein eigenti i liches Gefühl, wenn man z. B. Paris durchstreift im Zeitungskiosk quf der Place de la Pastille ein Par jüdisch-deutsches Tageblatt ausliegen sieht. -Hie et ubi (hier und überall) möchte man mit Prinz Hamlet ausru Ihre Hauptp legestätte neben dem Osten, wo sich befände iJbdemeQhmeniaschen t(egantes$ß2segepack Schrankk°ffer ' Buhnkoffer Führend* Margen Herren- und in höchster Vollendung , Robert oer Knaben-Kleidung lohn nur ^JohannstraBeIEckliausWeiBeGass<! M. Löwenberg Dresden-N., Bautzner Straße 75 I Eigene Anleitigung eleganter Damenwäsche aller Art Spezialität: Aussteller-Wdacfie Solideste Ausfflhrungl Billigste Preiset Lieferung an Private und Wiedervetkdufcr Besichtigung ohne Kaufswang Krankenpflege für Tag und Nacht übernimmt Justine Kleiner Louisenstraße 12,1. . : Telephon 56408 Referenzen und Zeugnisse sichen zur Verfügung. IBIN SCHMIDT $jrofru*)tfßLn‘7Cot/vctߣ '£ \aen-A.* PittmiherStr.lt 1255? XDfv bitjtcn unsere Leser, bei ihren $inkösfcn die Inserenten GemeiHdedlattes zu bevor-og Wir verkaufen zu jedem annehmbaren Preis: 6/20 o wagen, Llmonslac 9/24 Adler, ollen 10/40 Apollo, ollen 12 36 Sloewer, ollen 12 40 Elite, abnehmbare 21 60 Opel, Llmonslne Interessenten erhalten ausführliches Angebot unter G. lOO, Israelitisches Ge-, meindeblatt, Zeughausstr. 2