Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 8 (31.12.1927)
- Date
- 1927-12-31
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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wim miniiiiiiiiminiim Nr. 8 >emeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seite 21 behandelt werden müssen, will die VIS. in diesem Semester einen rein praktischen Referatzyklus bringen. Sic glaubt. Lag das Thema Wohnung und Technik auf Interesse stoßne wird.. Dieser Zyklus soll etwa vier Referate umfassen. Die Bereinigung rechnet dabei auf die Unterstützung der jüdischen Leffentlichkeit. Tie Bekanntgabe biefrt Veranstaltung erfolgt in diesem Blatte. Wenn der Versuch gelingt, so soll er jedes Semester wiederholt werden, wobei Wünschen aus dem Publikum nach Möglichkeit Rechnung getragen werden soll. Die Vereinigung erhofft von der jüdischen Lcffentlichkeit ein freundliches und wohlwollendes Interesse. Jüdische Vereinigung „Esra", e. V. An» Sonntag, dem 8. Jan., abends 8 Uhr. feiert die Vereinigung „ESra" in, Weißen Saal der Kälisinannschaft (Cftrtv Allee) ihr 6. Stiftungsfest. Am daranfsolgcnden Donnerstag. 12. Januar, abends 8 Uhr, findet die <>leneralversammlung statt. Näheres, auch über die weiteren für den Monat Januar geplanten Veranstaltungen, wird durch persönliche Einladungen bekanntgegeben. Verband Jüdischer grauen für Kulturarbeit in Palästina. Am 16. Dezember wurde in Dresden eine Frauengruppe des Verbandes für Kulturarbeit in Palästina^ gegründet. Tie Versammlung begann ui» 20 Uhr im Roten «aal deS Künstlerhauses und hatte zum Mittelpunkt einen orientierenden Vortrag der Frau Margarete Turnowsky aus Berlin. Von Beruf Sozialbeamtin und durch längeren Aufenthalt in Palästina von der dortigen Lage gründlich unterrichtet, verstand cs Frau Turnowsky mit ihrer anschaulichen und warmen Art der Darstellung das Publikum z» fesseln. Sie kennzeichnetc den Verband als unpolitische Frauenorganisation, die es sich zur Aufgabe macht, Frauen und Mädchen i» Palästina für geeignete Berufe auszubilden, die dazu bestehenden Institute, wie Mädchenfarmen, Spitzenschulen, Musterkinderheime, zu unterstützen, und sich am Kinderhilfswerk zu beteiligen. Ta der öosen Eisern Fabrikate lan&b* Stoff vielen der Anwesenden fremd war. mußte die Rednerin weit ausholen. Es gelang ihr, den Hörern eine deutliche Vorstellung von Palästina, den dort wohnenden Juden und ihren Arbeitsverhältnissen zu vermitteln, angefangen beim sogenannten «alte» Jischuw" bis zur „4. Alijah", jener großen städtischen Invasion, die größtenteils als Ursache der heutigen Arbeitslosigkeit in Palästina anzusehen ist! Alles in allem erhielt man ein erfreuliches, zu weiteren Hoffnungen berechtigende» Bild von Erez Israel, da», wie die Vortragende mit berechtigtem Nachdruck betonte, heute unter die Tatsachen gehört, kein gedankliches Streitobjekt mehr ist, für dessen Besteben demnach nicht ja und nein, sondern nur Anerkennung und tätige Mitarbeit in Frage kommen. Da« Verständnis momentaner Not erweckt den Willen zu ihrer Behebung, an der sich alle jüdischen Frauen beteiligen sollten Im Rahmen des KullurverbandeS ist ein gutorganisiertes Hilfswerk möglich, da gründlich unterrichtete Frauen aus der Praxis ihre Direktiven geben. Beispiele und Hinweis», in welcher Art geholfen werden kann, vervollstsindiglen die AuSsübrungen. ' i.'rmif sprach Frau Henny Winter einige Worte über die ge- Dresdner ltzruppe des Verbandes und ihr Arbeitsprogramm, ei den Zusammenkünften eine jüdisch-kulturelle Not« haben Man, glaubt, dem Bedürfnis viele.- Dresdner Damen .’»!« iiiloinme», wenn z. B. ein BibelkursnS abgehalten wird und ößcrcn Zwischenräumen interessante Vorträge und Rezisabende geboten werden. Frau Winter verwies dann auf die lederlisten, die zur Eintragung herumgegeben wurden. » Frau Elise Hirsch wurde ein prinzipieller Einwand laut. Hirsch wollte vor der Arbeit im Kulturverband .Hilfeleistung 'ii jüdischen Kinderhort in Dresden sehen. Diese Bedenken ' Frau Turnowsky zunichte, indem sie b.e i d e S für notwendig amit für möglich erklärte. Jüdischen Aufgaben könnten sich niemals entziehen, sagte sie, und warf ein Licht auf die -gültige Gebefreudigkeit der Palästinenser, auch der Aermsten ihnen. ' ß die anwesende Versammlung hinter jenen Juden nicht zu- Die Buchdruckerei i Kaden 6> Comp. ist die Druckerei, 4ie Ihnen sämtliche Drucksachen einwandfrei und schnell liefert. Verlangen Sie Vertreterbesuch! Ruf 25261 HAUSFRAUEN! wascht nur in der Groß-Dampfwäscherei u. Plätterei Albertshof-Savoy Dresden-Ä., Sedanstraße 7/9 , Eingang auch Werderstraße 16 / Fernruf 42053 Spezialität: Haus- und Hotel-Lohnwäsche / Gewichtswäsche Auf Wnnidi erfolgt Abholung!! Treppen % Fluren %. Fenster % 4 Parkett Linoleum % Fenster», Parkeft» und Treppen»Reinigungs»Institut Germania" Exncr & Richter An der Frauenkirche 6—7 + Fernsprecher Nr. 29722 »r