Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 7 (28.11.1927)
- Date
- 1927-11-28
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
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PIIIWA, Nr. 7 emet ndeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seite >9 Mädchenlehranstalt, schule. Lüttick institut, Eisenacher »strafte 21. Rechtsanwalt Salinger berichtet Marschnerstr ifte 8/10; v. Rabenhorst-Hertel- \t 8; 66. Volksschule, Nöthniher Strafte 6. Herr Lehrer Isaak erteilt den R ligionsunterricht im Freimaurer Herr Pionkowski berichtet ferner für den Schächtaussihuft. Herr 3 lax Lester berichtet für die Kam miflion zur Neuordnung des S» endenbucheS und die Kommission kür die wieder eing^angene rituelle Mensa für die Vereinigung der jüdischen Studierenden. Herr Rechtsanwalt Salinger berichtet für die FursorgekomMission. Hü: Herren vom Gemeinderat sollen zu der von der Fürsorgekommissicn einberüfenen Sitzung der WohltätigkeitSvereinsvorstiände am Miftwoch, dem 30. November 192T, — unter Mitteilung der TageSordning eingeladen werden. Herr weiter über die-bisherige Tätigkeit der zur Prüfurg der Anträze auf Aenderung -es Gemeinde- Wahlrechts eingesetzt:n Kommissi, n. Zu 7 teilt der Vorsitzende >,uf Wunsch des Herrn Rabbiners Dr. Wolf mit, datziam 9. Deze nber zum erstenmal ein Freitag ugend in der FraternitaSunkt 3 der Tagesordnung abendgotteSdienst für die etwerbi tätige Loge stattfindet. Nunmehr wird über verhandelt. Herr Pionkowski beuchtet und verliest das Schreiben, das der Gemeindevr rstand am 1k. November 1027 an den Vorstand des Vereins Adaft Zefchurun gerichtet hat und das Antwortschreiben des Vereins Adaft Jeschurrm an den Gemeindevorstand vom 22. November 1027, ferner einen Teil des Briefes der Herren Dr. Schornstein und Ostar Fe der an den Vorstand der Gemeinde vom 6. November 1027. Herr Max Leffer »«richtet: Für «inen neuen Gottesdienst nach altem Ritus sind nach Mitteilung des Herrn Dr. Schornstein bisher 468 Plätze gezeichnet worden. Für die Miete für diese Plätze im Gesamttetrag, von 4384 M. übernimmt Herr Dr. Schornstein, wie er ■' >errn Lester erklärt hat, für dckS erste Jahr die Garantie und «erjifli chtet sich, die genannte Summe 14 Tage nach Feststillung »es Zeitpunktes, an welchem der Gottesdienst beginnt, im Gemeirdeam zu deponieren. Die begonnene Nachprüfung der Ve rhältni se de: Zeichner hat er — Herr Leffer — nach dieser Erklärung deS Herr» Dr. Schornstein einstweilen eingestellt. Herr RechtSanwrlt salinger erklärt im Namen der liberalen Mitglieder des K »llegiumS, daft er und feine Freundedie Einrichtung eines crihodoxen Gottesdienstes nach Kräften fördern helfen wollen, daft drbei ab r die Finanzfrage von ausschlaggebender Bedeut Bedeutung bleiben müsse. Herr Dr. Levy erklärt in seinem Namen und dem der Mitgl eder dcr jüdischen Volkspartei, daft auch er die Einführung eines orthodoxen Gemeindegottesdienstes begrüftt. Er bejaht die Bedürfnisfrage und oertritt den Standpunkt, daft auch die finanziellen VoräuSsej unge » durch die Erklärung deS Herrn Leffer gegeben seier und weist darauf hin, daft die Gemeinde für die wichtige kultisch, Ange egenleit nach seiner Meinung verpflichtet sei, eventuell gröftere L pfer olS bisher zu bringen. Herr Pionkowfki und Herr Lehman» sprchen unter Hinweis auf di« verlesenen Briefe über die <r-treit »unkte zwischen dem Verein Adaft Jeschurun und Herrn Dr. schoinstein und seine Anhänger. Während der Debatte erklärt H»rr Lehmann: Wenn ein orthodoxer Ge- »ueindegotteSdienst eingerichtet wird, wird sicher keines unserer Mitglieder, da» heiftt! es Bei einS Adaft Jeschurun, sich weigern, an diesem Gottesdienst teilzunehmen. An der Debatte beteiligen sich ferner die Herren Neinholl, Direktor Zucker, Direktor Hirsch, Pelz »rnd die Herren Rabbiner. Herr Pionkowski und Herr Rechtsanwalt Salinger stellen fest, daft eS der einstimmige Wunsch deS Kollegiums ist, einen orthodoxen GotieSdienst einzurichten, wenn die finanziellen Verhältnisse der Ge nein >e es gestatten. Folgende von den Herren Rechtsanwalt Salir ger und Dr. Levy vorgelegte Resolution wird einstimmig angenommen: „Gemeindevorstand und Gemeinderat legen Wert darauf, einen orthodoxen Gottesdienst ins Leben zu rufen. Synagogen- und FinanzauSschuft werden beauftragt, die technischen Vorbereitungen durchzuführen." Es liegen weiter zwei Anträge vor: Ein Antrag des Vorstandes, zwei dem Gemeinderät angehörende Delegiert« für den Vorstand des Vereins Adaft Jeschurun zu bestellen, deren Rechte und Pflichten in dem verlesenen Schreiben des Gemeindevorstandes an den Vorstand des Vereins Adaft Jeschurun genau festgelegt sind; ein Antrag des Herrn Lehmann, daft in mündlicher Aussprache zwischen dem Gemeindevorstand einerseits und dem Vorstand von Adaft Jeschurun arrderseitS über alle Bedingungen wegen der Delegierung zrveier GemeinderatSmitglieder verhandelt und die Bedingungen festgelegt werden. Der Antrag deS Vorstandes wird mit 14 Stimmen angenommen, der Antrag Lehmann gegen 7 Stimmen abgelehnt. Als die beiden Delegierten wählt Kollegium auf Antrag des Herrn Rechtsanwalt Salinger mit Stimmenmehrheit die Herren Pionkowski und Rechtsanwalt Dr. Hirsch. Es folgt «ine geheime Sitzung, au» der nur öffentlich mitgeieilt wird, daft an Stell« des nach Erfurt berufenen Lehrers und Kantors Hermann Schacher der Lehrer Jakob Blum auS WilhermSdorf bei Nürnberg als Lehrer für die Israelitische Religionsgemeinde zu Bautzen gewählt worden ist und daft Herr Blum wie Herr Schacher einige Unterrichtsstunden an der Religionsschule zu Dresden übernehmen, daft da» Anstellungsverhältnis des Schächters Israel Schabse Osclka vom 1. Januar 1028 an um zwei Jahre verlängert ivorden ist, daft an. Stell« des verstorbenen Kastellans Max Blümel Herr Alfred Wehowsky als Hausmeister für Synagoge und Gemeindeamt angenommen worden ist. Berichtigung Herr Tr. Moses, Zwickau, Führer der jüdischen Volkspartei i» Sachsen, sendetuns folgende Berichtigung: In das Protokoll der Ausschnftsttzung des Sächsischen Jsrmlitischen Gemeindeverbandes vom 10. Juni «veröffentlich» in Nr. 2 des 6iciueindeblattcs der Israelitischen Religionögemcinde Dresden» hat sich ein bedauerlicher Irrtum eingclschlichen. Punkt 10 des Protokolls bezieht sich auf die Briefe der Jüdischen Voltspartei Sachsens. An die Darstellung des an den Gcineindevcrband gerichteten Briefes, in dem die Jüdische Volkspartei die Stellungnahme der Verbandsvertreter in der Frage der Staatsangehörigkeit der ehrenaintlichen Vorstandsmitglieder bemängelt, knüpft das Protokoll die Bemerkung: «Tie Jüdische Volkspartei Sachsens zu Zwickau hat sick, mit * einer Eingabe vom 22. November 1026 an das Ministerium für Volksbildung gewendet und gegen die Stellungnahine deS Sächsischen Israelitischen Gemeindeverl»andes Protest eingelegt." Diese Angabe ist unzutreffend. Die Jüdische Volkspartei Sachsens hat weder in diesem noch in irgendeinem -andern Punkt beiin Ministerium Protest gegen die Stellungnahme des Otemeindeverbandes eingelegt. Sie hat ihren Protest vielinehr ausschlieftlick» an den Ausschuft de» Gemeinheverbandes gerichtet. An das Minifteriuin hat'die Jüdische Volkspartei nur eine Eingabe gerichtet, in der sie ausführlich ihren sachlichen Standpunkt zu dem Enttvurf eines Gesetzes über die öffentlich-rechtliche» Religionsgesellschaften dargelegt hat. In dieser Eingabewird der Sächsische Israelitische Gcmeindeverband mit keinem Wort erwähnt. b n+i M afo timteUm!- firtmk JtftfüMfi mnmPir BAUMEISTER WALTER ARCHITEKT ENTWURF, BAULEITUNG FÜR IN¬ DUSTRIE UND WOHNHAUSBAU, 0E- WISSENHAFTE, FACHMÄNNISCHE BERATUNG IN ALLEN BAU- UND W0HNUN6SSACHEN, GUTACHTEN, FINANZIERUNGEN DRESDEN-A.1. VIKTORIASTR. 3. TEL18396 RedaktionSschluft. Die Bereine beten, davon Kenntnis zu nehmen» datz t leiten uns zwingen, die Redaktion am Monats zu schliehen. usw. werden ye- ‘ e Notwendlgeines jeden