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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-07-28 · 3 (28.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
3 (28.7.1927)
Date
1927-07-28
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Nr. 3 Gemeinde ilatt der Israelitischen Kanada. Et sind nach Kanad, nur FaiAner, Landarbeiter, weibliche Dienstboten und bestimmt« Kategorien naher Verwandter zugelassen. Die kanadischen Einreisebeschra tkungen für deutsche Reichsangehörige sind aufgehoben. Es ind deutsch« Reichsangehörige - sämtlicher Berufe zugelaffen. nicht uir Angehörige landwirtschastlicher Berufe, die sich in solchen in Kanada zu betätigen lniabsichtigen. - - Das Nachrichlenblatt der Reichs teile für das AuswanderungSwcsen vom 16, April ISL7 berichte! u. a. folgendes über BeschaftigungSauSsichten in Kanada: »Nach den kanadischen Einwande!U»gsbestimmungen können alle in Deutschland wohnhaften Reich deutschen zur Einwanderung nach Kanada zugelaffen werden, die dem kanadischen Entwänderungsinspektor in,Hamburg nach »eisen, daß sie körperlich und geistig gesund sind, daß sie das n itige Reisegeld haben und daß ihnen eine Anstellung oder Besc äftigung beim Eintreffen in Kanada gesichert ist, ob« daß sie der genügend Mittel verfügen, um ihren Unterhalt in Kanada o lange zu bestreiten, bis sie Arbeit gefunden haben. Bevorzugt werden von den kanidischen Behörden nach wie vor in erster Linie landwirtschaftlilhe Elemente und weibliche Hausangestellte, weil dies« die beste Aus licht auf ein Fortkonimen haben. Angehörigen andrer Berufs, wie aufmännischen Angestellten, gewerblichen und Industriearbeiter!, muß jedoch von einer Auswanderung abgeraten werden, wen r ihnen nicht eine Beschäftigung in ihrem Fach oder Berufe svorhe gesichert ist. Bureauangestellte können nur auf Beschäftigung rech en, wen» ihre englischen Kennt, niffe so umfangreich sind, daß si eS ihnen ermöglichen, mit in Kanada geborenen Angestellten bei gleichen Klaffen in Wettbewerb zu treten; und auch dann werd n sie bei ihrem Eintreffen in Kanada damit rechnen müssen, da; sie auf Jahre hinaus nur verhältnismäßig gering bezahlte Sie lungcn erhalten. Gewerbliche und industrielle Arbeiter Müssen mit einer zur Zeit immerhin erheblichen Arbeit Ilosigkeit im Lande rechnen, von der hauptsächlich, und zwar fast ri gelmäßig im Winter, solche Personen betroffen werden, die den < inheimischen Arbeitern, was Be- Fa. Franz Horn Dresden * A. 24 fuhrt t i Ca -» Dadidc* k Leubmfzerbfr. 3 Aspbah n Telephon 4391? arbeitet Bille und kungsarbeiten jeder Art sowie ierungs» u. Grundwasserdidilungs» .. höchst zuverlässig aus. t ei langen Sie kostenlos Angebote üb >rzeugen Sie sich von der Preis* würdig! eit. Religionsgemeinde Dresden <, Seite 11?.cttf<4u.n8 d« Sprache usw. angeht, noch nicht ganz gleichwertig sind. Für alleinste-hende sehr kräftige junge Leute besteht immerhin die Möglichkeit, Beschäftigung zu finden, jedoch meist nicht in ihrem eigenen Berufe, sondern als Holzhauer, Erdarbeiter u. dgl. . . ." Für Angehörige freier Berufe bietet Kanada nach uns von dort zugcgangenen Nachrichten im allgemeinen kein geeignetes Feld. Absolventen europäischer Universitäten müssen neue Prüfungen ablegen, ehe si« zur Ausübung ihrer Berufe zugelaffen werden. Wkr bringen nachstehend ncch zu weiterer Information einen kurzen Auszug aus Zirknlarschreibtn der Eanadian Pacific, be. züglich der Einreise deutscher Staatsangehöriger. Personen, die nicht'zu Verwandten oder Bekannten reisen, also keine Anstellung in Kanada haben, müssen bei Einholung des Visums außer der Schiffskarte noch ausreichende'Geldmittel (z'rka lllXl Dollar) besitzen, um die Kosten für den Unterhalt in Kanada während der Zeit zu decken, in der eine Anstellung »och'nicht vorhanden ist. Für Landwirte und Landarbeiter kommt diese Bestimmung jedoch nicht in Frage, vielmehr genügt es, wenn si« »eben der Fahrkarte bis zum Bestimmungsort L5 Dollar Handgeld vorweisen können. ... Dazu ist zu bemerken, daß die Höhe des VorzeigegeldeS gcsetzlich nicht festgelcgt ist, aber die Praxis der Schiffsgesellschaften und des kanadischen- Einwanderun^sbeamten hat zu der vorstehenden Norm geführt. — Erwähnt sei noch, daß die Erteilung de» Visums an deutsche Reichsangehörige aller Berufe sich nur aus reichsdeutsche Einwanderer erstreckt, die aus Deutschland nach Kanada kommen, nicht auf solche, die vom Auslande aus ihre Reise antreten. Mexik». Berichte über Mexiko stimmeil darin überein, daß von einer Einwanderung dorthin ahzuraten ist. Das Leben in Mexiko ist teuer: für mittelloseEinwanderer ergeben sich keinerkeiChanccn. Man schreibt uns. daß unter den jetzigen Verhältnissen. nur cine Einwanderung solcher Personen rötlich erscheine, die zu Verlvandten reisen. Besonders ist darauf hinzuweisen, daß die KeüntniS des Spanischen oder Englische» zuM Fortkonimen nötig ist. 72/ die Heise! 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