Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-02-28 · 10 (28.2.1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
10 (28.2.1927)
Date
1927-02-28
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/4892693-5447354-5769713--0331-4892973
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 10 Al Gerne indabla tt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seite 15 en r ral. Bei dl trai bil t Dnrch die Erscheichi Xfeiitc am meisten g ganzes Leben hart gl 'gespart haben, nm können, sind hart bet iiapital. sondern, schl n»d sind ans -Hilfe a bei seinen mannigfaltig nehmen. Deshalb is> sahrtspslege zu helfen Die jüdische. Wohssl ivährung von Unters Mitteln, Medizin usw bringnng in -Heimen darauf bedacht sind, aufznnehmen, haben ,'tens grosie Zimmer, meinsamer Speisesaal alte Insassen mehrere fchaftssührung ist zer sehen für jeden Jnsas baltführung vor. die erstgenannten lassen müssen sich der nicht die Mahlzeiten haben nicht ihr stilles langt. Anderseits fclligkeit ,;u treiben, zu lassen, und natürl Allstalt bedeuteild rati sich, ein wahres Heim >tleinheim, das jedem volle Freiheit läsit, a inan sich bei dcx heutUg kann. In Dresden werde besucht, und man ist Hierfür gibt es natü man sich vor Typisier» n saht Menschen ans a Akademiker, Eausleutc nur materiell, sondern loisrdcn mutz. Die »nd können sich schwer festere Besuche sind laisensernS aufkominen und ltzänge läßt sich v Beispiel eine alte Irai den (Gegenwert in Ra den Berkanfsvertrag v iie fürchtet, ihr Geld blind, kann den Weg Helferin geht zu den die alte ^rau ist get Achtzigjährige hat e Hände versagen ihr nm Rachbarn darum iür unsere -Helfer,'sich Ehepaar, beide weit kennt dankbar an, zvenisi lästigen Treppensteige» »'är?n noch anzuführei viel Zeit in Anspruch Hede Jt i f 4 I »gen der R lchkri'egszeit sind die alten cjschädigt worqcn. Airch solche, die ihr andere gesorgt lmben. die «arbeitet, für Hkch Lebensgbiend in Rübe genicsien zu yoffen worden mmer noch ildcrer angewi en Aufgabe i ihrer nicht genügend alles Ausgabe der nichtamtlichen Wohl- >vo Lücken seblicben sind, ährtspslegc glicht -zu Helsen durch (»je- Gcld, Eleidung, Lebenslofsene svütisorge), sowie durch Untergeschlossene Fürsorge). Soweit Heinie ic möglichst zroße Anzahl von Insassen ie gemeinsame 'Schlassälc oder wenign denen mel rere Insassen schlafen: gennd gcmeiilsame WoKnräumc führen Male am Tcge zusammen. Die Wirt- Eine a lderc Art. die .^leinheime, en eigene Wohnung und eigene -HanSe Systeme Ilaben Bor- und Rächtet lc. en mebr A istaltsctlarakter. Die In» estcn .Hansordilling fügen. Sic können einnehmen. wann es ihnen patzt, sic Stübchen, wenn es sie nach Ruhe veret aber die Anstalt de» Borteil. Gekeinc Einsamkeitsgedanken auskominen ist die Be virtschastung einer solchen ichieller, als b'i einem Eleinbeinz. Ireinicht nur einen Ersah, bietet nur ein Insasse» in seinen eigenen vier Wänden es ist eil! kostspieliges System, das en krassen Notlage kaum mebr leisten l er aber Größte Spaxia ersfür sorge ie haben nicht mir ihr hre Arbeitskraft verloren fen. Der Staat kann sich r ich i die alten Leute in ibren Wobnungen bemüht, ihnen ihr Los zu erleichtern, kein Schema. Gerade hierbei imifc g hüte», denn die Altersfürforge nmlen ^Olcsellschastskreisen. Es gibt alte jtiinstler, Witwen »sw., denen nicht oft auch cinf andere Weise geholfen n Leute sind grötztentcils nnbebolien auf die jetzigen Berbältnine umstelle», lotwendig, »m kein Gefühl des Berzu lassen. Durch kleine .Handgriffe el Erleichterung scirafsen. Da ist znin die ihr lii lavier'verkauft liat und die en.zahlungeil bekommen sollte: ne hat rloren, macht sich grotze Sorgen, weil licht zu bekbmnien. die Iran ist halbzum ztäufer nicht antreten: Unsere Leuten, regelt die Angelegenheit und rsistet und beruhigt. Eine andere fast n Brief zu schreiben, ihre zittrigen den Dienst. Sie ist zu zurücktraltend. n bitten, ^rsie leicht ist es da wieder nützlich zu! erweisen. Ein gebildetes er 70 Jahre alt, beide herzkrank, cri ihnen ein Weg zur Behörde mit dem abgenommen wird. Biele Beispiele - Diese Art der Betreuung nimmt sie kann nicht nur von beruslichen Ürästen ansgesührt werden. Freiwillige -Helfer müssen sich zu de» jetzigen noch hinzugeselken, nm möglichst durchgreifend zu Helsen. Jeder braucht nur einen Schützling zu übernchinen. dann kann er aber aych in diesem einen Iall viel Gutes schaffen. Erleichterung für viele alte Leute würde es meines Erachtens bedeuten, wenn täglich durch einen Boten oder einen kleinen Lieferwagen warmes Mittagessen in Tlrermosgesätzen ans der Mittclstandsküche denjenigen Alte» ins -Hans gebracht würde, denen ihr Eörperzustand nicht erlaubt."den Weg nach der Mittelstandskiichc zurückzulegen. . Als geschlossene Anstalt besitzt die Dresdner jüdische Gemeindc das Henriettenstist. Iast jeder Insasse dieses Stifts liat seine eigene Wohnung, bestehend aus Borraiim, Wohnstube. Schlafstube und .zrüche. Rach.cigenem (Geschmack, mit den alten liebgewordenen Möbeln, kann jeder sich sein Heim selbst ausstatten, und es ist eine Irende, zu sehen, wie 'gemütlich und ehrwürdig da mancher Raum anmiitet. Jedem steht ein eigener (Yasbcrd zum Eochcn znr Berfügung. und wer nicht selbst kochen mag. kann auch zum Mittagessen in die Mittelstandsküche gehen. Elektrisches Licht in allen Räumen ist die neueste Errungcnschast wer wein, vielleicht gibt es gar noch einmal Zentralheizung! Ein Bad ist im -Hanse, und ein warmes Bad steht jedem, der das Bedürfnis danach fühlt, einmal wöchentlich zu? Bcrsügnng. Die Gemeindeschwester wohnt im -Hause und hilft, wo jemand ihrer bedarf. Auch für ärztliche Hilfe ist gesorgt, und ab und zu gibt es auch eine Abwechslung, wie znm Beispiel das Musizieren des jüdischen Iugendorchcsters beim lebten Muttertag. Es braucht aber dazu keine» Muttertag: mir sctleint cs Aufgabe der jüdischen Jugendorganisationen, gerade in dieser Beziehung in Zukunft mehr für unsere Alten zu tun. als bisher getan worden ist. Leider ist das -Henriettenstist viel zu klein, um den heutigen Ansordernngen zu genügen. Biele Gesuche alter Leute, hauptsächlich solcher aus dem Mittelstand, müssen abschlägig beschieden werden, iveil das Heim seit Jahren überfüllt ist. Rächste Ausgabe mus; sein, es zu -vergrösier». Bcrschiedenc jüdische Gemeinden Deutschlands shid bereits daran gegangen, in den letzten Monaten neue rituell geführte Altersheime zu schaffen, so znm Beispiel Bremen. Gleiwitz, Landsberg. In Berlin ist von privater jüdischer Seite eine grotze ■ Organisation vor wenigen Wochen geschaffen worden, die „Jüdische Altershilse Grosz-Berlin", die im Anschlutz an die öffentliche Iürsorge den Rotleidenden, vor allem denen der gebildeten Schichten, die durch Alter vom Erwerbsleben austvichlosien sind, zu Hilie kommen will. Binnen kurzer Zeit find von Berliner jüdischen Persönlichkeiten beträchtliche Beträge gespendet worden. Bei den kleineren Berbältnissen in unserer Dresdner Gemeinde ist freilich nicht die Schaffung einer nenen Organisation nötig. Aber cS müssen baldigst besondere Geldmittel flüssig gemacht werden, um wenigstens der dringendsten Rot unserer Alte» zu steuern. Einen Artikel über Jugendfürsorge von Thea Brachfelder konnten wir aus Ranmmangel nicht inehrbringen. Er wird in der nächsten Rümmer veröffentlicht. vie schmale Front unseres Gesdi&ftslokals hindert uns nldil, auf breiter 5asis zu arbeiten Sieben Motoren unterstützen die Leistungen unserer Mitarbeiter. Brillen-Roettig Prager Straft« 23 Kleiderstoffe Herrenstoffe ln Wolle, Seide, Waschstoffe Ihausi ln Jadar Preislage, gröBta Auswahl Dresdner Textilhandelsgesellschaft HertÄkmiiJ LLl K3 ■ - r ■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.