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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1926-10-28 · 6 (28.10.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
6 (28.10.1926)
Date
1926-10-28
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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:citc 12 (,vorifci}imfl ftnlt Schluß) Wc „i ei ti öc61g11 der Israelitischen Rellgioiisgemeinde Dresben Aus vergangenen Zeilen Beschwerde gegen dir Aeltesten. Auf bie-:- müitlirfiii mörtlirii ertrabierte Ohttaditeit bin craina bie Verorbnung Vor Regierung vom 27. April IS:*): ' 1. Ticoiibl bei t'leltenen wirb imit vier auf drei herobge'etzt, 2. Tn* Stiibtimli;ei-.»ollefliiim bat ihre Instruktion zu revibicreu 2. iiiiin Zukunft über ilire Wahl uub (fntlamniji zu euticbeibeu. 1. Ihre (srneniiuiig erfolgt fv. baß die Hausväter bei Erlebigtiitg einer Stelle an Polizeistelle zu'amntenberufen werben uub ihre Stimmen idiriftlidi über mündlich iiüiiebcn. Den C-iuiljfi viertelten iinter beu brei mit meinen Summen Bedachten mahlt b -:- Stabtimli.ici-Molleainm, hoch nebt ihm aucl' ein Votum n«\naiivuin iieiU'ii beu ganzen itüriclilan zu. •7, Die Aeltesten imiffeit bei *>0 Taler Strato bie ,'lfed;- nninu’it bentidi führen nnb bei» Stabtrat binnen zwei 'J'ionafoii nadt Iahresab'dilnß imrleacn. 0 Sie; Mii\tiumiv:-i’riiiiina erfolgt bnrdt einen verpfliditeteu »aifnlatar unter Zuziehung von fachkunbige» uub unparteiifdien Olemeinbemitgliebern. bie ber Mfat ohne >ionk»rreitz ber Ad teilen wählt, jährlidi anbre. . 7. Die Ciriieitnmuien fiitb beu Aeltesten znznfertigen, bie 2'.'ouilnr crtolatan' MLic-nelle, ber .»aiienbeitanb ift bar nachzuweifen. ' \ Dokumente nnb Staats papiere ver>val,rt ber Stabtrat,, bei wichtigen'Ausgaben über -"><> Taler in obrigkeitliches Dekret einzuholen. . Im. übrigen würbe 2>leyer mit feine,, Be'diwerben abgewie'e». unb ’ollten Wrabfaiien ohne Genehmigung „iefit ge- »at-let werben. '.»iadibem ba-:- .'Uetfrint beu 'Heiteften nnb Herz Meyer verluubd worben 0. Juni 1 <St20 . verlangte bieier: beu Acltenen 'olle aufgegeben werbe», ec-, ba .es bie g. uze Wclueinbe, bemnber-:- bie »rankennnb WrabefaijeiifleiellidYitt angehe. in beu Synagogen bmdi bie .»antoren ableien zu kaffen. Er appellierte übrigen-:- gegen bas Reskript uub ii-ri te erfolglos' bie Einbringung feiner"Appellation hiuznzaicn ,27. Juni'. And, bie Aeltenen appellierten: „Was eaben wir ver'd'iilbet. bas; wir bie .»aife eblietern fülle,'.? Oietn wollen wir bie Verwalrrnng unter »ns teilen, io batz brr eine bie Barschaft. ber zweite bie Sdiliificl, ber britte bie Dokniiiente aurljcbt. auch Wüllen wir bie Redinnngen bcntivh führen, aber Die angeordnete Maßregel ncrbinbeit bas Amt mit .»raft nnb (ihren fortznietzen nnb fetzt nu:- nngegrünbeten Radirebe» aus." Darauf verwarf bie Verordnung vom -27. fzebruar 1021 beibe Appellationen, beftimmte aber, baß bis auf weiteres b'e Aeltene,, ntih Abgabe bes Wetneiitbevermögen-:- zum Ratsbepofituiu zu veridlonen nnb ihnen bie eigene Verwahrung unter ber selb» vorgefdilagenen EinridNung zu gestalten, Meyers fernere Appellation aber nidit zu bcaditen fei. Die Rabbinerwahl bes Wahres 1811», meldie tHnben -Hbrz Vkever vorzugswei'e Anlas; zur Besdnverbe geboten, wirb in einem über» Akteiinüd* verhvnbelt. Am 19. Mai 181!» baten bie Aeltesten. Abraham B'evi aus Teplitz den temporären Ansenthalt zu gestatte», ba sie ihn auf Alifuden »ixhrerer Han-:-väter im Verein mit de» Vornel-ern ber Sd'ulansialten in Eriu:iigelung eines hiesigen Talmnb-^ehrers 4»ls fold,e» gen>ählt »nb mit 20 Taler monatlid' angeflellt haben. Er wer 11 Jahre Rormallehrer in Böhmen. Au, 12. September 1019 -jflierten bie Aeltesten ben Antrag, .weil ber Dberrabbiner gestorben fei nnb Abraham 2evt vielleicht infeine Stelle aewählt werbe. Tags darauf uiadit Herz Meyer itiit bei- Beisatz nub »onsorten" zu feiner Ramensnnterschrist Anzeige dabo»: veriner heute abenb solle -ein Rabbiner gewählt wehben. nnb! langte, bas; ber Rat bies ben Aeltesten bis nadi Eingeng e! Entscheidung »ntersagen solle. j Der Rat sprach, and, bas Verbot ber Rabb »erwähl ieffort I bei .'> Taler Strafe aus. j Aber bie Aeltesten hielten wie Rüben Hcrz Meyer „unb f.»onsorten" am 21. September 1811» beidm'crerb anzeigteil — 1 beu »onvent bodi ab, nnb ermiberten hierind, benen, bie aui bes Verbot verwiesen: bie 'Sadie sei » wichtig, sie wellten bie Strafe aus eigenen Mitteln zahle,. Viele iden . gegangen, 20 geblieben, meist ans ben Familie i ber Aeltcnen nnb (Gabriel Wallersteins, bie mit 1,'ippinann Abraham netnjanbt feien. Tiefe» hätten sie nun mit -IOC Taler Wehalt zin» f>!abbirier-StellVertreter geivählt. Meyer nnb .»onfo den baten, bie Wahl für »idltig zu erklären unb Lippmann Apr häuf bäs Herbriuge» feiner gamilie zu unteriligen. , Die Aeltesten erbaten-am 11. Cftober 1019 .»onzesfion . fiir ben zeitherfgen Talmublehrer Abraham Levi, ber an Stelle bes am 20. Anglist verstorbenen Aaron Levy rum Rabbiner gewählt sei. 1 Ter Rat srug (20. Dltoher) Herz Meyer ne di feinen .(; anmatten. Tiesei antwortete, er werbe sie hörnten Sets he- | nennen. An bie Regierung erfkettete ber Rat (20. Dktober lal9) bah in BeridN: „Der Einflnf; bes Rabbiner, auf bie Wemeinbe bnrd, feine Vorträge ist so bebentenb, nnb bie (fiijj wiikling ans Ansbilbiing. Erziehung nnb llnterridit ber ifraelitifdien Ingenb von foldier Widitigkeit. 'aß. wenn auf! bie jübisdien Wlanbensgenosseii in'Hinsidit geistiger Äusj bilbnng gewirkt werbe» soll, ans bie forgfälti,e Wahl eines; hinlänglich instruierten Mannes hauptsä.hlici Betradit zu! nehmen sein mödite." T«r Rat gibt anheim: .ob nidit aifszer! ben seither bei einer ■midien Wahl beobaditeten Erforbernisse» i nod' eint genauere Prüfung bes in Porsdi ag gebradfle» f Subjekts über feine »enntnisfe uub Wrunbsätze in Religion, f Moral nnb Pädagogik von irgendeiner passi nben Behiirbe angestellt nnb nadi erfolgter Ännahme beihidben von 1ms noch eine beionberc Instruktion, meldie bic Stelle einer Matrikel verträte, erteilt werben bürste." | ■ Daraus verorbnete bie Regierung (10. Iehrnar 1020): bie Wegive'ifung bes feit Jahresfrist ohne (iseiiehmigung vier aushältlidien Abraham üevi. nnb Ausknuft barüber an,, ob nidit zur interiinjitiithcH Besorgling bes jiibiirieit Oultns Ufr eignete Personen hier narhanoen? Ter Rat forderte (20. März 1820) bie Aellcslen aus. midie Pettonen zu benennen. Sie erklärten: Wir kennen >:i:r »inderlehrer hier, Rnbeii Meyer möge bie hie igen Persollen ncimeii. bie sidt zum Rabbiner ober Stdlncrti eter eignen. Wiiklidi forderte der Rat (27. März) Rnbkn Meyer hierzu ans. Dieser hezeidwele (20. Mai) Veit Abrahm Pinküs als jübisdien Welehrten, ber be^t Anforbernitgeii an einen Rabbiner entipredie, eventuell Joseph Isaak Metz. Joel Mwes Rosenberger, Meyer .Hainhnrger, bie sämtlich I effer seien als hippmaiiii Abraham. (Schluß folgt.) '' ■ Aat-sokle» 12, l"ä. Tie von de» hiesige» I»de»älle„e'i intendierte Wahl eines :tzal»l>i»cr-s velr. P>lli. 9, v. 6 Vortragsabend jüdischer] Musik Sonnabend, 28. November, ab im großen Gesellschaftsraum „Stadt Rom Moritzstraße. Neumarkt IO. Zum Vortrag g Vokal-und Instrumenta ds.8Uhr d. Hptels -ingang slangen usik. Im Jiddische u. hebräische Lieder, Kantor H. Faglin Am Klavier: Frau Grete Hofstein Alles Nähere durch Plakate.

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