Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 3 (11.3.1938)
- Date
- 1938-03-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 3 Jüdisches G e m ei n d e b I a 11 Seile 7 1t-i—~~—!—;- JUDISCHER KULTURBUND HAMBURG E.V. HARTUNGSTRASSE 9-11 F. 44 i 4 48. Montag bis Freitag 9-16 Uhr. Bankkonto: M. M. Warburg & Co. Postscheckkonto: Homburg 440 67 Wii bitten unser« Mitglieder um rechtzeitig« Zahlung der Mitgliedsbeitrag« bis tum t. des Monats * Von den Mitgliedern die bis mm 6 einet Monats Ihren Mitgliedsbeitrag nicht geiahlt haben, nehmen wir an, daH sie mit Abholung der Beitraqe suiügllch der InkassogebUhr von 0.25 SM einverstanden sind * Teutonische Vorbestellung von Eintrittskarten nehmen wir nicht mehr entgegen. 1. In der Oeschälststelle, Hartungstr. »-11, Montog bis Freitag 9 1« Unsere Eintrjttskarlen sind erhältlich: stellen: a) Jüdischer Buchvertrieb, Eva v o n d e r Dunk, Hallerstr 76 b) Alex L o e w e n b e r g~ Papier und Schreibwaren Uhr. den Zahl. Bleichenbrudke 10, 9 14, 16 30-19 Uhr * Wir bitten. Eintrittskarten, Uber die ihre Inhaber nicht verfügen wollen, rechtiertig lurücksugeben, damit andere Mitglieder die Plätie ausnutzen könnest. ' Wir bitten die Besucher des Gemeinschaftshausej dringend: 1. Im Hause sowie vor dem Eingang Ruhe' und Ordnuno; wahren; 2 Privatautos nicht in der Hartungstraße zu parken. 1. KLEINE VERANSTALTUNG Jedes Mitglied hat ji der Inhaber fester einem der Abende Zutrift — Umtauschwunsche atze werden nach Möglichkeit berücksichtigt Jüdisches Gentieinschaftshaus,-20,15 Uhr pünktlich Rezitations-Abende 1. Abend Sonnabend, 1 2« Min 3. Abend Öienslagf 15.' Min 2. Abend Sonntag, 13. Mir« < 4. Abend Mitlwock, 16.. Min 5. 'Alirmi Donnerst XT• Min FRITZ MELCHIOR " I. spricht Werke vqn Viktor Auburtin. Gustav Meyrink, Peter Altenberg, Heinrich Heine, M. G. Saphir, Wilhelm Busch, Rideamus und eigene undzeichnet Werke von I Nadir. Perez, und Sonntag, 3. April MAX KONINSKI w i spricht der Jude lacht iholem Alejchem, Martin Buber, Leo Hirsih. Geriy Row, Mendele Moeher Sforim, Tunkelcr Schnurren, Anekdoten, Witze und Sprichworter Werke von Schüler Horizont der Welt Öerkowitz, Geck, Giono, Hesse, Lagerlöf, Lasker- Lujofs, Mansfiels, Rilke, Tschechow, Weinheber 2.KLEINE VERANSTALTUNG Jedes Mitglied hdt .zueinem der Abende der Inhaber fettet Platze worden nach Zutritt — Umtauschwunscno Möglichkeit berücksichtigt Jüdisches Gemomsch.ittshaus« 2i).|5 Uhr pünktlich Streich-Quartett des Jüdischen Kultutbundejs Rhein-M,nn Ernst Drn<fcer, L.Violine; R- Ratyinoutc:. 2. Violine; Theo Jtatfijier, Bratsche; Grete Hoff. Cello ■ Haydn. op. 7H Nr. 5. Smetana. Aus meinem Leben Tschaikowsky, op. 12. 1. 1 hf nstai;, 29. 2. Mlttv. ndr. 30. Ta n z a b e n d e ELSA CARO (Juano Monorska Arrr^hügel: Rudi Lehmann 3. Mitl« Ott), 6. April 4. Abend i <• 11 li'-i - ■ .„ 7. A|.nl PAUL SCHWARZ 1 e n o r Aus Oper. Operette, Tonfilm, und heitere W-iener Lieder Am Flügel: Lutz Piks kauer 5. Abend Si.iin:i1ielnl', 19. Min 6. Abend SopnläfCi - 20* r ':■'..[.' -v 7kbtJfj Dienstag, 22. Min aufcinaiiüer Choi numnlei aller Jing sozusagen die sechs Wirkungen L. e w a n d o w s musikalische Könnens, das guten Einblick, liturgische Teil Kor nitzer uhd Koi nitzer nebei «efzen. schien mittelbar Werke Kompositionen rlrrch ihrer aller Manche Partien forciert* vielleicht Frauenchor sanii Bearbeitung, die bei einigen der ■ und sicherer Tempelchor heimischen die Komponisten in Anmc S t e i vermittelten die Schallt. Die im Grunde selbst. Schalits rhythmischen Wurzeln seiner und das Wesen seiner religiösen K(i B< gl gele ge. und eingespielt. Unter diesem Gesichtspunkt wären des Abends gleichwertig. Die stärksten gingen von den beiden Psalmen 84 und 100 von i i und Mendelssohn aus. Aus ihnen sprach der und die edle klassische Form meisterlichen t sparsamen Miltein wirksam zu gestalten weiß. Einen n den Wirkungsbereich des Tempelchors gewahrte der le< Programms, der hebräische Gesänge von H e n I e . Salomo R o s s i brachte, Henle und <o"*nS c-"n 1"3 ^"onrO den alten Mantuaner Salonto Riissi (1587—1628). zu kühnes Unterfangen; denn hier folgten einander unganz. verschiedener Stilepochen. Aber die modernen nnten sich wohl neben dem Klassiker behaupten. Ist Kunst aus wahrem jüdischem Empfinden geboren! aus der farbigen Keduscha von Rossi waren, weniger vplksaraer gewesen. Ein kiemer vierstimmiger Schuberts Im Abendrot in Kornitzers schwieriger Georg1 de Haas selbst am Flügel begleitete, während ersterwähnten Chöie Hermann Cc r i n i als exakter .citer fungierte. Es wäre begrülienswert. wenn der „-■ntlich auch einmal neben den Werken unserer ein- Incerer zeitgenössischer, hier selten gehörter jüdischer sein Programm aufnehmen wollte. ger4Betzak (Violine) und Erwin Palm (Klavier) Bekanntschaft mit der Suite „Chassidischc Tanze" von Ei lauterungen des Programms zu diesem Werke wan n jtvcrständlich: diese ekstatische Musik spiach für sich Tonsprache ist empfindungsreich und bildhaft, in ihrem id: harmonischen Reichtum ungeheuer packend. Die Melodik liegen in den chassidischen Ol iginalmelodien. des ostjüdischen Volksliedes war überall spürbar mit Inbrunst wie mit dem feurigen Rhythmus des Tanzes. - Daß man dies so emplinden durfte, 'buchte die eie'islerschafl dei aurvübendem Kunstlei fertig. Zum AbseliluU des Abends vereinigten Meli die beiden Kunstler mit Di Jacob Sakom zum hinicißend schwungvollen Vortrage des Trios d-Moll op. 49 von Felix Mendelsl.o h n - B a r• tholdyt das Zu den Perlen Klassischer.Kammermusik gehört und muj. der Fülle seiner melodischen Themen jedei mann entzückte. VielU rh) ist es möglich, daß den Pianisten ein besser gestimmter Flügel zur \Vil)r Jos. i) u c i» h s v n. lugung gestellt wird! das zweite Febi uar-Konzerl^ Zu Beginn das Dumk>-Tiio des Tschechen g v i> i a k .' duiclisattigt mit urwüchsigen Volksmelodien, ei frischend, im Wechsel seiner Rhvthnuk. musikantisch im Sinne Schubei tscher Spiclfiendigkeit und Klangschdnheit. Füi die eikiankte Flau Steiger-Betzak mußte Fra I Charlotte Rosen-Beilin einspringen; mit großem. ■ wohlverdientem Erfolg! Die Bereitschaft, mit dei sie sich in dieser Situation dei testen Führung des Cellisten Sakom fügte, bewies ihre hohe Hammel musikalische, allem virtuosen Blendwei k abholde Eignung. — Ruth Kl seh* Arndt sang, technisch und gestaltend mCLsteihaft eine Engel t.unil" unserer Gemeinschaft: großartig die Klangschattici ungen Ihrer, schönen Altstimme, ihre Atemkunst und prachtvolle Aitikulation im schwellenden" Fortissimo wie im zartesten, fast unndisch schönen Pianissimo, ohne jegliche Pose, voll innerer Beziehung zu den „gewählten deutschen und hebräischen Ge-sangen. Ihre eigene ehrliche sichtbare Freude am Gelingen fand, starken und begeisterten Widerhall in der Zuhörerschaft. Erwin Palm', der Unermüdliche meisterte seine Aufgaben am Flügel, ein Konner und Kennet voll Temperament, gleichermaßen fintuhlsam als Kammei muvikei in den Tims von Dvoiak uiri Mendelssohn wie als orchestralei Begleiter der Altistin Ur. Jtis Jacobsvn. I