Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 1 (14.1.1938)
- Date
- 1938-01-14
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Jüdisches Gemeindeblatt Nummer 1 Kulturabend des Jüdischen Religionsverbandes Hamburg Montag, den 24. Januar 1938, 20'j Uhr pünktlich, ihn Theatersaale des Gemeinschaftshauses, Hartungstr. 11: Rabbiner Dr. Max Grünewald: Die Idee des Judentums und der judische Staat Zutritt nur für Mitglieder des Religionsverbandes und nur gegen Eintrittskarten, die kostenlos ab Montag, dem 17 Januar, im Verwaltungsgebäude Rothenbaumchausee 38, abgegeben werden. Schriftlichen Bestellungen sind 0,15 RM für Porto und Schreibgebühren beizufügen. Vom freien Jüdischen Bildungswesen in Hamburg Nach Eröffnung des Gemeinschaftshauses beabsichtigt der Bildungsausschuß des Religionsverbandes eine Reihe von Kultürabenden zu veranstalten, an denen von jüdischen Ptoblemen der Vergangenheit und Gegenwart gesprochen werden soll. Diese Veranstaltungen, die allen zugänglich sein sollen, weiden wahrend des Winterquartals Montags in Htägigen Abstanden stattfinden. Dabei bildet die Absicht, die Besucher nach Vorträgen in den Räumen des Ha'uses zu angeregtem und ungezwungenem Gespräch noch, eine Weile beisammen zu halten, einen nicht unwichtigen Teil des ganzen Plans. An Vortragenden und Themen ist'folgendes Programm vorgeseheri: 24 .fanuar: Rabbiner Dr Max G r ü n e w a 1 d - Mannheim: Die Idee des Judentums und der judische.Staat. 1 T.Februar: Prof. K i s c h - Köln: Die Naturanschauung des Judentums. 21. Februar: Dr. Fntz B a m b er g e r - Berlin: Die jüdische ■Welt um Spinoza. 7. März: Dr. H. Mandelbaum: Die Landschaft Palästinas (mit Lichtbildern). . < 21 April: Henry Chassel: Fragen der Auswanderung. 4. April: Dr. M. Spitzer *om Schocken Verlag - Berlin: Kulturprobleme des jüdischen i Buches. Die Franz-Rosenzweig-Gedächtnis-Stifl.ung wird für alle Richtungen der Gemeinde diejenige Bildungsarbeit zu leisten haben, welche der Mann, dessen Namen sie trägt, als das „Neue Lei nen" umschrieben hat. Der Schwerpunkt-ihrer Wirksamkeit wird also nach' wie vor in der Veranstaltung von Lehr- BetpfScherl und ueschlossenen Vortragsreihen liegen. Gebiete von Judischer und menschlicher* Bedeutsamkeit in der Zusammenarbeit von Lehrenden und Lernenden zu erschließen, ist ihr Ziel.! Das übrige Vurtragswesen will der Erfüllung besonderer Aufgaben de* "Rt-iigionsverbandesj dienen. Die Kultusverbände V. 11 don In Kursen Aufgaben beiarbeiten lassen, welche mit .ihrem Gottesdienst und ihrem (religiösen Leben in unmittelbar t> Verbindung stehen. So wird'der Tempelverband die Reihe feinet Spnntagsvortrpge über religiöse und kulturelle Probleme in seinem Gotteshause .fortsetzen. Die Leynvereine weiden die Ziele verfolgen, die ihnen einfür allemal gesetzt sind, die bi citung Hebräische hebräischer Literatur tür seine Mitglieder. Sprfcchschule Iwria-sich weiter der Verder Kenntriis hebräischer Sprache und moderner widmen. Der Kulturbund wird'monatlich Fragen der Kunstwissenschaft und des Kunstverständnisses in Einzelvorträgen behandeln lassen. Aufgabe des Bildunesaufschusses dei Religionsverbandes, in dem seine und die Vertreter der verschiedenen Bildungsinstitutionen vereint sind, wird es sein, die sinnvolle Ordnung des Ganzen zu wahren, ohne die Selbständigkeit der die Bildungsarbeit tragenden Kreise zu gefährden. Aus xleu Oc^uiisatioucu xUc }udet* ju* deuUcldaud r \ Zentralisierung der Wanderungsarbeit Der Wanderungsausschuß der Reichsvertretung hat in seiner Sitzung vom 13. Dezember 1937 die. Notwendigkeit einer Verstärkung aller Bemühungen zur Förderung der Auswanderung festgestellt. Angesichts des starken Auswanderungsbedürfnisses müssen alle Kräfte angespannt werden, umvorhandene Auswanderungsmöglichkeiten wahrzunehmen und neue zu erschließen Nachdem sich die Zusammenarbeit der im Wanderungsäusschuß der Reichsvertretung zusammengeschlossenen •Organisationen bewährt hat. hat sie, um die Planung der jüdischen Auswanderung 'noch stärker zusammenzufassen, die Zentralstelle für die jüdische Auswanderung geschaffen, die in engster Zusammenarbeit mit den wie bisher selbständig bleibenden Wanderungsorganisationen die einheitliche Lenkung und planvolle Förderung der Einzel- und der Gruppenwanderung gewährleistet und in der alle in der Reichsvertretung zusammengefaßten jüdischen Organisationen vertreten sein werden. Aus dem Hilfsverein der Juden in Deutschland In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Auswanderer dadurch schweren Schaden erleiden, daß sie es versäumten, sich rechtzeitig an sachkundiger Stelle zu informieren. Dies führt sehr leicht zur Außerachtlassung wichtiger gesetzlicher Formalitäten, die zur Erteilung eines Visums vom Einwanderungslande gefordert werden, und damit mindestens zu Zeit- und Geldverlusten für den Auswanderungswilligen. Häufig aber begeht der Einwandernde auch bei der Einwanderung selbst in Unkenntnis der Zollvorschriften oder der wirtschaftlichen Verhältnisse des Einwanderungslandes Fehler, die ihn außerordentlich teuer zu stehen kommen Daher liegt es im eigensten dringendsten Interesse des Auswanderers, sich bei den zuständigen Beratungsstellen des Hilfsvereins sorgfältig vor seiner Ausreise zu . erkundigen, und zwar gerade auch dann, wenn er keine finanzielle Hilfe benötigt. Der Hilfsverein verfügt über eine Fülle von Informationen, die für jeden Auswanderer von Wert sind. Transferverfahren für jüdische Auswanderer Da noch nicht feststeht, wann das Transfer-Verfahren wieder' aufgenommen werden kann, das von der Allgemeinen Treuhand-' Stelle für die jüdische Auswanderung G.m.b.H. ] (Altreu), Berlin W 35. Potsdamer Straße 72, auf Veranlassung der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung im November v. J. jur Förderung der jüdischen Auswanderung aus Deutschland ein- , geleitet wurde, nimmt die Altreu, von gan2 besonders dringlichen Fällen für kleinere Beträge abgesehen, neue Anträge bis auf weiteres nicht entgegen. Eine etwaige Wiederaufnahme des Verfahrens wird in : den werden.. jüd sehen Blättern bekanntgegeben Ausbildung mannlicher Turn- und Sportlehrkräfte Um die Frage der Notwendigkeit; der Einrichtung eines neuen, einjährigen Lehrgangs zur Ausbildung männlicher Turn- und Sportlehrkräfte am gyrnnastisch-orthopädischen Institut von Frau Alice Bloch- Stuttgart zu klären, ist die Feststellung der Zahl der Interessenten erforderlich. Die .Schul - abteilung der Reichsjvej tretung. Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158-, III. ersucht daher etwaige Bewerber, ihr umgehend eine Meldung in zweifacher Ausfertigung einzureichen. Beginn des Lehrgangs: 1. April d. J. — Schulgeld: 50 RM. monatlich. — Aufnahmebedingungen: Vollendetes 19. Lebensjahr; Obersekunda bzw. ehemaliges Zeugnis cier mittleren Reife; NachWels besonderer sportlicher Befähigung. —L Der Meldung ist ein Lebenslauf mit einer Darlegung der-wirtschaftlichen Verhältnisse des Bewerbers beizufügen. Haus- und Hypothekenmakler / Grundstücksverwaltungen Dr. H. Braunschweiger Gr. Burstah 23 (11-1, 5—6 Uhr| 3)3176 Paul Möller & Co. Gegründet 1913 Glockengießerwall Ii Ruf: 32 68 70, 32 74 33 Moritz Mundheim Inh.: Dr. A. Mündheim Gegründet 1908 Neuerwail 70-74 Sammelnummer: 34 73 24 Siegfried Peine HAMBURG 13 Hansastraße 78 Ruf: 4466 68