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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1937-02-09 · 2 (9.2.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
2 (9.2.1937)
Date
1937-02-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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v'; GE ME I \ D E BI ATT der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamhurir Das Gcmvindcblatt erscheint Milte jeden tyonat* / BvzcCksprclt: 0.^5 vierteljährlich einschl.- Be|telli<eM j Anzeigenpreis 8 PI. für die at hti;,-.palu-m- Millirhe<te Verlatf urid Geschäftsstelle: M. L e 1] ra a n n , Hamburg 36. AHC-ttr^U.- 57 I IVrnspr.thl r 31 "i 71» Nummer 2 Hamburg, 9, Februar 1937 13. lahrgang JutirnJ/ürsorßer Fritz Abraham: Aus it des Jugendamtes der Gemeinde i. ste Jahrhundert wird das Jahrhundert des nein Zeitalter ist bisher Soviel iicl fiir du« Wohl des Kindes Das zwunzi Kindes genannt. Inder Tat. in k« getan worden nml wird iiocJi söv getan, als in der Jetztzeit. Ileichsjugeiidwuhlfahrtsgesetz. gewerblichen Betrieben, l.ichtspiel zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen Redit <ler Jugend auf ..I iviehung gesellschaftlichen I üthtigkeit". machen, e« ohrte Ansehen der Pe esse des Kinde« lind der Jugend Jugendämter, der staatlichen, ri f ah rtsnrgnnisut innen. Die Tätigkeit des Jugendamt« dem Keidisjugendwohlfahrtsgesi das n-ihtlkh die Quelle je-iler jureiidfür^orgerischen Arbeit ist und <las zugleich die Notwendigk?it der f reiw iiiigen Arbeit /nr Förderung der Jiigendwnhlfahrt aUsdrBfklidl betont, die fiir jeden Juden zudem selbstverständliche l'flicht ist Gesetz betr. Kinderarbeit in und Göstitütteugeseti und icheril das zur leiblichen, se-ylischeu tmd --.Dieses Recht wirksam /u •sim im ausschließlichen Ynterurizuvrenden, ist Aufgabe der ligiöseit und privaten ' Wohl-! <ler Gemeinde buJt sich auf tz. " vom 9. Juli in.'J auf. II. iL Wie beint staatlichen Jugendamt, so gliedert sich autti im Jugendamt der Gemeinde die Arbeit in zwei grolie Sachgebiete^ in J u g e n d p f I c % e und J u g e u <l f ü r ip r ge. I nter Jugendpflege sind die Aufgaben zu verstehen, die der Gesamtheit der Jugend dienen, also Jleiheiiuiiter:uichung, Schulspeisung, Tagesferienkolonie Kimlerversthickung. ferner .Mütterberatung, Schwangerenfürsorge usw. —; Die Jugendfürsorge ist in erster Linie abgestellt auf die fiirsorgirische unil pädagogische Krfassung <les einzelnen jungen Menschen. Hier sind als lluuptgebicte zu nennen: Waisen pflege. Schutzaufsicht, fiirsorgcerzielinng. Fürsorge für geistesst iwache Kintler u~w. Diese beiden kurz skizzierten Sachgebiete berühren, und ergänzen sich an vielen Stellen ler täglichen Arbeit. Unsere Horte zum Beispiel dienen ohne Unterschied Jedem Kinde; sie ermöglichen ihm. unter Aufsicht die Schularbeiten anzufertigen Iin<l in der Gemeinsdiaft Gleichaltriger zu -basteln, zu spielen nml zu singen. Sie erfüllen aber ancii wichtige pädagogische Arbeit, da die Betreuung durch besonders ausgebildete Kindergärtnerinnen manches Kind aus sozial gefährdeter t uigebung vor dem Abgleiten-bewahrt und zu einem lebenstüchtigen Menschen erzieht. 1 iiiJ Die Aufgaben der jüdischen Jugendpflege sind im Bewußtsein unserer Gemeindemitgliederl SO, verankert, daß: eine kurze» Beschreibung sicher genügt. Re hh ein u n t c r s u e.h u n g : -.üglith Werden die Kinder der beiden jüdischen Schalen Hamburgs in bestimmter Reihen-.: folge schulärztlich, unter Hilfe der Jügeudschwester untersu'cfit. ' line Behandlung findet nicht statt; lediglich werden-dlv Kitern aufgefordert, die krank befundenen Kinder ärztlicher Behandi hing zuzuführen; die /jpluhniiig wjrd kontrolliert. — Die Reihenuntersuchung;, .liefert auch <(u« Material für'<Ii<- Sdiulspeisiing und für die kiiiderverschickiag. S e h u I s p e i s u ti g : fiir sie werden die Kinder nach gesundheitlichen und wirtschaftlichen.!• rwugungen ausgewählt. D.is .schulfrühstück besteht z."Z. aus ' ., Liter Milch und 'eiin'ni: I i.in/hruiibeii von i'»> Grantln täglich. ' Die* Kind er re r seh i c k u n g gehört wohl zu den; schw ierig.stien. aber auch dankbarsten \i«fifa^e»..d*er' Jugendpflege. In seinem jüngst im Gemeindelvlatt veriiffentlichten.Aufsatz hat der Vertrauensarzt dc-r Gemeinde. Herr' Dr. Böhm, das \ er^chickiingsverfah reu im einzelnen geschildert. Ks bleibt nur nachzutragen, daß trtitz<aller Schwierigkeiten auch indiesem J.ihre wieder ül>e; 200 Kinder l>ei einem Kostenaufwand vnp rund J7 IMH> X)l verscfiickt werden konnten. Der tatsächliche.^ Wert der \ er-chickung läßt sich niefit un. Zahlen messen. I r. ist sichtbar au den besseren Schulleistungen'der Kinder, ihrem frischeren Wesen und ihrer größeren Widerstandsfähigkeit. Die T ä g e s f e r i e ii k o I o n i e ist aus dem Leben irit-erer Jugend nidit mehr forfzudenken. Wer nur einmal Gelegenheit hatte, die Kinder bei fröhlichem Spiel und Sport außerhalb lerr1- GrohVtadt zu beob.ichten. kennt ihren Segen. ">IH> Kinder siiul. in den vergangenen Sommerferien täglich mit ihren IIc-Iferu hinausgefahren, haben auf einer wundervollen Waldwies« ->•- spielt, getollt und gesungen, sie« das aus der Volksküche der Gemeinde gelieferte, schmackhafte Essen munden lassen W^v sind, täglich aufs neue von wahrer Kindertrende erfüllt, zu^ rückgekehrt. Zur Jugendpflege gehörl auch die Mütterberatung und die Schwangerenfürsorge. Viele Fragten kommen in die Sprechstunde dt»r Jugehclschwester, um siwi-Ral zu luden, und gejn und freudig wird geholfen, wo gelnllfen" werden kann IV, Wie schon gesagt "Würde, liegt die \rbeil dei Horte sirWohl auf jugc-ndpfiegeri»cheiu wie auf jugentlfürscirgcrisfheni Gehievt. Das JugemTamt 'unterhält zw ei I lortc:. den II o r t in der Jidiiisaflee ">4 und deri.S'onderhorl in der Heim linderst raße Tti. Beideunterstehen staatlich anerkannten Jugendleiterinncu. .uich . das Personal setzt sich aus geschulten Kräften zusammen,' Der Hort, wird! durchschnittlich votf 70 Kindern tä-'lich hellicht, die nach Alterkgrnppen getrennt beschäftigt wjerden. _ Da - sie direkj^ von der-Sthule in den Hort kommen, erhallen sie Mittagessen Die bittere Kälte •/* ■ . •; . hat erhöhte Anforderungen an die \»ittel der Jüdischen Winterhilfe gestellt. Deshalb bitten wir alle, welche dazu in der glücklichen Lage sind, zum Eintopfsonntag, dem u. Febr zu opfern. den doppelten Betrag Jüdische Winterhilfe Hamburg j

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