Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 9 (15.9.1936)
- Date
- 1936-09-15
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
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«. it.- s Grmrinilohlntt der DiMitsrIi -Israelitischen Gemeinde Nummer 9 Diei u i'i in Willi I iiiwriliiin^ in'in 'Spottp . r M-t/teii am S.i :i 'il i s. jfc-fi/ 4*r<l**"- a r lk-li i Spot lplnt/es ile- Blau-W eil! fes Blau-Weill über dessen Wetel ( * - in -iinleldatts berichtet der Dfllt-iiiliilik alz Nu Ml in. .1.111 i, Oktober Isfie. -KeNtrejc'e h.h c h , ' übernomm. ii: Herr ()li<-rrahhii er als Vertreter seil Präsident II Ehen Makk.ilnk 11 -1—< — -wird de r i e .i e in l> .! I - Kerlin <!as Wort (Irgrcrffii. — .Da; I'i-i «1 Hiiiii des lages wi.rd er»tl|la»»ig »ein, da »einer besten Simrtler riiLSVudenl w irdr \irrgc»ehcii uhei p Dr. D.iil- Dr. K kW it ijr« Ha II VIim I r'ni'liallkänipfe. lorner Neri Ii ml der Scttwiiiiniahteihing. \l, .1 uk»tedt 1.' \ »ii dort I lili 11 ein <'lang l linl «lein Sportplatz Wir linlien. dal! eint teilnehmet ii durch ihre I eilnahme. an il. I ntei•nellniiiiiu--ei»t des jungen Makk|uhivi-rcins lohnen .•■t.i rk. n w inl. B< ihm t- ■i Im -inj istultilltgeu der Stha h- U.m fährt mit Linie 22 bis'/ie-bifhr bis "» Mi ») inj Ins "» M muten;/n groHe<~ Anzahl v»n I' * j—* - r I i n w eihnngsfeie-r doli Aus de-ui Jüdischen Kult Ii rhund Der jüdische Kulturbund Ulrterbrach ilie Sommerpause mit •il -einer zweimaligen Aiifführnng der ..Tageszeiten der Liebe, i-i| eines ,Spiclo» \»n Liebe, Sommer ntnl anderen freundlichen Dingen". Der unspritthsluse Verfasser legt offenbar «fertiget es Weit auf die»llaji.Illing seiner Dichtung." als auf die Möglich.- •rr keilen, die er den beiden darstellenden Personen bietet Diesen allerdings gibt ei ( ä-h-ge-nhoit. sich in den veisehi.-dcnsleii Situationen in'.ihrer nn/rii Wandlungsfähigkeit /u zeigen, eine', Aufgabe, in der sich Liselotte Co Ii n nlleuhur recht wohl lülillo und gleich ihrcin Partner Mfred Berliner auch bewährte, lind auch von K.lilh 11 e rd! I i k . die als Ansagerin amtierte, halten die Zuschauer das Kmpfiuden. .lall sie in ihrem Kb-im-nt war. Die Begie lulirtej)r. II.ins Ii u x Ii u u in . die liin/e <les /weiten Aktes studierte. Max Wächter ein. die Beleuchtung iiud »diuf Kran/ f. e > i. die Bühnenbilder Alfred Müller, die //./'. Kostüme Kiite Kriedheini im Verein mit der Natur. Die Karl-Adler-Arbeitsgemeinschaft v o m 30. A ii e ii s t l')->6 [ b» r du- Karl - Adk-r- Arbut-^cmt inschall i rh icltcn Wir i ** ii Bvric ite, J» n erste« aufc»<U'r Feder eine* lachmannt«, dvn /Meilen \-»n t iner juji*ndhthvn Tcilru im*-Vio. \X tr bringen die "Berichte. d:t **ich in virschii-d« nef J|inv:cht t-rC-iflAn. beide /um AbJruck. S<Wn tln-4 Jiiiii-/ii-.unmt*n-.» irt i^it K.u! \<H»t in \\ i\- lir Imiin riii iht* i\\t\\c Jit« I nl ik Imiici »lr- Kih'mw /u t*mlii*llis<'r All».;1-1>. n i!«*iii;t(! \ t ■ r! m m lr;i. \;i nlm h r wollten dit* iams iHr*n jti :;-i1u-tt 1 urrif kanitiiL: «1 |s t*iif r < v Ii I o -» i' nr s k j(.iii/*~ dei llililin ri»ttieu llaTl I jnV-e» einen, »ie in <ler Mn linidende i'I r/ieh'eis nnter-tplUjrt. um als Kinlieit Iwi ■ i Weh>*1 '; '' ii" u >u k.imiti- \dlei diesi-s Mal »ein /.irl »i h»t h npl.r \<li. suh gew;!' l\h\ I hin ii- Ixlurt-<1h zw i»ilren INI •hl- •ine : rrt. »luie lltüi ri-ilifn Widerstand zri linden: r..i!»e diieU: (^ik»tal.tua^ d»»ri»dien Sinkens i - :/!<■ ^lei.li /ii I5e: iu|i Milans, rLiH iille die tnii»i- I I i a iu ii k.»leh i e ImIiiii». Ilten. ' knappe Wieder. ii Fiele»tiiiIi ii i1 iim Juni («elernte: Wer aber nllxlt i.il .Iii», ii. (.«leite Ii rtte-un I wählen I »ler \ rbeilslirr») •nu n ^liictklrtneii /nl ill niilit e'rui»itit wurde. Il iliilt fin »liilen \»i: . 14. im ~tia.h»teiA Male weilt ich. waij Und u i» Takt i«t da kann itti flieHcnd Nuten le»eii. die I .unk i D.i-I l.ipdjzeiihen. Iiiire di'n I ilters^litHl )nr im I \l.ill u»w : »nu-t kann idi in d i e » e in kuisO w»lil »diueili.li ineLir mitai lieiUn." 1 ii I wenn wir min den Inhalt der Taue \»n W ilheliniueiile.ilie /ii« 1111 iiit ii1.1 »».-ii wollon.: dann müssen wir fragen: -Was hili.n wn getan und »ashalx-n wir gelernt? Wir haben alle -. leint, .iii.ii .In- Im »<heiden»te musikalische Betätigung'erbst zu Hifbuien. v\enn wir etwas mehr als nur zum Zeitvertreib zusamnU-i] musizieren wollen. In der Hauptsache wurde das .na hebräischen and am deutschen l.ieile. dann aber auch iini »>h1i<iiteii lusttiimentalstiid, und am Mnrr.ataiizgeineiu»ain ernpbrjKL \»ii je Ii in ein/einen wurde gefordert, durch Mittun <le vuriablen A m'»d ru<k.»in.i'.rl ichkeiten.- die in einer sthl ich teil Meli. Inschlummern.4ierau»/ului1eii. diinh Summen, klatschen, Kltrtifen. Pfeifen.' rh\thmisdies Schreiten. Laufen und Springen, Singen; instrunieuiales Musizieren. Improvisieren. Wir hallen alle gcL-rnt. ••in I ieil kriti-th /il betrachten, in eine Melodie ..Ii i nein/n horche n". ihre verljirgenen Schonheileii heräilszu- »|iiiieji und »ie lieii'n >inure'i i|nnner wieder neu zu gestalten; Kühlung /n ie Innen »nicht inif mit .htm Alten. Kertigen."<ieleiien. sondern aucfi mit dem >sj»i»<hi-n musikalischen Sctlaffen. ml wie wurdegearbeitet' Nie 'ei l.l1 Hur nachjl rteilen gelragt W ei den den. •Iii zeiteine S.uhe damit wurde: vielmehr: phot. Ernst Mayer-Hamburg Meinungen wurden geholt, aber nicht aufgedrängt Hesserwi«»eri»cher Dünkel konnte nicht aul kommen, gcnletnsu.nl arbeitete man kriii»ch au der Korrektur <l< » Hisherigen. bin Beispiel: an die Kritik de» in Bünden Üblichen 1 Ionalau/ens ging man eist heran; als alle k:n«leiln.■Inner durch die verschieileUarligsteu Beispiele cU-n l ii)er»chic-d zw istfaenl l aktail. laktlorm und Rhythmus erkannt und dann nach1 alemraulieii.leu. erfrischenden Lbnugpii im f reien betgriffen hallen, dal!, man er»l die Schiitte ei leinen müsse, die aus dem sinnlosen I lern in Ii. 11 >«•' ii eine »inuvoBe I an/l>ew eguiig machen können. Kreilith konnte mancher sagen; was \dler lehrte, das habe c-r selbst vorher eln-n-o genaii jjceWuKt. Aber cluraul kommt ers hier nicht an. denn man kann stelbstverständlith die Klemeitto* der Musik .null auf anderen -Wege n erlernen und weitergeben. Da» t J untätige i»t Vcllery FVrsiinlichkeit. die»cglückliche "Mischung von erzie1ieii»iher und musikalischer Begabung, diu auch den ../iinll i-ren" neidlos^fn »einen Bann zwingen iiiul!. Aber mau tut kail \dlcr mehr I hre an. wenn man seine \ r b e i t W ii r d igt, al» wenn in.in »eine Persönlichkeit altem darstellt. , II. Karl Adler war wieder in Hamburg, und wieder i»t es»eiti I rlelini» uewes"n. nicht nur für die snngeslreueligc JuCend, sondern liir da» gesamte jüclisthe flamburg. Ks i»t nitfit iu Adlers Sinn. Über seine- Methodik und se-ine besondere' Art zu s-dkreihen. Die-».- Methode ist viel zu eng mit dem Menschen Adler und »einer Persönlichkeit verknüpft, um sie. iu ein Schema zwanget) zu können. In je-uem Kblhlum. das von ihm aii»geht und alle mit ilnu Vrlieitendc-n in seinen Bann zwingt, liegt aaeh »eine ungeheure W irkuIlgSläöglicfikeit begründet. Seine Faszwieremle Buhe und Energie, seine Gesainmeltheil iilnl kon/eutratiou. die sich jc-dei Gelegjehheit und Situation gewachsen zeigen. retHen auch den ApatllisiJlsteij mit. Ks ist iiiiniii-.rlic.ti sieti au»xusetilielteu. ■ Jeile-r wird iluwillkürlicfi aktiv mit hjnetnver.wiibcu in die GeiheinschaH der Singrndeu, Hiisikfrencligen. I ud nicht, nur das. Adler will nullt" nur den Mund zum Sjngeifcei will, dal! der ganze- Men'-etl mit seinen Korcleruugen mitgeht; die Hände rnttheeii klatschen, Takt schlagen, die Beimmü»»en llhylhiuus gelten, laufen, springen;, er »teilt den I »talitat»an»pi uch auf den ganzen Mc-nschen — unter der Viirau^etzung. dali-man. wie Adler immer sagte, wirklich inu»ik.di».li gestalten und nicht, wie allgemein üblich, mit überflüs-*lEfr Krältc«yergcItidiing ans sich bCraHssinge'ii will. » Diese latk.uhen. verlmnden mit der Besonelerlu-it seiner Methodik, in iihen da» Kin/igarttpe der .•\cllerschen Schule aus. Je-ne rbmeruug, die bjsher nur an Künstler gestellt wurde, nüoilich durch vollkonimeni- Bejaerrschiing eles „Werkzeuges",' da» ..Werk /nr \ ei w i rk I ich ivng gelangen zu lassen**, stellt Adler uiinmehr an alle leiliiehjpe-r »einer kuise und lijeweist im YVrl.tdfe der Ladung'die- Btprectitiiiung dieser Keirdening, d. hi \ oruiissetz.iiiig lür das Gestatten einc-r inneren \ iiTstjellung ist d'f id>iolutO BelH'rrschuilg de» Handwerklichen. Jeder, der in.i Adler /ii»,niime'ii.irl>eitei \kt I sicli der ölten erwähnten l.nl.riin.' aiitei »leih, v erpll ictitet »iiti, entgegen , dem bishc-rigen ^'rei-lleranssingen**, tla» mit unnötigem Knergieatrfwand ferbundeii w.u. auRer den rein stiinnrlkhen Kjriiiied se-iiu-n gah/CJi korper im llinldiik auf die nMisikaliscHc. Ocst tltung zn Aouzetitrirreu. Diese (»esfaltuiig i»t da» grund- »atzli.h Neue, das Adler iii da» Mji»ikIi bi n de-r bünilischen Jugend hineinträgt, Npht „irgendwie" singen, ujiftl musizieren. Mindern lei».-. veiill dien in uns bineiiisijigen. ans den (iegi-ben- .heilen de» \lomelil» und de r Situation heraus die- Sehiiiiheiteil iinl den--(.ehdt eine» Liethes darzustellen vorstehen.;lnlc-r diesem (.e»uhi»puiiki kommt der Improvisation ein besonderer Wen /n. Gerade Itein Improvjsii-ren. wo muh nicht einmal ilu- Melodie festliegt, stehen der Gestaltungskraft des einreihen viel mehr Mi.igtichkeiten und Wege ollen. Di» Ziel, da» Adler aul dieseta W'e^e erreichen will, ist, die künstlerrschei 1 uhi^keiten, die iu jedem Menschen vciborgeu