Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 5 (15.5.1936)
- Date
- 1936-05-15
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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Seit. m G e m e i n el <■ b I a t1 il p r Deuts oh-lsrao Müschen Gemeinde. Nummer 1 luli"" f. '• i '" " " " Vom jüdischen Sport in Hamburg w h Irl e ii 11 c letzten W «> c Ii c ll.iiibjirg verfügt iili.T drei jüdische Sportvereine, die eine e-rl la/nlie-he Vklivität e'ilu ickeln .und mit tlrfnlg bemüht sind, link tet Jugend körperliehe kraftigung und Krciidc ii) der |-i,-i/.il, zu verschaffen. Sie bilden dadurch einen nicht 1111wkv^-irt liehen Laklor im Neuaufbau jüdischen-Lebens. , 11 iuI <lie GeineiiHle lallt ihnen-auth manche Forderung zugiitckommon. IIre»lieh mufitoc auch da» gesamt* jüdische riihliknm »ieh /ur tjiiif idM-durchringvii. was es seiter Jugend schuldig, ist. r k 11 r Ii l>a. der älteste jijdische Sportverein .1111 Platze, "tnimil seinen Ilocko>in iiiiwtiiften einige bemerkenswerte K.iinpli: ah». Hei c-iiu-r reiht strapaziösen Rei»o waren, zwei T ncnlsehivli-n dei Jugend und di r Damen gegen 15.ir knehha I l.ikn.ilv. B .- rl in kein schlechte» Ergebnis, wahrend die Hcrnn- - in inu»chult durch «Iii- Kin»tcllung von Krsalz nicht zur tuit- . fall 11 Dg ihres ganzen, können» k.un und eine gerade t>ei elic»or VI mn-chalt nicht gewohnte Niederlage hinnehmen m u fite, die duidi die l mständc reiihlich entschuldigt und erklärt i»t. Die * jhw Spielstärho offenbarte .1111 Sohlita^ darauf ein prächtige» I rollen gegen Kii r kochh.t \ 1 ,i 11 k I 11 r t auf eignem Platz, hei iehi Life ifainhurgcr mit b:l iil>er <lie Kraiikhir«er.»iogtou. Die Damen bereiteten den Schild-Damen mit f>:l das gleiche S.iiU-k--.il. wn'u'i sich die Gegnerinnen bi» zur llalhzeil iiherr.i-ilien I put, kioltVn. Ein Be-»aeh. der. Jugondnbteilung der Berliner Rur kochbaner zeigte weiter erfreuende- Bildete Im Haudhall der ersten Jugendmannsehaftcn siegten die Ri-Hi|ier in »lern Spiel der Mädchen die Ilamlmrgcriiuicii J 1. in dem der kn dien die Berliner W Tür die Berliner I ufihallm lun-ihatt der Knaben war Blau-Weilt eingc»priihgcii: der kämpf Mich mit 1-1 unentschieden. -- B.ir k'><lil> 1 <wii I jetzt wieder mit besonderen^ Eifer das leichtathleti-ehe I raining aufnehmen, eine Sportart, in der er auf grol'te I rfnlge — l>f- /ur \Vcltmei»ier»ehaft auf der Makkabia ■ /iiriiikhliiken k .1111. v ' f. Der./weile Vliikkabivercin. der mich junge B I a 11 - W o'i fi , |ii"»itzl in »e'ine'tl T iifiballm.iiin-ehiiftcn da» Schwe-rgew iiht »einer »I>• > 11 Hitu-ii Bestätigung. Die Lrrjnguiig der nordwestdcuNehoii M.ikkaliiinoi»\e-r»elialt im Etifibal! gegen Bar koehln II.1:1- II 11 \ e r hildete den Höhi-punkl der Krfolge dieser Sai»on. doch i-l die Vlann-efiTill »eit lem wohl etwas zurückgegangen, wie eine Niederlage mit l>:3 gegen Schild /11 zeigen scheint. Seine r.n-ilen irheil in die»ein Spurt beweisen jedoch die Lrge-bui»»o ' tlejr an.leren Mäji!i»ctiaften. so das! sihon erwähnte I ncnt»ehie:leii . .-.,•11 Bfir I i h. ein Sie:: der zweiten Elf gegen diegleiche von S(fii(-I mil l:U. wallten 1 eine I VNioderl'age der driltc-ii M.inn- »•«h ih n Sitiil.l III iulolge n"nv(dlslalidigen Antreten*'nicht geweitet .v\ crdeti k i im. Im tilirigeti legt Blau-WeiH groltea wert iHif.die Pflege de» gc»ell»chafllichcti Kh-ments. Die Sth.uhiintetliing Ii it eiii ^rol?!-» V\ inl^-rturiihT in drei k|a»»en ausgc|(cikhteil. .indem der alte k inipe 1 lenrx I. e h m .1 n'n »iegfrciicS hervorging. IW-gölmäHige f in/al>i ude vereinen eine frohe Jugend, die »iiti nictil finterkriegen Iiifit. IJelthafte« Ireilien herr»cht in allen Ahteiliingeii de» drillen jiili»dien Sportverein», der S'jiortgril p|>e Schild des lijl. Bemerken-wert i»t vor allein da». Anflehen der I e 11 n i » - . al> t eii 1,11 11 g. der e» gelungen i»t. schöne Plätze au dc;r. kla«l»ichaul>ii(ht zu Belegen. Die Sportplatzanlage in. Lokstedt i»t .1 1 jedem Spieltage vom Morgen Bis zum Abend besetzt, und alle IMi»en»pOrlnrtc!i werden getrieben. Die t iifiballsai»oil err>|iifjle ihren lloliepiinkt <luriti da» /v\ i»eheiiriin<feu»piol um [die Jl ii e Ii - m e i s | e r » c h a l 1. webhe» den Kjr . S| 1111 ga 1 t null Hamburg führte. Da» Spiel lieH »ich für die Hamburger -zuerst »ehr günstig an. »ru führten bi» zur Pause bereits 2:0. \ ohlier gelangen ihnen jedoch keine Iure mehr, während die Stuttgarter er»t richtig aufwachten und »chlielllich >:J gewannen, fr 1 einem Spichihr I locke v 111:1 un»diaft de» Sihild 11 a m b ü r g gegfn leutiis-C Inb (.runewald Berl in siegte Himburg I:«. > i Ii i I d hat auch den Sport der. .Volleren, da» kegeln. ofgiiit»ierl und ein Pok ilkc-gelfl der jüdischen kegcdklnbs in Hiuiburg diirchgidiihrt.'bei dem 1I01 (iut Mol/ mit c-iner be- III 1 ken»w ei teil l.ei»tung über «lein Durchschnitt Sieger blieb. \\ .-iti-rliiii ' jiietei auch "Schild der Jugend allwikhentlicfi Geleueidieit zu gesclliicii /usammenkiiiiften und veranstalte! wil der die von ihm zuerst eiicrcführteu Spielabende. Alle drei Vereine bemühen -uli ferner durch lebungen in den llalh-rt um rliiV körperliche Au»bilduiig der Jirgend und der Krw nh»eni n. und die lieiih-n lurnhallen der jüdischen .Schulen bieien kaum noch genügend Baum für die alltäglich stattlindenden I urn»litnden. Box.ibetide und Tischtenniskämpfe. Im u 11/111 Bietet der jüdische >port hier da» Bild einträchtigen Wirken-: es wäre sehr erfreulich, wenn man in Hamburg die Diiiihliilirutig der u'.'gre»,siveii 'He»chlii*se <h'.r Vlakkabitagiing in ll,inno\er, die auf eine Siierrlillg de» Sport Verkehrs zwischen U|l'. und Vlakk,il»i\.rc-inen liinaju-lan-fen. verhindern könnte. I nie Bpreiigung der jüdischen Kinheit auf diesem Gebiete k'puneh wir uns gewiß uieht leisten. Kleine Mitteilungen Lehrer i. IL Jacob l.ichtoiistäclter gestorben N.ich längerer kr.iiikheit verschied am J">. v. M. dc-r cdiein.ilige Lehrer der Talmud Tora Sihule Jacob l iditetistädtc-r. Dc-r V erstorbene w 11 rde am 3. Juni l)sfo| /u VViesenfelcl (Buverlfl geboren upcl erhielt »eine Berufliche' Ausbildung nach dem Besuch der Prüparanclenschule in Schwabach und Burgpreppaih in der Uraelitisoien l.ehrerbildnngsanslalt Würzbnrg. wo er tssi »eine .erste und ISS» seine zweite Prüfung ablegte-. Nach nicht ganz sechsjährigen Wirken an der |sraclfli»eheu rdomenturschule zu kempeu am Nieclerrhein und .111 der Prä|>aranilenschuie zu Burgpreppaeh kam er ani l_ Oktolier tsst, „ach Ha fl Burg au die Talmud 'Tora Schu.e, der er in' vorBifdlicher Irene 4J J ihre lanf! gedient hat. .Pitt Beisetzung de-» V er»torbeuen fand um * J6. \. VI. statt. I»ei vcelctier aufier V ert retern der Tamilio Herr Direktor Spier dem lleimgegungenen einen warmen von Herzeil kommenden N.uiruf liielt. Direktor Spier erzählte, dal! sein eigener V atc-r iji.it ntireii» auf l.ichtenstädter hingew iesen hatte, und entw arf Tin tiiVtWndc's Bild von der echt jüdischen Ich rfrperscinl ichw/keit de- Heimgegangenen^ der insbesoiiclerc in »eineni nafnrw is»en»chaflliihen l uterricht »c-iiien Schülern nicht nur kenntnisse vc-rmiltett. soitdern in ihnen auch die Khrfurchf, und Bewunderung .vor ch-r Schüfjfung Gottes und seiner Offenbarung in der Natur erweckt habe. Kr schilderte den Heimgegangenen als einen allezeit von jugendlichem Icleulisnihs erfüllten Menschen dc-r gerade de»vvegen zum Lehrer und hührer der Jugend berufen gewesen sei. .— I hre dem Gedäehlfci» diese* vortrefflichen Vlanne». * ■ Frau Bertha ÖVenbnrg gestorben Km ">. d. VI. verschied"Kuch" längem*Siechtum die Güttin de» Mitgliedes de» Vorstundei <h-r Gemeinde Herrn ,N. II. ()llenburg. Krau Bertha Off e 11 b u r p geb. I. c i 11 k a 11 fj Die Trauerleit-rlichkeil in dc-r kapeile de» .Bi g r.ibui-pl it/e» dc-r Gemeinde in ()hl»dorf gestaltete »idi zu einer kundgebung. die nicht nur dem Andenken der HeililgogailgeiU'u gall. dieihr Leiden mit bevv 11 nderu»vv 11 rdiger Cieauld und gottei Lieben gel ragen hat., sondern auch eine l.hriiitg ihres, durch seilt hingebungsvolles Harken für'die jüdische Vllgc-imnlu-it veidienten Gatten bedeutete. Der Vorstund der (•eiHeinde nahm vollzählig au der Beisetzung teil, aiil'erdem waren Vurstaild lllld-jDelegiertehkollegiura de-» Sv nagogi-ii-V erbande» sow ie diezahlreichen, kfcmntistiiotfcn. in denen llc-r'r ({.ff eil bürg tätig ist, durch viede ihrer Mitglieder vertreten. Trauerreden hiedteuv Herr Babbim-r Dr. Hölzer, zugleich numeils de» Vor»tanile» d«T Genieimle. Herr llabliiner l)r. l icht-ig für den 1 o.rslaniT'uiicl .dal)e!egierten-kc»lleginrti de» SyHngogen-Verbandes nud Herr })r. J. JatoBs.en. der für ilie hamilie sprach. I * - ■ . z* '! ■ -11 # . 1 I. Rabbiner Dr. C, Seligwanns Gastpredigl im Tempel Die Ankündigung. ILibbiner Dr. ('. Sidigmanii, der Senior und l iilirer der' über.ih n llabliiner .1 )cut»<hlan>i». der von |ss>)—t'Mi.' in Hamborg.wirkte..im Tem|iel sprechen werde, hatte eine ül»ergrolle Zahl am 17. v.. VI. in den Tempel'geführl. T.rwartungsvoll und in andächtiger Stimmung folgtesie dem Gottesdienst; in welchen! Oberkauior kornit/cV unter Vljlwirkong des -| eiupelefiore» »eine» Amte» waltete. AI» dann vor dem kicklusch Rabbiner Dr. Seligmaun vor dje Gemeinde trat, ergriff, alle einetiefte Bewegung. Der Redner danktees dem Vi>r- .stanilivdes Teiiipi-Ive-rb.inde-»,* dafi er nach ~->-l Jahre-n wic'der einmal zu den Vleu»ch( 11 sprechen könne, duer. »clb»t noch «•in Werdende r, vor Jahrzehnten betretfoil durfte. I r c-rinuerte au die Mannet, mit denen und' bellen denen er im Tempel wirkte, an se-ineii AmtslVcuder Dr. David l.eimdörfcr •an .die- Vor-lani!»inilglie;ler von Joseph Sc hii Ilfeld bi» Joseph I. j p p in a 11 11, an den zu seiner Amtszeit tätigen Oberkantor Vlorit/ Heule, Männer, deren Ar)»eil im Dienste <h-» Tempels auch nach ihrepi Heimging unvergesscfii bleibt. I r zeichnete ein Bild der Zeit, in ih-r sich da» deutsche judenfi'ini in Sicherheit und Ruhe w ie-gte, die »ieifiir rinmer gefestigt hielt.- Aber trotz de» Handels der Zeiten; ja..gerade we-en dieses W-andels sef eine» geblielten, ja: verstärkt worden: d 1» Zu rück finden /um uften juch-ntuin, die Y. r 11 e 11 e r 1) 11 g deallen Bunde» mit dem llüle-r Israels, das (i u t t » u c.h e 11 in dieser Well <lcr I 11 rast Je-tzt. so ric-l in innerer Bewegung der Rabbiner de-r Gemeinde zu. jelit k.....men so vie-le y»n euch zurück, rix Vtlb d'-n Lvv igen zu suchen, je-tzt geht ein neuer Zug durch da» jüdische Leben, vor allem bei ch-r Jugend, von der viele die Heimat verlassen, aber in der Welt von dem hohen Stande de-s Judentums in Deutschland zeugen werden. I nseir W eg i»t d e r W e g de» J 11 cl e n - d u r c Ii d i cl J a Ii r - f»i 11 »ende-, vom Leide zur Erlösung, dieser Gedanke gibt 1111» allezeil Trost und A uf richtung.' Vlit den Worten des Priestersegeh* schloß der Redner. — Am Sehlusse des Gölte»-