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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-04-06 · 4 (6.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
4 (6.4.1936)
Date
1936-04-06
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Nummer 4 Gt> m e i n d e b I ok i «I e r Denisch-lsTacIitischen Gemeinde ■■ ■ ■ ■ ■ —■ ■ ■---— Literarische Mitteilungen . Büchereingang Scholen Alcchcm. Arm urni Kl ich. Zwei Erzählungen. Aus dem Jiddischen, übersetzt von i ■ : .1 Kr i t c h. Huchem des Schocken Vertaget / 48. \**lb. b7 S. In Pappe geb. 1.25 I Zur" Charakteristik Scholem Alechcms. der zusammen mit Mendelc dt n wichtig* ten Platz tn der jiddiscpcn Literatur behauptet, seien hier einige Sitz« au» einem Essay wiedergegeben,: den Schalom G 0 r e I i k über ihn verfaßt hat: Überlegt man sich. ' worin eigentlich «eine Anziehungskraft und sein Zauber bestehen, kommt, man zu dem Schluß, dali das Zentrum von Scholens, Alechi ms Macht nicht M sehr in seinem großen Talent, s.-iner unvergleichlichen Sprache, dein genialen Humor als in dem unerschöpflichen (Jucll von Zärtlichkeit und wtithheit liegt. Ohne diese Zärtlichkeit, diesen weichen, lyrischen Ton, wurde sein l.achep im. so tief in uns eindringen, wurde nie »eine erfrischende gesunde, morulfsche Wirkung haben. Ohne diese stets fühlbare Intimitot und Warme wäre da» sullc Gefühl leichten, erhebt nden Schmerzes, das in uns nach dem Lesen tint-r l.r- Zahlung oder eines Monolog« von Scholem Alechem zurückbleibt, unerklärlich: eines Schmerzes, der unsern Geist befruchtet'und ihn für alles Gule aufnahmefähig macht. Wir lachen, wenn wir Scholem Alechem lesen, aber unser Lachen Jist fast stets von einer Trane begleitet. Nicht der schweren Trane, die wie ein'Slem auf unser Gemüt fallt, sondern der reinen Trane, die merkwürdig crloithtcrt und erfrischt. < Feg* Frisch, die bekannte Übersetzerin, hat zwei, besonders schöne Erzählungen Scholem Alechems ausgewählt und ubersetzt, die alle Vorzug*, seiner Erzahlungskunst in sich vereinen. , J * Moses Mendelssohn. Brautbriefe. In der Urschrift mit einem Geleitwort' von Ismar E 1 b o g e , mehreren Abbildungen, einem Brief-Faksimile und der bunten Wiedergabe eines zeitgenössischen Portraits von Frontet Mendelssohn. .Bücherei des Schocken Verlags / 4° 50. 1936. 16« S. In Leinen geb. 2.50 Im Januar waren es 150 Jahre, seit Mendelssohn gestorben ist. Über ihn gibt es eine ganze Literatur. Es ist'aber fast immer Mendelssohn im Verkehr mit den großen Deutschen s< ■ r Zeit. Mendelssohn als Bereiter der Eindeutschung der Juden, der Verteidiger de* Judentums und der Weltwcise Moses Mendelssohn, dessen Ziige das in der Öffentlichkeit vorherrschende Bild ^>estimmen; Oer famili.ire Mendelssohn, dieser schlichte Jude, der als Mausche aus Dessau zeuhnet. ist weithin unbekannt. In dem ganzen großen Schrifttum Mendelssohns durfte sich kaum etwas finden, was so innig und* echt und zugleich so aufschlußreich für seine Menschlichkeit ist wie die Briefe, die er als Dreißigjähriger Jtn .n mr Brjüf und spatere frau Fromet (juge-nheim nach Hamburg richtete. lJic Briefe sind erst 1KS2 e ntdeckt, damals i njjle icK dem Mendels«ottfischen L amiln narchiv eittvi rleiht worden und erst vor we ngen Jahren in einer wüsenschafllicaen 1'uMikation an rfj« Öffentlichkeit gekommen Mendt Issohn, der :ur Zeit jener Briefe schon ein angesehener dt utst her Schriftsteller war. 'schrub die Briefe an seine Braut und. ihre Verwandten in dein 'Judcndvut*ch seiner-Ze t. das mit vielen hebräischen Ausdrucken versetzI ist. Fr erreicht in ihnen eine II rzlichkcit. Innigkeit und. Lnvcrstellth« it des Tons.'wie sie in «einen deutschen Briefen kaum /u finden ist. Das überraschend warme Bild, das diese Briefe Von Mendelssohn und .seiner Braut geben, wäre in einem wesentlichen Punkt beeinträchtigt, wenn .man auf die unnachahmliche- Sprache, in der sie geschrieben sind, verzichtete. Der Verlag unterbreitet darum dem L *.i_r die Briefe im Originaltext, aber st 41t der hebräischen in deutschen Schriftzeichen. Ine, Br-aiitbriefe sind vollständig gegeben; einige Briefe aus der Khe/eit. aus denen man auch Fromet als Schreiberin keinen lernt, sind in einem! Anhang angeschlossen. Mit diesem Bind ist die Nummer 50 im Aufhau der Bucherei des Schocken Verlags erreicht, der_ aus diesem Anlaß der Ausstattung de* Juhil.iumsKandes mit Bildern besondere Sorgfalt zugewandt hat. Auch werden die D o'p peibande der Bücherei von diesem Bande an in Ganzleinen gebunden. *; j Aas Tiefen rufe ich dich- Dreiundzwanzig Psalmen in der Urschrift mit der Verdeutschung von Martin B u b e r- Bucherei des Schocken Verlags /51. 1936 . 87 S. In Pappe geh 1.25 JOE. Martin Buber hat in dieser Auswahl Klage- und Dankpsalmen des einzelnen mit solchen vereinigt, in denen Drangsal und Keltung/ der Gemeinschalt gesagt wird. Die Auswahl der Psalmen, die. wie es in dem Geleitwort heißt, als menschliche Stimme schlechthin zu jeder Zeit, da es ..aus ist mit der Treue unter den Adamskindern", unsere, des Menschen, Schwache — und unsere, des Menschen, Kraft neu aussagen, und ihre Anordnung wird manchem ein überraschender Führer in dieses unter allen Büchern der Weltliteratur wohl am meisten gelesene Buch bedeuten. Zugleich wird gerade die der Urschrift Zeile um Zeile gegenübergestellte Ubersetzung vielen den Zugang zu der von Buber gemeinsam mit Franz R »> s e n - zweig unternommenen Schriftverdeutschung eroffnen und das Verständnis der m ihr verwirklichten wahrhaften Treue erschließen. In dem Geleitwort wird die Frage des in den Psalmen redenden Ich erörtert. -• . '' ,.' . . ■ t■; Artbar Eloesser, Vom Ghetto nach Europa. Das Judentum im Geistesleben des 19 Jahrhunderts. , Die geistige Entwicklung des modernen Judentums hat sich im wesentlichen zwischen den deutschen Grenzen abgespielt- Dort ist auch die Wissenschaft vorn Judentum entstanden, ein historisches Bewußtsein seiner selbst, das einer neuen, tatlahigen Selbstbesinnung vorausgehen mußte. Der Anteil der deutschen Juden an; der Literatur ihres Landes'/«! starker als der der franzosischen oder der englischen an den Literaturen ihrer Länder. Die Problematik des Judentums hat sich in der Mitte Europas zusammengezogen. Die Darstellung geht von der Epoche der Aufklarung über die Romantik und des Kcvnlutionszcitaltcf-s bis zu der bürgerlichen. Weltanschauung des Liberalismus. Es war für das Judentum die /■ t der Assimilterung, und es wird zu zeigen gesucht, was sie den einzelnen Juden gegeben, was sie de*m Judentum als Ganzem genommen hat. So ist das Buch auch aktuell. Es ist eine historische Abrechnung,, wo jeder Rückblick auf de« zurückgelegten Weg auch Vorschau aul den künftigen ist. und sein Zweck wird erfüllt, wenn es auf den neuen Aufbruch des Judentums, vor sUero auf seine Haltung einwirken kann. . " ♦ - " Die Jüdische Buch Vereinigung Berlin W 15, Pariser Straße 7. wünscht fur ihre Veröffentlichungen im Jahre'1937 noch einige wertvolle Manuskripte jüdischer Autoren, vor allem gute Romane.!p erwerben, und bittet iudischt kannte wie unbekannte., ihre' Manuskrfpu zur surgfliltigen Prüfung zu. stellen. Die Prüfung erfolgt durLh dun .Vorhand und jJit lat mission der Vereinigung, die sich aukfolgende n Persönlich^! i. n . u Vorstand: die Herren Jtt*t|*ra1 Dr.- Dr. Magnus / Fr.de bo '.e n / Direktor Gerston Bach - Liierarische Kommis« jun; I ran 1 r Edelheim / die Herren Dr. Ludwig Be ttha 'B.tdt'St'r.,uß / Frau -uchtvsani.*r / l<at>hintr' D Aujme n. heur \erfÜLong arische Köm- .immens, f/en kör Kmarj EJ- >r„ Warj .if. te t« ii. esev hi-m _ lener. Die Geschäftsstelle der Vereinigung befindet s-cb Berlin W 15. (Pari-, r Mi . ■ Rahel Wischnitzcr - Bernstein. (.. Italien und Symbole der ad ich« n Kiaal Verla« Siegfried Schul c.irt ,. Berlin-Sc hone fc» r l l^.i . J Die V erfasserin bezeichnet es als Aufgabe ihres But he e . ci versebittl l ten; Inhalte der ludischen Kunst -aufzudecken, ihre /eichen und Gestalt In zu dei Vorarbeit zu leisten für eine Mohv-T, ypengescblchte der indischen h ifjsf*' Ii Ziel ist ihr " —" um den Gesamteindrut k de s Buche s v*»rw igzunehmti r—,\a h< Maße gelungen. E* ist Neuland, zu de m sie verstoßt. Was ikonojtr tohitcb, unter] be sonderer Berücksichtigung ntittelalte^rlicj)-kirchlicher Kunst. Männer wie A. } S p c i n g e r . J. Fickir. F. X. KriuB geleistet haben, das versucht duti ■ lehrte Verfasserin erstmalig' mit feinem EinfuhJungsve rmr>gen fur d is tieh:et d« r : judischrn Kunst. Eine Fülle von Material aus dem Bereich der Maler -i, der P|*st,k und Graph»k. darunter auch viel Unveröffentlichtes ist mit gesenkt jUcj Auswahl; herangezogen. Die Deutungen der Bildnsotivc der jüdischen Kunst J je der Föhne» der Kulturgeräte fur Synagoge und Haus sind übe rraschend, die Ef jbliske rfl d* seelische Welt des mittelalterlichen Juden neu und teilweise Inf Im dies» Kin- ■ drucke zu erschließen., laßt Rahel Wischnit/ef-Bernstein das gesamte Gebiet] des jüdischen Lebens an dem geistigen A(ugc dt» LfsefS vorüberziehen. Jede der vielem Fragen, die hier zu behandeln sind, empfangt dtirch Heranziehung geeigneten Bildmaterials eiinv fe-stlnde Darstellung. fl|t «rerden ungeahnte Zusammenhänge nachgewiesen, z. (t. bei dt in bekannten Symbol des j Leuchters, de-vsen pflanzliche^und kotraiplogUctlC Symbolik trclfend 6 if..:- l».t *ir*J. I Ergreifend sind die Ausfuhnin: u übe r die s^aaBtitische. Darsteltunii -der Tom m der Schilderurrg eine*\BiUvt iu« de* 127K genchriebenen Wornmce Aach^or. ..idschlußreith auchdie Partrt-n des WOrke»; die. der Erkl-mm; den \erbilJe s g#.- w wime t sind, nicht nur des dTiarkrei*.-*. sondern auch der im Mu!ra :h irwabnten j Tiere wie des Phönix de s Pelikans de- I ' n. de s. Einhorns und i des Kirsch*. Dabe i" gelinjtn| de r \ rla-.st nn wertvolle f .r^.inzun^el linien tk-r über ■miltelaltertnc Ifai d-t.hr ft« n. m-^b» -..nde r. .nuh JH. sthnften. vorliegenden Ergebnisse, t ut i-t di< Deotöng'd*» Mazzateljir Nürnberger Ha-aJ e-HamKchcift. , fJj;>- Lesung J. r urni intlktken AI Ihn v iaturj t-Q | "als ..Diese Mazza' . js 1"! i t IrVili h ein trrtjjm \ Das h« hr...st he und ist der Anfang des Pv..lmnr^-i ftn '»x** v * S c h l .i s s e r. Die Ha^ada von,.Seratuwia, N. Uli (*lmkl.vh Deutungen det H-undm> daill*ns d. r-e Ibe n 1!..niK< hnit die; -ei» «■ Sab zweiten Nürnberger. Handscbfift und die' Erklvirng d< i Vijffassenn f ir jodischen Handschrift hcfrvatdluh anmutetitU- D^r%t«Uun^ d*** Sebi selben Handschrilt. von licIti'.Wirk.ang die getnnte^lK Krkr&r^tmg' und des Jungbrunnens der ersten Darmstadter Haiiada- H.inel> t hntt Hirsch', eine ' Allegorie auf das ewig gejagte Volk Kraer, das q< i in dem unerschöpflichen Jungbrunnen der^t^nrv Wir wünschen dem gediegtn/n Buche weite VYrbrt itung. Förje sb« f" » '•"«'I I 13 I ft.irl hei^t p d Seuainunäc : Ware e in Schlagwortregister »und, die Beseitigung klt iner. IrrCün;r . t w uriselit |S 138, 3i Abs muß das Wort „Trau.rt.iiV 'gestrichen stellt nicht Simchat jTora. sondern Sukkot dar). we rjen U 'IIa Abbilduif'1 e n e r Wir rnadien wt^rerholiUluraut] dufoicrtayini, <1. Ii v*<»efn'iit ■ ir t ■ c-l i voi 16.30 ( hr un tirni Soiintuj/s mui 14 1 hr an I «-!<-- phoniertpmche von iui>rrt*T /«Milr.ilv ititiH nn-ljr rverroiHt»h uertlen. Von iteti perwonUMi /t-iicn an ml.• \i<*ltii«^)ir.an/tiriitt*:i nur iitjtt r 44 % 07 44?H 2b 44"^ 9^ 44 W 44 »l;ts (romt'irwli'haus KoiheinmuiÄtmiKSe^ der \ * ■ i; i.i ]i«! tlct J bjiliwiptl ( mmih-mmUm! Sthleswip'HolstetrtH ujhI d*tf Hiiii"«"- „ RtütHe . . ............nur da* JtlfQenjdaÜtl «U* r (.rnnintlttitnl I It* r r K. Abf^bt/m . . . .....nur die koimnj.sMon für \tus Wo1ilfii4ii!SHüsc(| der (iemniHiv miwm1 »Ii** J ttdistiit: W i»it< rhilf**............ nur /ur \ i■ r;im i ■ i'\- yon l nstintmijrkeNteii uimV i»iiiii>ivpcn C-**KIr: auHgaWn hiltcm vsir um lit adiiun*: itieser MittetltiÄg, l)t'Hl«s»,4i-Nr«i'liliv4to* Qfmritidt?. > Wir sehen uns zu unserem Bedauern erneut genötigt, unserer Mitglieder iu bitten, unbekannte Bittsteller nicht zu unterstützen,, bevor sie sjch über Wiese genau erkundigt haben. Auch wenn von Unbekannten t nt. rstiit/unge n I z u > g u n s t c n dritter erbeten werden, sipd genaue Krkundigungen dringend geboten. Wir sjtid zur Auskuhlterteilunrf. |ederzeil beryt. wenn eJfl berechtigtes Interesse an solcher Auskunft besteht und du sc schriftlich erbeten wird. Tel« phinusehe Auskunft kann nur uns persönlich bekannten Fragrstelli rrt dnd nur in dfing»jndrn Fallen erteilt werden. , -. f | Unter -Bezugnahme auf die vorstehende Mitteilung warnen Manne, der sich als ein infolge der jetzigen Verhältnisse brut|os r vor swnsns] I gewordener kenhl waä $>md\\ rffeWB lf WA t\^6^^un^^^^^^^^rx^T^^« Waschstoffe Weiß - und \ Baumwollwaren Bett- und Tischwäsche Schürzen Kittel . Taschen- | tu eher Strümpfe Trikotagen Kunstseidene Wäsche- Pullover Westen Korsetts Handschuhe Teppiche und Gardinen TEXTA - HAMBURG-MC'NCKEBERGSTRASSE 11 IM RAPPOITHAUS S

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