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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-01-17 · 1 (17.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
1 (17.1.1936)
Date
1936-01-17
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seil«- 4 (■ <■ in c i n d e b I a 1 t der D e u I g <• h - I s r a e I i 1 i s c h e n Gemeinde Nummer I Altes Spiel in neuem Gewände \ ii \i r n - e il Ii r <. C III I' I II ll die Gri iler (Ie ..Mhid j" -• 11 doar?" rufi iler ka»per. wenn er <in> »einer Bude .im l'finl«murkl hei .iii»gn<kt. Ja. sie waren alle da. .rund-. \olks-und Rcal»<hulkla»»en der Müddunsdiulc tncinde. um yu sehen, wie die Quarta den Hamburger ka»[ier nach Palästina reisen.liel*. Palästina i.sl ja jetzt den Kindel ii so na In gerückt, man hat Kreunde und \erwandte drüben, so viele Mitschülerinnen haben sdion die Reise uaih Palästina angetreten, warum .-.oll nicht audi der Rasper mal hinfahren':' Noch da/u. wo ja sein Kreiind. der kleine Moril/. der immer' sii »dionc \\ it/e maelite. jetzt drüben ist, MuH er aber nirht cr.st'anf lladisdiara peilen? W ird er ein Zertifikat kriefrcu? Der Kasper, der auf St. Pauli mit der Polizei, dem Mnlir.en. mit m in Krokodil Händel bekommt, gerät auf ein- 'mal in jüdischem Milieu: Ks bietet sjdi ihm Rei»egehrgenheit beieinem Iransport von Milien mit der ..Krez Israel", die Vt rädl untei di r lühriiiig de** jüngsten Sdliffs jungen genau besieht, vom Baikhord Iii» Brathord. wo in der jüdischen ki'ldie die kudieit. scharf g<»t rennt von den Kleisdisyieiseii. .111.* das Srniiicn warten.-Oer brave kuliwart bat dann auch" (.eli Geilheit, einer reidteil l.adv aus Seek j ,i ll k heit»notell /u helfen, wofür -ie eine Stange (.nid für eine neue jüdische Siedlung stiftet. \adi manelierlei (listigen Krlebnjs»en knniml ka-per naih lel-.Vwiw. wo er »idr uidtt geniig wundern kann. dal* dort nun Bürgermeister bis /um Sdlorusteiufeger alle» Juden >ind. Wie »oll er nur seinen kleinen freund Xlnrit/ Cohn finden, wo mau ihii.iiidif mal in die ..Rutsdihahln \oii lel-Awiw" liihn-n kann und jin Adrel'budi hundertfach dieser Sänke vorkommt? /war findet er einen an- ,d<frcn guten Bekannten, den h'ritti l.cvv. den beslcil l'iil!- Ii illi i audein 11Liinbiiiger Barkodtha. ih;rjetzt Y Kliesei halew" hfiHl und'diuüffein geworden i»t. Alrt-r heimelnhalle er litt \ erriditeler Sadie /u »eiIM-III Mlirieken zurück k< In. ii in ii »»e Ii, wenn »•r'nitfii im letzten A ugenbl i<k in dein k ii IiIiii len. dein er die treue l.iese für den kiliku/ auverir.iiien will, den kfriuen Moritz erkannt hatte. Voll dem W üfilel »ehei eigj-eifl ihn aber bald Ab»ihied»»<hiijerz. di i -ah' an eitel I'reude v'<i w .nihil.-)l»s er in .leW kwuza Vei - weijdnng (in len kann. Wird i-r »i'ifi.al» fremder hier wohlfiialen'* r'iu llimvci» auf da» Ihorage-eiz zerstreut all »eine TÄ-dliikeu: Knien Ireindeu »"ll»l du iiiihl kränken. noHi bi\lru<ken: ücnii Ihr warei I i -mde im lande Agvlptcii. iVfllllit 2. *•*». -—. J (jt r o n e in .i n n ha) ein mal in »einem Knill; 1 la vvdala und /.lob n-treiih aufdie komik hingewiesen, die beim /u- -.imjineii i i.el ten der "beiden Welten: der jiuli»<hen und dei iiuhtjüdischen, entstehen kann. Ks i-rget>eii »iifi dabei 'dl pr')le»ke Siiluatioiii'ii. Aliifi ilii' komik der mei»len Müiitz- •fieilwilze FlieKl au» dje»er (Quelle. Dei ka»|n r hier i»t mm ein Morit/theit n(i| iimgi-kehrleiii V or/eiiheii. ein »ihlaiiei. initlllerer kerl iiijli gesundem \leii-<hen\ei »lajid. der in dei I n i! i -1 hen I inwell eben»o komi»ih wirkt wje der klein. Morit/ in dei .anderen. - IJie \ erfa>ser?il. Iran lein Di. I. i e b » l e i u . Inn e» \er- »lanileii. dii »e Wirkung zu erzielen. \ nter-liit/l winde -ii ■I.Rm-i tmi I raiilein lledi W a g lu-i . unter deren ge»chitklei \iileitnng die lland|iii|>|H U mit ihren l\|ii»<hen (>e»i<hjti i n. die ent»|>re<heudeii kostllllU' und kuli»»eu in moliatel.Inger rmster Alben al» (.eineiii»ifiafl»lei»Iiiiig ihr kla»»e ein standen und »ehr viel zum (ielingen der Darstellung beigetragen h.ilien. zur h reude der jngendIi<hen. Spivlei imil ih r /iihon ' Vom Jüdischen Kulturbund l)ei ( hör des lempel's"unter dei Leitung »eine»"iimsithtigeu Dirigenten (11 de Haas gab in einem au»giih lililen konzert .iIii '». \ . \f. Proben »eine» können». Man w al gleithermilttiln liefnilht. alter w ie neuer, religiöser wie weltlicher \lu-ik gerethl zu werden: der Abend bewies. dal< die Slärke de» ( hwre» niHir in der W iedergalw sv nagogaler (iesiingi illlcJl der vers<h.ieden»ten St Harten ruht. Dort, wo er. von der Orgel uiiter»lützt. \ ielstimuiig »ingeu kann, gibt er sein IJe»le»: ila treten <lie \er»chiedeiien »«honen Stimmen au» »iifi heran». Hier hat man auch unbedingt das Gcfihlt. daM die ein/einen Mitw irkendeii si-elistfi gefesseil sind. Während »ie .den weltlichen A-cappella-< ä siingen tili! einer ■ leidilt n inneren I rein Iheil gegenüber»« heu. Doch hat (I c Hall» »einen ("hör nach da unbedingt in iler Hand, so duf? er Ulli mit l ug und Reiht mit dem \erh.iltni»iiialiig ni(ht stark 1>e- »etzten C'bor auch an »iliwierige Werke heranwagen und »ie . wirkungsvoll ditrih führten kann. Dt*r klang des Chores w;n niilil mas»ig. aber »let» rein in der Intonation. Den würdigen \nit.ikl de» Abends bildeten zwei inlere»»ailte Stücke au» Hugo Adler» »neben bei M. \\ . kaIiftnaiin-l i-ipzig ersihie neuer Chorsiiite op. |s Schira diadastha. die von der Ulis geläufigen homophonen Art der sv nagogalen Chormiisik Iii - v\ul't .ibweiiht und neüe Wege ein»«hlägl. Neben den v»irkiing»voll \orgelrageuen \ersen au» Psalm 24 in der \ei loniing de» z-.'itgeno»»i»(hen kompoiii>ten J. Ziegler kam Saloinon Ro»»i. ein jüdi»iher Mei»ter de» frühen IT. Jalir hiinderls. mit drei Stiiiketi zu liebör. I Itter ihnen lud du kedu»chu um ihrem Sthlul!-11.111<:111j>i besonders auf. IvLu W arren» Ad.iiiu uulam. von kapelluiei»ter ( erini inei»(erha11 auf der Orgel bi-ghütet. hat den polvphoneu Charakter in .seiner",hol i»chen ' ( ■i'sialtiing diinh.in» gewahrt. v\irkl''aber trotzdem sehr modern: ergreifend »(hon wurde das f lauen ler/eii int Sthlilßlejl ge»inigin. WertMill ist ilie Bekannt -<fi.it i mit R. Mii ller-l la ri man ii» kantalenartif^cr VurtiNiuiig zweier ern»ter (.ei I iih Ie \ on ( Ii i. Alorgell»lern. ilie feiiisimi'ig lli'ltl Siiine'der Worte nathspürt und »ie in Musik über»elzl AI» Solistin ».mg I ran Sii»anne "Siein-Beidiu Arien au» Oratorien und I ieder »UM Sihiiln^ i. und (iii»ta\ Malilei. Ihre gepllegie \lt»tiuiiue kam am »(hon»len in uVn warm empliiii denen Sihiiberl-I ieifem zur ("eltllllg. >ie wurde , villi TM »I (i»lei ei n f h Ii l»,i ui .im klarier bi-uleitei. Dei zweite bunte Mienil mit I laiublli ger Künstler* am H2. \. \1, war ,JTi"i«hl.ill» ein Krfiifg und kam den \er-<hiedeli- »ten Waii-ihen iiiel Ncigliugen enlgcgeii. So kounleti sicjl sille Mitwiikeinlen. I. Mebhioi. f. Ileil'lik. die 4 Singh.iniohiker liuif'i (n ini» »iiheie; .1 ulii iiiig. die Danien Hensc-hel. \ltiHeil Uu/wilz. I iuh» und /utei iiiaiiu. k. \pp: I. die kapelle k. Be!nen4 und iiiihl zuletzt Joseph 1*1,1 III al» \n»a^i r' und Rezitator'in den jlaiikbaVeu Beilall des Pü blikum» teilen. 1 M. Iiihriing von drei airfein- Mit di;r von ll.ui- Biivhaiiiu iu»zeiiier|eu Aul >hake-peaie« kiiinödie der kiiinueu. die a'n a uderlolgendeii Mieuden \or einem \ ol Ibesetzren lolgl<?. eroberten »üb ihr k ll 11 ll l Im nd und alle;rn der Aul -liilirnugiWt\ ifin i I orbereiiuug lie+i-iligten resjlos die b gei-lei lU Aiii i kenniin^ de» Publikums.' W ir w iin-ahen dein Jüdi»ihen kulliii biniil von Herzen, dal' ihm der gleiihe Imlolg iiurll bei den Aufführungen au»wärt» und bei den für Mille l ehr..... aiij:e«etzleii -W iederholungen de» Slüikes be- »lllledeu »ej. Di r Rullurl......I wi.in-lalleie „,n 4. d. M. einen Heiteren Vbend. Kr wurde zum w e»eniliifien von Ma\ Klirljcfl be- »iritlen.. dem II. I . Sihh-ingei. l.i»elolte Cohn und Piltz Mebhioi erlolgreiih zur Si-ile standen. Die kurze Szene. Aus Jeltifieu» < .chert» Zeit war wohl n.uh' allgemeinem Kmpfinden da» f'lun/stütk de» ,\bends. Da» Publikum, das den Saal bis auf den letzten 1*1.ijz füllte, war vihi den Darbietungen hoihhel rieiligl und »pendele reithen und verdienten Beifall. Vergesset die Jüdische Notstandshilie nicht! Bank : Dresdner Bank. Depositenkasse Harvestehude Postscheck: Hamburg 158 93

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