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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1935-09-26 · 10 (26.9.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
11 (1935)
Issue
10 (26.9.1935)
Date
1935-09-26
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite * Gemeindeblalt der D e 11 I s c h - I s r a e I i t i s c h e n Gemeinde Nummer Kl berühr« n. Der K V<«11 Midi, w i r I c4i panisatifine n und er Abtei bin liitach diesen leistet M w ar im, I ä»ideri nensifeti «tr[elfc kongrcl -tlier »A K reibt w S <• Ii o c bilden. < und «I \ulhnu« I) Irl! hat anerkannt, dal! für die Inn Aiefieillung des Mittelstand«-» besondere O . csdluffcn und unterstützt werden müss, st hierbei im w csentlichc-n den \ ors«hlägen i; für «bei .-Inspedfyng deul-itier Juden und t Ole Gerfnauia gefolgt. Kr hat anerkannt, dal! v .'■teilen in <len let/ten /«ei Jahren eine Arbeit lii >rden ist. klie für das Land von größter Beihjtitu 11 für die Mitte |»inn«l*uu»iedInn:f von Juden ans all vorbildlich -eiiid.irf. Zurl inerstützimg dcrpaläs n jungen Industrie, die man-mit R«-dil ,i|s im OllisatHiCl eines Landes hezcidtnen darf. IkiI i die Exekutive mit der i'hernähme .hamlelspoli fgaben liekiuf trugt umf den Ausbau indusiritdhtn sens vorber'eilel. Auf Antrag unseres Ij-e-uml i B.-rufJrnf toi« is( b£schh>sseu IUI II w urdeii •r unter -KJ-itungvon.lt u p 1>j n gestellt worden ift s-n Aufgabe die Planung dc-j gesamtw irtsibaMiehc(n •i und Zusammenarbeit mii| iler Marndatsn'gierui sein so"' ihr Itaajnara ist mite Wahr im I eisiung I ührerii l\i lii-tin mit der von «iler Palästina-I rtjuhand-t .i -i-||s(fialt uihl vor i-w-ei Jahren aufgebaute Kapitaltransfer die Aufsicht der KxeRutive zwecks bestmöglich des nationalen Interesse» ge-ste-llt worden. Im-soiuIc, er I hrnnia hat der Kongreß die gew ürdigt. MiH Szo, s und"'«ler I lunVrordcntli« Ii ja und ihl die von der juge-Mla il im iibereinsiiiHinemhn Interesse "titschen Juden vollbracht worden i-jt. beachtet, dafl ~iiii hinter d: I ,ilastin.|s hihi-iier ileuis<lien juilc-n \oiiiiraiiil Winnen Ist. und «*s jvurde alldem« in beachtet, dal! 'i«h hinter «liescs Werk'alle Teile »I«/ «h-uischeii Judentum-, au der Spitz«- die KeidisvVrirctung der -denf scheu Juden, pestelll haben, u.isiih auch bei der pcg"iiw-artigen Rosdi-Hascbana-Aktion d«-- ki ren kajemet l'Jisrael ausdriiiken soll. ZiiSilminenfassend dürfen wir sagen: der It. Zionjsteu- .kongrcl!. zusammengetreten in einer /eil stärksten Auf!.....~. aber auch sich verstärkender Gefahren; und \\ i<I<• i--1ii11■ I• •. hat "durch seine Verhandlungen die /ionisti.Mhe Organisation -''■-tärkt. lind der Kxtfk'lMive das. Bewußtsein gi;g(-l><.-u. -tarke lii »i-iin; hilller si«h /u wissen und \on dem trauen ihrer Gesamtheit getragen /u sein. eine Xer- Der Israelitische Tempel-Verband hat anseine ins Hamburg: abgewanderten inihereu Miiglieder d.is nadi-iehende Riiiid-direiben >cr»niidi: 13n3n nir? /u einem Hillen Jahre möget ihr cin- L'es<firieben werden. f /u den F.ciertagc-n senden w ir -unseren chcmaligi-ii Mitgliedern und Freunden in der l erne als "/eichen »e'cbs^bi-r \ erhuiidciiheii diesen find! und'berichten ihnen über die ivligiö»« Aufbauarbeit, wiilrrend tl««s \erflosse'neii J.ihrejs. um ,sie.su an unsretn Tuii teilnehmen /u lassen. Die seit JattTen vom I emp« l-\erband verunstalte teil \ or- ■ träge »landen diesmal inner dem Geilnirki-ti des „ I ro»l< » im Judentum". Itabb. Dr. 15 a eck sprach üIht «la» Propheten* wyit: Tröste t. ]röstf*t) mein Aolk. spricht Liier (imt. Itabb. Di. Italiener behandelte das Thema: Der (.edanke des I rosten in den Werken jüdischer Denker und Didi'ter. Der /\klnskfilol! mit einem Vortrage wni Prof. M. Ii u b e r über: Da« Leid in der (ieschichle und der Trost des (Üaühetis. AlleXortra^e waren iimrahini voll ( horjresäiifren: die l'e.Nte: Der Herf i~t mein llnt... Hebe deine Alleen auf... W.n - der Herr nitht für uns gewesen, spreclie Israel, wan-.il nisbes.indeie deli Psalnwn «■ittniMiinien. Der let/leruähnle Psalm erklani' in der ( Jx-rset/uii^ von Bilber und in ch-r Verton«ri^r von-Leon K o r II i t / e r nhib den Motive n, mit ■Jenen ilie Sepliar.dini im Heiligen l aude Psalmen sinken.< Im Mai spracfi'Rabb. Dr. Ilaliener über: f indnicke einer Palästilta-Reise. kr schilderte seine- Kallll iHlf der lel-Awiu lind V\ ürdi^te dii- Atlfbauarbeil im lleiliiren Lande von religiösen, u irisdiaftlichc n uikL kulturellen (■esiifitspuijkien aus. Der \onrajr endete mit-dir Schilder im;; der hÜndrückc bei der M limonide's-l c ier In A-rypIi-n. Sämtliche- Norlräücerfreuten sieli _<-ini*- sehr »t irk«*n Resiulies. |)'-r (;rol!e ,,Tempel bildete für die Veraustalluniren den v\ ürcli'r-fest- Ihbeii Rahmen. Neben diesen für die srol!e Öffentlichkeit bestimmten Xorlräpen — iIi — eii Arbeits^emeinscIiarteH einher, .die vcezi n ihre r Themen lebhaften Anklang fanden. .^0 folgte « in Kreis von etwa KXl Männern und Frauen den Aiisführunperi vion Itabb. Dr. Italiener über die Geschichte der Juden. Behandell wurden die Heimkehr aus der babylonischen Gefangenschaft, der Kampf Esras gegen die MiscTiehej die Makkabäer- . kämpfe, die FntstehiinK des Christentums und der Ibddenkaidpf des jüdischen Volkes gepen das römische W'idtreich. In c-rn.-r linderen Arbi ilsgemc-iiischafl von Itabb. Dr. Italiener .•riebt.- ein Kreis älterer und jüngerer Mensdieii die (nistende \|achl und unvergängliche- Poesieunserer Psalmen. Dann eiu Wort über unsere Jusendarheit. Die gesamte schulplliditige jüdische Jugend, soweit sie dein Tempi-1kreise nahesteht, i-inpfängl vom-Jüdischen Schulvi-rein. ,in den -sdiulräiiinen des Tempels wi-rktägli<h von-Montag bis Freiing nachniittag Tnterriclit: die Kinder besudien «in- bis /weimal in der Woche die- Schule. I'nterrichtsge-genstände sind: Bifclisebe und naibbibliscb'c- (ie-sctiidile-. sv slemalisdie Ueligionslelire. Palästiriakmide. All- und Ne-iiheliräisdi. Für die Kurse (Schulentlassene und Berufstätig?) kommen Iteligioiisphilosophie- und lte-sprc-c!iung von Lebensfragen hinzu. Tin auch] mit den Schülern in Fühlung zu bleiben, die die jüdische n Sdijilen Mamburgs besuchen- und dein lempelkreis angehören, veranstalten wir im Anschlnfl an die Sabbal- \ onniltag-( .otlesdieiiste Sabbntsliindeil. Ihre Träger sind (Iii- Jugendlichen selbst, .^ic singen gemeinsam w"sdioniru. ein'Knabemacht kiddusdi und Maiizi: dann findet eine zwanglose Aussprache, ineisl über ein dem W'odien-Absdinili entnommenes I lu-ina. stau. Gemeinsame Gesänge erhöhen das (.eineinsdiaftseniplinden. Die Zahl der Jugendlichen, die /ml Laufedes leizten Jahres religiös von uns betreut Wurden, betrug an 4IHI. \ ic-lh-idit inferc'ssieren die- Fragen, die unsere jugendlichen heule bewegen. Ein Knabe hat ein Theaterstück \erfal!t. das die- Lclienspeschichte eins alten Gebetbuches sdiihh-rt: von den Altc ii verworfen, von den Jungen neu eindeckt... Zwei Schüler unserer Jlelig|onsschulc haben eine preisgekrönte Frzäh.limg gesdirielK-n: Drei Feste unlerhalien sich, am Sederabenil. In den Kurseii wurde im Anjr schlul! an das Re/eral einc-s Juge-ndlidic-n w-odienlang das Jheina: Lnserq Stellung zum Religi<>jisgesßtz erörtert. Km anderes Referat behandelte die- Poesie (h-s Sabbats. Kim- Schülerin spi-«di über: Airterika. unter besonderer Berücksichtigung de s iüdi*sdi-re-ligiöseii Lebens in j|en Vereinigten Staaten., ein Jii-endlidii-r über: Diejüdischen Kulturstätten am Itlu iji. . Wie s|;nk ih r Wunsch unserer Jugend ist. die Weihe des ' Sabbats wieder zu «-rieben, zeigl der rege BljsUch unserer FreilagalM'iid-tiottesdienste. die im Winterhalbjahr durch gemütliche l eiern mit familiärem ( harakler die erforderlich«' Lrgiinzung Dnden. I «ir diese- S.ibballeierii ist eine liesonderc- Liturgie ge-sdiallen. die durch ein Pn'isaussch reibe II bereichert w.urde. Liii Jugendlicher lieferte gemütvollereligiöse] Embritungs- und Sdibdlworie. eine Sdiüleriü eine Samiiilung selbsi «-utw-orfener, dem jüclisch-religiöseu Lehen en 1 nominelle 1 Itihler. Die Schülcjrin wurde mit einem wertvollen Preisein bor.iu ch-r OtfenlMtcher Haggada auszeidinel. Vu.di für die- Freitagabend-Gottesdienste im le-inpel haben' vvir ein neue s Gebetbuch herausgegeben, dem ab' Anhaut:- häusliche Gebete' und Gesänge beigefügt wurden. De-u 1 Abscblilfi der I 11 il.ignhe nd-Cottesdienste bihlei aUp-mal ein v......hsi'rem Glwrkantbr in Palästina ^1 liörtc-s und von ihm, 1 ritsprechend bearbe itetes Adaiin aiilom. (laSf^iiieii besondereii Anklang gefuiiclen hat. Yuch die W erklags-(,otte-s(liens|e bürgern sidi immer mehr ein. Die Gebete werde n langsam und würdig vorg<- 1 ragen, diirdi (.c-sang an besonderen Siellen die (.emeinde aktiviert. Oll ist es bei clic-seii (.ottc-seliensteii wie auch am Sabbat-Ausgang ein |llgewdli«h«'r, dc-r das \ orbc-tc-raint versieht und gegc-benc-nfalls am Morgen aus der Tora leint. Die .Ju^c iidlidien. duals Vorbe-ter fungieren, werdc'n seit einigen Jahrenin, Kantorenklirscn grühdliih vorgebilclet. Der .lugeud-Gottesdieiist an den hohen Festtagen wird in diesem Jahpe ern bj-sdndereri (a-|irägcerhaltc-n: ausscIilicfSI ycb Jiige-ncIlKhewerden «las \ 01 hetc-raml verselien. ' Im letzten Jahnhatten wir 4"> Barinizvvafeiern. eine bisher noch nicht erreicht«-Zahl. An niaiidieu Sabbalen Schritten 4. ">. sogar Ii Ba rmizw aknabeu zur I ura. Die beiden Sederabeude bildeten I löhepuiikle iiiise-re-s religiösen Lebens.'Sic warc-n von |c besoiiilers w ii|«Ii ( hanukka ImjI und religiöse 11 MI ■ nehmern besiidil und nahmen einen «•11 Verlänf. Laubhüttenfest, Parin und [•n. wie alljährlich, unserer Jagend viel Freude Anregung. 1

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