Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1935-03-08 · 3 (8.3.1935) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
11 (1935)
Issue
3 (8.3.1935)
Date
1935-03-08
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/4891256-5444737-5445043--1009-4892140
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer 3 tun ''in I>»■-nili11 ii Patienten, bewilligte das Kollegium"aul a". :i \ nlI iil; de- \ in»taintes einen Betrag von ~>(M) 'JiH fiir .!.!-!.t'i!"<-ii• 11* Jahr. Es bcw iiiigte ferner auf Antrag de« , Vorstandes einen /.ii«dmß von '<Kl Jl)l für die an» Anlaß de« i_Maimcnidcs-Jnhiläams geplanten Vera-nstaltungcn. Hin Viiiia. Vor«taiide« auf Erhöhung de» Beitrages der Geilnau Ie 1 in die Reich«\ertretung der deutschen Juden \er-!•■! Vertagung, um riinädi«! den Mitgliedern de» Lolh : i n- In- Möglichkeit /u gehen, sich üher .ihren - 1* iiiiiu - l'vd'.i 11 genauer -Vi! unterrichten. Grundsiitzlidi he- Üaniilen xitii iber '.die. die »ich an der Erörterung beleiligi■ -:i. - i dei 1teiiii«.ycr'trctiing . und der Notwendigkeit., sie itadi Kräften /u fördern, wobei einige Redner hervorhoben. . dal! d.i.- l!ei<li-\t riretung .nicht nur der nehmende Teil »ei. «»»-lern aiidi /ii den l.a«teu der Inlniiul Iura Sihule und ici Mädchenschule «»wie /u der beruflichen Au«hildutlg der jjüdi«che:i Jugend der (iemeinde beitrage. — Drei Anträgen i t.i) p |> e i in .i n Iii. Dr. VI, e y e r - VV e d e I I und Dr. I n n n e;i'«prediend ermächtigte da» Kollegium den Vorsjland /in Zahlung eine« Ki'.»telizu»diu««e« für die feil-' rsjährigen Makkahinh. leiner da/u. Mittel zu: \ erfM^liguifc de« Ko«dicrfteischies fiir die Peßachtagc M|t'leit/n«^ejh-n und ilem Israelitischen Humanitären Krauen-, Im die Instandsetzung fjerg •■ neu Zu«dlilf* /u |ei»tell. ariiii.lete ihren Vntrag damit, tri/teil l!i-i\en aufgezehrt Hertel Mittel wie hisher durdi ■rngeu /ur/eil iiiiiu möglidi fegvbcrgc.r I leim. Jahr für Jahr einer Hteindeangehöriger. I' rv\ ach «eilen und \ tu fes »tuHrde Jahr«!,- / in llll« Im Int« einer I' b! seiuef'Grundstücke in Scacl-V.iu Dr. Meyer-Wedell bednl! der I' raiienverein «eine habe, ihm die Beschi|ffung Veran«taltinigen und Samm- >ei. dal! anderseits aber,, da» gndlen Anzahl Ge- Jiigendlüheii. einen k :i i iiiienl Iii! i ei uiöglidie. Der Antrag \ (tu Krau Dr. VleyertVedel.l «in le \iiii I ran Hauer «»wie den lleriicn \. I e \ \ und!>:. I i i ü « mit dem Hinweis initer.«tiil/t. dal! Ii- Segebei^ei Heim die Gerneinde hisher» nicht belastet. Babe. daR*ie,alsi i i reidierem Maße bereits \oii dem Heime ijinpi iifgett h'ahe ai« -ie. jetzt gehen «iiJJe. un<l dal! die Gern, nie Icmu.iih jetzt nur eine f hienpflicht erfüllen uerde. Ö.i» Kofl'egiupi genehmigte sodann den. Kniwurf der Gc- :rei:nlt steuci Ordnung Im .Li- Jahr 1955 und erteilte dem : leichzei: ig. die Ermächtigung, etwa im laufe notwendig >werdende Ergänzungen o'der Andele-dt'ierVn. Vidi diesem Entwurf «oll die Geiir i I. in-' hallt mehr, wie J)i»her. auf (»rund des Einlv<iii11111 i- ^Vorjahres, sondern ajif Grifnd des Eiü- Kouifiiendi - laufenden Jahres. al«o (»r«! nadt dessen Ab- «dilnl! hji I iiadi Ki'«t«l<dlung de» Einkommen« verimlagt «.erden. f)ie K»lge die«ee Neuerung ist. dal? aid die Geifeeindr-teile: zuuädi«! \ oraii«zahluiige'ii — in il'ih«t der Itisheri^tfn \ ierteljahr«raten zu. leisten sind, und dal! nadt Vl»»diliil! de.« Kalenderjahre« und Kest«tellung de- I iakuiumeiiveranlagt und ihgeiedmet wird l < iiici gemdiniigte da» Kollegiuni in /weiter Lesung die in erster l.e«nng anr Jt. Januar d. J. hesddossenen Ver- Ia««uii2«änderuiij;en, an I zwar » Absatz 2 mit ITStiimineu l.ia 4 Ktimniejjtlhaltungeii und!!?s Absatz J und "i mit I*' aegen 4 Stimmen. Vor der \b»tiinmiing erklärte hameu» der liiktiou der Jiiilisdien \ olk spart ei Herr Dt. Pimicr: ..Die Jüdisdie \olk»i»artei hat anlälüicfi <ler \erhändliingeti ir»*r die \ erlängerutig fler abfaufenilen W ahlperiode di - l!i pr.i-r 'i ii ti-n-Koliegium« die Kodierung aulge«tellt. ihr eine .\er«t.irkte- Beteiligung un der Genieindeverwallung ■ ein/iii,iiimei! . ' - .■ In den letzten Jahren i»t im Gegensatz zum letzten W~ahljahr.ltViO —' die I rki iinlni.» allgemein geworden, daß [ie z!'ini-ti«<h \ilffassuug der Judenfrage und die aktive \ibeii am) pol'li»<hen. ökonomische» und kulturellen" Aufbin .der nn.lionaleii Heimstätte in Palästina <len I ifonleriii»»en un««-i "i- Zeit uud den br-underen Bedüi lni«.»en de» (jent«dien jiidentuni« ent»pridit. I)ie»er .Wandel in den .Vn«diauiMtgen der <leutschen ja leiii l>egfjiii«le1 ui«l (-rfordert auch einen erhöhten Hudln!' ria if die (ö iiieindexerwalluiigen. •. s-, de, Kriedens. haben w ir un-ere KorHeru'ng Hin geltend gematfil. die IccijHe Zurückdiängung aliideror Ghipp1 n bedeutete. Im gleichen Willen zur freundsUia-ftlichef Ziisfuiimeiiai beit haben w ir die Bereditigung nnsen i' Knt lerung von vornherein der Beurteilung durch die Reiihsvertretung der ileut-rdien Juden unterstellt. Die Mehrheit des Repräsentanten-Kollegiums hat die Erliilluiiunserer - Hordel ungtn jedodl verweigert oder \or> I i ugu ngeu gleichkommen.' eiil«diliel!lidi .null \oii dem Vertreter der R bhängig geniatjht, die einer Verweigerung lerjenigen. deren Erfüllung idtsvertretUQS der tleut«then i«t. Entsdia idniu Mehrheit einen für die Grundim deut.«die!i Junen gew.ün-dit wurdet \\ ir seluii in dieser tiijf bedauerlidien Vlangtd an/ Verständnis Ilten einer wählen Gcmei|i«ihari«arbeit Judentum. Mit \er«läikler Zielklarheil werden wir daher nicht ab-! i««en.'diejenige Zusammensetzung der Verwaltung in der Hamburger }iH*i«then Gemeinpe zu fordern, die der wirklidien I ag< Zu die«ei r i a «-4. Sidierlidi wüirsdii s uogeit. Es gertü und den Bedürfnis, en rkltirune beu|erkti iigeuden \n»idit zuhlr in endgültiges "I iteil iis K e. wenu erkl idiei übe deutschen meinen öffentlich den 'könne. Kür Uttel im Gefühl ihrei Ri frl Judentums möglich n iese sei V ei ntltw i ■pra-'Ml tauten-Kol leg: ii ins mV; \bsland nellllli'H. B um eine au! um eine etidgt afte an seinem Judentums ent«ptiiht." der Vonsitzende Dr. ijlegium keine neuen Hrörtefri werde, dal! nach der überdeutscher Ju<leti heute noch die- Strukturwaftdlüng des sei. da« nur bei einer all- Berrafiing zü-eifefsfrei festgestellt ie Zeil muh nidit gekommen, rtiing wolle die Mehrheit «lein dieser öffentlichen Be- •i der Verfassungsänderung handele e« «idt um eine au! .zwei Jahre beredine'te Notlegeliiug. nicht um eine eudgi llige Hlltscheidung Niemand im kollegiuni halle an seine™ Amt»-, und sobald die Zeil gokoniinen «t't, würden alle Mitglieder des Kolle'giuins ihre ■«•ilzigern andern und Besseren einräumen. Im Insddufl an <lie Annahme der V erla««ungsänileruiig «teilte dann der Vorsitzende Dr. Krius festAdaß mit Absciiluif dieser Sitzung die ftahlperiixle des am Vlärz 1930 gewählten Kollegium« Voraussichtlich zu Hude gehe, da e-- im Mona) Vlärz wohl zu keiner Sitzung mehk zusammentreten werde, und schloß hieran einen gedrängten Hhcrbliek über die lylzten tünl Jahre d. r GemeindearbeSi Diese erste yntszeil de« Kollegiums habe im Zeichen einer scflidisalssifiweren Zeil gestanden. Das zeige «ich audi in dem Wedisel uer Personen innerhalb der GeineiiidebehördAn. Von den ■Herren.' die am läge der W ii Ii I ,ih-s Kollegiums den Vorstund gebildet hätten; seien die Herren Heinridi L e \ y und \b\ S. VV a rhu i g. ferner der zweite Syndikus. Herr Dr. I au neu w a I d . \er«iorben. die. Herren Alfred Le* > . I r i « eh m a n n . II e ck s di er. Dr. 11 e r z f e I d . Philipp. Dr S a m so ll.-, au« ihren Amtein geschieden:' von diesen gehöre Herr Alfred l.exv dem Vorstande jetzt noch al« Ehrenvorsitzender an. während Herr Reditsanw alt Dia \ id zum zweiten Male in ihn berufen worden sei. — Dt-r Vorsitz im Kollegium habe dreimal gewechselt. Herr Kisker habe im Jahre I9>l Hamburg verlassen. Herr Dr. Kränke), sei l°s> in der BMite seiner Jahre dalrinze-iIi ieden. Herr Dr. I o e w e ii b e r g 1954 in den Vorstand der Gemeinde eingetreten. Außer Herrn Dr Frankel habe das Kollegium den Heimgang des Herrn Paul Koretz zu beklagen gehabt; freiwillig seien aus ihm ausgesdiieden I iaii't ai'o sowie die Herren Dr. Kalmus, Dr. Marx', Dr. \\ DBMgemuth und Herr Dr. Loewenoerg infolge seines Hintritls in den Vo.rstaiwl. In ">4 Sitzungen und ungezählten Kojnmissions-Sitzungoii habe da« Kotiegiutn mit aüÄerordeBtlidier Sorgfalt und großem Interesse seinen vielseitigen Aufgaben geredit zu werden sich bemüht itlld über +00 Gegenstände aus den verschiedensten Arheitsheieidien beraten. —Der Haushaltsplan 'der Gemeinde, der 1930 mit einer Million 'JiH und l'J'il sogar /mit einem nochj-jlöhereil Betrage in Hinnahmen und . Uusgal>en abschloß, habe infolge des Rückganges der Gemeindest enefil eine Drosselung der Ausgaben in. den. Jahren t^iJ bis |9»4 ei lall reu. um für das Jahr t933 w ieder auf 9WO0O JtM anzusteigen. In die Amtszeit des Kollegium« fallen der Neilbau des Israelitischen Tempels, ein Erweiterungsbau de« Altchhauses, ein l mbau de« Pflegeheimes und eine Verlegung der Volksküche der Gemeinde; du« Vlädihen- -diulgt-bäiide in der CarolHieltstraße «ei mit einer Zentralheizung vecsehen worden. — Vor neue außerordentliche lufgaben auf dem Gebiete iler Wohlfahrt und der Berufsfür«oige habe der I mbruefa dii- Gemeinde gestellt. Die Dal lehn«ka««e «ei gegründet) Idiei Notstandshilfe ausgebaut worden. In diesem Zusammenhange erwähnte der Redner den außerordentlichen Opferwillen weiter Kreise und die Schaffung und den Ausbau der Reichsvertretung, die gerade

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.