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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1935-01-11 · 1 (11.1.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
11 (1935)
Issue
1 (11.1.1935)
Date
1935-01-11
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Seite 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitisdien Gemeinde Nummer 2 Dagegen erhielten die Kurse für Neu-Hebräisch einen lieträclitliehen Zuwachs, und /«ar an Schülern und Schülerinnen fast aller Altersstufen.' Iii der seit Jahren erprobten liiirsus*Einteilung oder Glie derunir nach Klassen. <lie mehr ikIct weniger-dein Alter der Kinder entspracht, luit sieh nichts geändert.-! Die Anfänger erlernen die- Grundzüge des He}bräiseheii Jinch'cleil Majidellmumseheii Fibel, deren neii/eitliebe Lehrmethode die" Aneignung «Ks Hebräischen fast spielend ermöglicht. - Als nächstes ist den kiiiderii <las Ziel gesetzt, -ob in der le-filln und. im Machsor zureehtzufiiiden. Das HeiHt, siewerden systematisch mit den hauptsächlichen>GelirTrn des Wochentages, des Salihaths und der Feiertage verirmt gemacht. el>enso mit den Segenssprüchen für dietäg- Ikhen Gelegenheiten. l)ic:se Gelicte den Kindern nicht nur woiiinülhg. sondern audi sinngemäß1 beizubringen, isl der Zweck di-- l nterrichts. rW.illel mit diesem Anlangst! nterriehl gellt die Einführung in die biblische Geschichte. Sobald die Kinder au \111• t und Auffassungsvermögen reifer geworden sind, wird i Ii Inn die jüdische Geschichte näher gebracht unter lleranziehung •moderner Werke jiidischei Schfriftsteller. Jüdische /rii- und Gegenwartsfragen werden mit der reiferen Jugend in besonderen Xbeiidkiirsen eingehend erörtert. In anderen Vbteiiungen erfolgt die Einführung und l :nei » ei»uii:-r in T'nach. Sehlilehan Aruch und in die Hi-chna. Zu jeder Zeit laufen bcsondcie Kurse l^ir elicfienigen Schüler, die .-ich vor der Bnrinizwa befinden, um Bfe mit den Aufgaben, die ihrer vondic-em läge an warten, bekannt und vertraut /u machen. Eines grollen Interesses und freudige! leiluahine erfreuen «ich die JugeiMlgottesdienste. die in rega-lmnlhgen •Vb-l.indei) au -den Sabhuthnachinittageu stattfinden. In nun -elion traditionell gewordener Weise werden die gesamten Bottesdienstliehen Funktionen hierbei nur von Jugendlichen l'usgeführt. Lediglich die Ansprache an die Kinder halt tc>grl mäßig i unser fViibbilier. Herr Dr. Hol/er. Diese J iil'cmi untte-dien-rrw ecken ia den Kindern Freude" an der figeiien Betätigung und Selbstvertrauen, verliefen ihr |htere«sp an unsc*rer Religion und geben ihnen eine immer gjröHere Sicherheit in der Au-iibuug der gotte»dienstli(hen I ii n"k l Ionen. Kine Gruppe von Barmi/wakiialieii hält außer- Äem jeden Sabbathnaehniitlag-unter der Leitung von Ifuhliiner Dr. llol/er einen besonderen Minchagottesdieil»: ab. in dem alle abwechselnd /u allen Funktionen herantezogeii w erden. \ ' Zum Seh In II .-ei noch eine in \ ie-ten Jahren bewährte Panjfichfuiig erwähnt: die I reitagabendfeicrii. Im Vortragsi.nun der Synagoge, in dem vor Beginn des Gottesdienstes llerjSjjbbathlisch durch Schülerinnen gesiecht wird, kommen die Teilnehmer unter Leitung von Rabbiner Dr. Hölzer zu-mmu-n. I in Knabe mticht Kiddlisch und Mau/i. S'.mir.iu- Uerden gelungen und dei fällige Tpraabschuitt in zwang - User V'ussprache erörtert und ijem Verständnis der Kinder uahcgebi seht. Nach der Einnahme von Krfrischiiiigen wird die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Tischgebet gesch losseiL Die Schub steht unter der Leitung von Rabbiner Dr. Hol /er. Der l iiterrieht findet hauptsächlich in der Gcmoinde-ehulc Johnillee "i statt. Im vergangenen Jahre w Ii 111<■ eine Zweigstelle, deren» Notwendigkeit immer mehr zjutagetrat, h» ele-r' Wohnung des Herrn Freiniiith. Havn- -t i iHe ■>. eingerichtet. Die-i r Bericht, der nur in ganz kurzem Abriß das wiedergeben kann. was die Religion—chulc .eler Neuen Daiiinitor- Synugnge.au jüdischer. Erziehungsarbeit leistet, muH auch heilte u ieder au-klingen in der Mahnung: K I t e r n . ,s o r g t i e r> Ii t Z e 11 i g für d e n R e I i g i o n s u u I e r r i e Ii f -I. ii v er K i u der! Iii die Verwaltung der Xvuen Damihtor-Syuugogc; sind die Herren Felix Braun. Simon II o r o w i t z . ■ Lrw in .Landau. Joseph Lei > uiicj Heinrich Mayer neu eingetre'tc;n. in den engeren Vor-Iand die Herren Dr. Ludwig It .i e r und I eo liebe-. Personalien und Kleine Mitteilungen •eine vielem Freunc Kduard Berlin im abberufen w orelen. e ,und Bekannten i-t ■>6. Lebensjahre au- Dem I Inudwerkcrrd Berlin der erstel ihm » artet für am l>. v. M. Herr dieser Zeitlichkeit -lande angehöxend. war Kein -eines Standeim Repräsentaiiteu-Kuliegiuin meinde. dem er von l'XW bis hat und in dem er -tets mit de- Ganzen zu dienen scheiden andem Kol mission für das Bau- und (in die ihm manche wertvoll besondere bei den l mmeinde-lnslitiiti'. An der Beisetziyjg de- I leimgegaligenen auf dem Be gräbnisplatze der Gemeinde nahmen Mitglieder "de- Vor Repriisenta Ilten-Kol legi iim- Vertreler der Gc- 1910 ununterbrochen angehört großem Interes«ej-dem Wohle bem|i|it war. Nach seinem y\usiniii verblieb er in der Koinind-t ück-w e-eu der ( leineinde. \Arc:gung /u danken hatte, iII.-- uucl! Erweiterungsbauten der Ger standen und d -owie zahl reiche Augehörige Standes teil. Nachrufe wardfa entsprechend, nicht gidialten.f lc-s i uschen W nliier Gemeinde! I landw erkei - he des I ölen dall er.von seinem.Erankenlaeer I seine Tätigkeit glaubte; wieder Ain i d. M. ist. kaum wieder, genesen war und aufnehmen zu können. Herr Hermann Elkeles im 6s. I.ehcnjahre aus dieser Zeitlichkeil abberufen worden. Mit ihm h.at die}Gemeinde einen ihrer ältesten und einen ihrer Ireucjteil ehrenamtlichen Mitarbeiter yj-rlorcu. Hermann Klkeles Bekleidete etwa zwei Jahrzehnte lang das Amt eines Fremdenpflegers der Gemeinde.: in dieser Kigenschaft Iriig er in ■ ständige-r Zu-amineiiaibeit um dem Vorstände und den Beamten de-- l-raeliti-clien l nlc|rs|üt/ungs\ereins für Obdachlose die* I'iiisorge für die'zahlreichen jüdischen Ortsfremden und W linderer, die Hamburg passierten. ' Kbenso verdient' hat der Heimgegangene sich in der Be/irk--W ohlfahrtspflege Her* Gemeindet gemacht, in deren Mitte er Jahrzehnte der Fürsorger und Vertraute zahlreicher not leidender Familien', war. Auch im Verein zur Bcfförderung nützlicher Gewerbe unter den Israeliten, dewsen Aufgabe die Hinfübruiig der jüdischen Jugend /u handwerklichen und gewerblichen Berufen i-t. hat er al- Vorstandsmitglied sich verdient gemacht. — So trauert mit den Seinen um den Heimgegangenen eine eroRw, dankbare Gemeinde, »■* ■ ■ Am 4. d. VI.' verunglüdctcj tödlich der in Bissen.iii der Hachschara stehende ( haluz Hans Strand. Vlit der allgemeinen I ra.tier um den im Lebensjahre so jäh au.s dein Dasein gerissenen jungen Mai(ne verbindet sich das Mitgefühl mit seinen Kitern. dieihr einziges Kind verloren haben. Die gesamte Ilaihseharu-Jugend gab ihrem ( hawer. auf dem Bcgiäbni-plat/e der Gemeinde daletzte Geleit, und nicht Weniger als fünf Ricdner. untfM 'jhnen die Herren Rabbiner Dr. 11 o 1 / v r und Rechtsanwalt; Dav id als Vorsitzender des Vorstandes der Gemeinde, .widmeten rihm ehrende Nachrufe. > * Herr Rechtsanwalt Dr, Hermann Samson yolleiulctc am v. VI. sein Tl. Lebens jähr j Der Vorstand der Gemeinde nahm diesen lag zum VuLM'. Herrn Dr. Samson für die vielfachen .Dienste erneut zu al- Mitglied des Voislandes auch heutenoch ihr zur Ve erfahrenen B it und «ein kli lanken. die e-r der Gemeinde geleistet hat und mit denen er fügung steht, so oft sie seinen es l rte-il begeht! Ibrr Justizrat D. F. Wal Isteiii - Altona, der langjährige- Vorsitzende <le-- Geiitralveretus deiitscher Staatsbürger jüelir- Harhbiirg-Altona, beding am -ciie-n Ghiubeiis, <)rt-grupfic llambili 1). d. VI." -einen siebzigsten -uSebartata verdienten Jubilar auch an dieser lich-ien Glüchwünsch'c aus Ihre Goldene Hochzeil fc Samuel Kusenbaum und Fra V\ ir Stelle Sprechen dem unsere herzerlern linlU. d. M. die- Eheleute i VI in na.'geb. Marjcus. Besdiälilgf lOdisdie Handwerher und Gewerbefrelbende!

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