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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1935-01-11 · 1 (11.1.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
11 (1935)
Issue
1 (11.1.1935)
Date
1935-01-11
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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los Gemetndc-blatt erscheint in Abständen von S Wochen / Bezugspreis 0.60 RM halbjährlich Veranlworllldi für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M Drude. Verlag und Geschäftsstelle: M.Leiraonn. ABC-Strase 57. ABC-Hof. / | .BEST COPY AVAILAIilE nzrigenpreis 22 Vi 11 hon Hamburg rnsprecher: Sammelr per 7 gespaltene Mlllimeier-itetle umrier 5407 37 ' j Nummer 2 Hamburg, 18. Februar 19 11.Jahrgang 3ie Ehre der deutschen Juden! Maimonides Auch das überwältigende Ergebnis der Saarabstimmungihat i\i unserem schmerzlichen Bedauern dem Gauleiter Julius Streicher dazu gedient, in einer Rede in Nürnberg uns7 Juden zu diffamieren. 1 Er tat dies mit folgenden Worten: Der Jude Matz Braun war Beauftragter der jüdischen Rosse, des jüdischen Volkes. Er war beauftragt, zu verhindern, d<il\ das Saarvolk zum Mutterland zurückkehre. ■; Ihr Nürnberger, Deutsche, vergefit nie: ein Jude war es, der an der Spitze des Terrors stand, ein Jude war es, der mit dem Geld der Judenbanken und der jüdischen Weltbörse i>. dem deutschen Volke das Unglück bringen zu k«. inen, dah hunderttausende Deutsche für immer dem de> tschen Volk genommen werden. Jawohl, wollen wir nie vergessen: ein) Jude stand an der Spitze der Schande, die wir erlebten. Dem gegenüber erklären wir: Dies ist nicht wahr — und jlfiJlen fest: Max Braun«ist weder Jude, noch jüdischer Abstammung. /In derselben Rede hat der Gauleiter Streicher Dr. Walter (athenau die Worte in den Mund gelegt: 300 Männer, die sich gegenseitig kennen und durch das Blut verbunden sind, regieren die Geschicke der Welt. Dem gegenüber stellen wir fest: Die Äußerung Rathenaus in seinem Buche Zur Kritik der Zeit, -Berlin 1912, Seite 206) autet: 300 Männer, von denen jeder jeden, kennt, leiten die Wirtschaftsgeschicke des Kontinents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung. Die Worte „durch das Blut verbunden" hat Rathenau nicht gebraucht. Wann endlich werden solche, uns tief verletzenden Austreuungen ein Ende nehmen?! Zur Wahrung unserer Ehre bleibt uns nichts als feiericher Protest! Die Reichsvertretung der deutschen Juden Gedenkfeier AUS A N LA ' veranstaltet vor)» der Franz Pro' SS SEINES 80 0. GEBURTSTAGES den drei Hamburger. Logen U.O.B.B, und ^on» l!osenzweig-Ged jchtnis-Stiftung unter dem ectorat des Vorstendes der Gemeinde. ' et i 6. Marz, 20 Uh Mittwoch, Berlin: Lebensgeschichte und Umwelt Dienstag, de WIENER- Bert' n 26.. Marz, 20 Der religic se Denker u. seine Gegenwartsbedeutt , Herr Prof. Dr. I. EL BOGE Uhr. Herr Rabbiner Dr. Max Donnersta CARLEBAC Der Ges . Alle d esetze rei Wort Wirladen J t "9 den 11. April, 20 Uhr, Herr Oberrabbiner Dr. Altona: slehrer und seine Stellung im Judentum orfräge im Weißen Saal des Curio-Hauses. Der Eintritt ist frei. I . * ■ ie jüdische C f f e n 11 i c h k e i t zu die b i I ä u ms-Ve r c n s t a 11 u n g ein. Die drei Franz-R u m s - V e .vn; Hamburgt nzweigö Je Baeck Hirsch r Logen U. O. B. 7edächtnis-Sti£fu Järihtrii« pesell^ÄH Iii*- Kunst und \\ isM-iiM-tiaft »4. I flilm.it. Jo.n I In. < imwiitsiiir uhitrl>jiii<M )nhc»iiM -Berlin'. I.citunjr: (ieiMj |c»>c1 1!u-cu-t<uk. Wert»' v<»n IIii\<Tti. Mii/üt. ä " i Ii . J", l ein u,ii. L'o.r> I In. C-Ht;M>li»in-. "»•i!<i -> i>' II i» l ,1 l:ii>I'ci >.i;il: K .Hl u»ik'.l i I i'k Ii Mi'cl lu>\ rti. M i1 t « Ii Saal: lloirri Hiß 'iiml lhiii<l|>li|>|k>li l.ilnt h.hIi -rihr iMitjrl ftlxkatlr l Krfea zu lii/l.-lifii. I Muml: J<»—»■ 1111 < )| I v\ ii il -inj« Ii Im - Spiele. I eil 1111 lt l'ijliistilui. leite l> I .i il I. ■ k;iiiul jrt'yrljitrii: Kiin-tlei i-iin \l.i\ \\ ,t.i Ii t <■ i. Kfls|i< rW Milulif;! liat <la« liitht. ml IisoiWmi- Mini? k iii'li i k.iiltiMi N- B. g An die Leser des Gemeindeblaiies! Gesetzliche Bestimmungen schreiben uns zwingend die Erhebung einer Bfezugsgebühr für das Gemeindeblatt vor. Wir haien iese für das erste Halbjahr 1935 auf RM. 0.60 festgesetzt und bitten sämtliche Empfänger des Gemeindeblattes, diesen geringen Betrag umgehend auf eines unserer Konten (Postscheckkonto Hamburg 499; Dresdner Bank, Depositen-Kasse Harvestehude; Simon Hirschland; M. M. Warburg & Co.) zu überweisen. Im Interesse des Fortbestandes unseres Gemeindeblattes sprechen wir die bestimmte Erwartung aus, daft jeder seiner Etmpfönger die Bezugsgebühr sofort entrichtet. Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde.

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