Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 6 (12.7.1934)
- Date
- 1934-07-12
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Gemeindeblalt der D e u t s c Ii -1 s r a e I i t i s eh c n Gemeinde Nu in in ii d Theodor Herzls /.**/<■./</_ tuhrte sich am f. d. .Je!, f 2<>. Tummttsi zum dreißigsten Male. 1 hetxlnr lierzl hat dVi* l.nhd unterer l äter zu neuem Lehen und neuer Hlute erweckt, auf seinem lt>><l> n zahlreichen unserer Hriider. nnrl Schiccstern eine neu*' Heimat geschaffen, lausende rem Juden nieder mit Selbstheicutitsein und Selbstvertrauen erfüllt. Stolz. Zuversicht und /.ukttnjtsglaiibe in ihnen mich terufen und gegen l.eid und .Prüfungen sie genuppnet und gestählt. hie Juden der ganzen Welt ehren nein Getlächtnis und segnen sein U erk.11 ') Her/I-I ileralur. (ii sammelte Zionistische Werke in ."> Bänden: Der Judenstaat: Zionistische Schriften: Tagebücher. :t Künde: Allnenland. — Fnedeniann. Das) I»el>e?ii Th. Herzls. — Ke.Iiier. I n. herzls iahir. - (iorelik. Herzl in jeinen I aseliiichern. -'- Teilhaber. Herzl-W'orte. Manfred Utlorir. 'Theodor nerzl. ' Ocdcnkbucli zu Herzls 25. I odesta'j l!.2i». Rabbiner Dr. S. Bamberg er: Die Lehre Israels ist sein Leben \ inder Gesetzgebung! am Sinai sprich] Mosehc im Aul- Irage Gottes /um Volke, das nach -einer Befrciniig \oiii ag\pti-ehen Joche und -einem wunderbaren Zuge durch die furchtbare W üste am I* ine des Besges lagerte: l nd nun. kenn ihr auf meine stimme höre-n und meinen' Bund bnlcii werdet, -o sollt dir mein Tigentiun aus allen Völkern sein, denn mein i-l die ganze 1 nie. I ml ihr -ollt mir ein Keich \on Priestern und ein ,liciligcs \olk .-ein ... Da antwortete das ranze \olk einmütig und sprach: Alle-, was der Lw ige spricht, wollen wir tun!'| Lj»d. was da- Volk geloht, den Ii.iinl /ii hüten, in. dem der Allmächtige Israels L'rhultung M-ihe-iHt. Israels, da- Seil Gesetz auf sich genommen, nul die Satzungen und Reihte /u Iiiiren-I. das berichtet der vom Herrn erwählte Bote.-'und l'imphet vor Ihm. der ihn geschieht. I nd nicht für das damalig (.c-ehleeht allein w u rde der Hund mit 1-r.iel geschlossen, -ifudcrn für alle Zeiten: wer heute mit imsteht vor dein Lw igen, unserem Gölte, und wer peilte noch linkt ii|it imi-J. :I| l nd unverletztlich ist du- (.i -ri_/: Tiigl nichthin/u /um Worte, daich euch befehle, nul vermindert nichtvon ihm . ..*) ■ Schon drin ersten Menschen gab -ein Schöpfer Gesetze, d.d! er mich ihnen lelie und sie seineu Nachkommen über- Leb-rc: die VVeisen-iieüiieii -ie die sieben niKichidischeii Gc- PJ'te (KinsetziMrg vtin (.erichten. \erlmtder Lästerung (.nlle-. \i-rRiit Min Götzendienst, f iiinoml. Blutvergießen. I)ieli-t dil. und \ erlmt. von einem Tiere zu es.-en. ehe es tot pt). Die ( berlicferung hierüber wird nji den Bük-Imm.- t Mi»-. -2. Iii angelehnt und im Traktat Sanhedrin >b Ii bcli ui.lcll. Beschäftigung mit den lehren dellc-rrn wild i n um schon den Gcsehleditqrit Mir der Gesetzgebung am Jiinai nachgerühmt. Snah lolii Gott, den Schern verehrt und in 111"—eii /.eilen Kl wohnen uircl. •"*• ' I nd die Stammväter i-i wählt (.Ott ol> ihrefrommen Wandels; ihre Nachkommen zu mehren gleich den Sti rnen' de- Himmels und da- Heilige Laii.lj ihnen j/n gclien. weil Abraham Ojif inriiie Stimme gekört, pneiii Gesetz gehütet, m^ine (rebote. meine Sutzuiigi-u "und meine Lehren..*)' ■i '\i|n der Gesetzgebung am- Sinai an. bei der da-' iran/e \olk rtach ilreitä^iger \ofberj-itunjr die Stimme Ciotles verbimml und über/euirt wird, dal! er Menschen seine.Stimme mi iiehiiu-n l.il't. "I frfiil.^t in der ganzen Kilud immer'wieder hu I i|hn<- aiis/Hsct^en dir göttliche Krmahniuig Mosches und' In ferneren l*niphelen an djis \idk. dem Bunde Gottes mit l-iräel! treii/ubleilx-iu in der lieh're /u Forschen und die (ieb»te /il erfüllen. \\\ orlel de- -liieidenden und Israel erinuhllPBih-n und -e.:rjeudcil Mo-dic: I nd null, l-raid-höre auf die Siit/uiijr,.n und Hechte, die ich euch leine /u Inn. so werdet, du leben und kommen und das Land einnehmen. (Iiider I w iire. der Gott euerer Väter, euch jliht. "). — Die I eine Ktamml,Von (.ott. und Mosche ist der vom Geset/jieber ■;i wählte \ erin it t ler uiiiUuiiser Lehren |a min'lJ'aT HIPB 1 D'DITft Jo-ua: ...(Bleibetfest.- 7.11 hiiteji und /h tun alle.-. \\ iire-ciiriebc-n im Huclie der Lehre Mci-che-. nicht davon, alvnWeichc^u. nach recht ode-r link-. '"I — Aus dem lc-lamente Davids, au seinen! Sohn und -Nachfolger Salomo: Hüte da- (.e-el/de- Lvvijren. deines Gottc»s. in -einen Ue^en /ii -i Iiimi. --eine Sat/un^eli. (iebote-. Hechte und ZcHjrnissc zu beobaefiten. wie-'in der | Lehre Mo-cfieire-ch rieln-n. daiui .'• 1'. im. IS. t, :,. \|„v ii. H;,. vi,,. -h,_ 11. 4,;,.m„v i. », i. ' 'X "" J wirst (Iii Gelingen haben in .illem. w'adu tu-l uinl wohin du dich w Bildest. "I Wo die l.cdire \|o-ches weilt, in ihr sejfor.schl nul ihre (iebote beobachtet weiden, blüht da- \olk und iredeihl der ein/eine. I )crsvjjj gleicht dein Baume. g;cpfjhill/t au W »-—•-!- biiehen. der l'riichle Irä^t zur rechten /c-it. de--en Laub nicht wedkt und dem alle-, w a.- er tut. frelilifc) abc-r Sün Ii i bestehen nicht in ih-r Gemeinde der Gerechten. '■) Alan schlage in einer houkoidanz da- ,Worl jnitl "nd -cdie. wie dal or-chen in der l.c-|ire Golfe,- und dalliBcn iluer Gebote einzig und allein Judentum sind und die rtrhullutig und den Be-tand dejiidi-chen \olke- »eibiirgen. So i-t (- vom Auszüge auitgvplen bis zur Zersiiirting Ieersteh leuipid-. -o ist eim I \il und nach der Hückkelu uiihm. und -o bleibt e- Israels Ge-cliick und Geschichte'nukh -einer Beiüluiuu' mit den in Verblendung herbeigerufenen Hörnern und auf. -einer W'unde.ritng durch die uniibei-eld'iare. au Irügerischen Spic-i:cdringen reiche- \ ölkerw ii-te. Bleibt eingedenk der .Lehre Mo-chc-. meineknechte-, dem auf dem ( horch ich geboten, l iir ganz' I-l ,iel Satzungen und Hechle. Siedle, ich schicke euch Lli jn. deii Propheleill bevor er kommt, -der lag dellerrn. dcr'grol'e Uli I furchtbare! I i wird di r Väter Her/ mit dem der Kindel einen, d i- Her/ dei Kindel mit den Vätern, ikill ich nicht komme' und die Krde uril Vet> iuilitung-.-ihlage ,JJ Neben dc-r Hibcd. dem von der Ma—ora he ilig gc liülclnr -duillliehen Texte, lind uutreiuibar mit ihr verbunden i-l die mündliche Tradition, von Mosch* den l ühn-rn denächsten (ic-ehleehte-- al- Lrbgut eler (.eiiieni.le laakpbs liir nlle Zeiten ge;geben. die- (Que lle- |fep jüdischen Itcdigioll. . Bibel und Talmud sind ZMSummcü ein (. iii/e-. de--elben giitllicheu L'rsprunges. Gesetz ninf Jlnsleguiig. die Lehre des iiidi-ctieii Volke-. Dal! anefa im lalinu I au iinzhlilnaren Xelleu die Bedeutung derhora-tudiumfür das jiidi-ihe irflichteil leben hervorgehoben wird, ('ersteht »ich von seihst: ervvähul -ei die eh'in täglichen (.cbel eingefügte er«le Misch na \.m l'eah: zu den (ieboten. die keine Begrenzung liabi-n. gehört lalmud Ihora. und von ib*n l'lliehlen. deren I' r ii eil t e nur der Mensch-in dieser Welt genieHl, deren eigentlicher Lohn aber ihm für die zukünftige Weit aufbewahrt bleibt, i-t die (Ornehmstr lalmud Ihora. Vin Vnfnng -einedas ganze jueb-iitiiiii kodifizierenden Vlischne-Ihora bat Muiinonides eine be-ondere auf Bibel und Talmud gegründete Vblc-ilung mWTS^HPli^n'l'"11 '*l heiHl es: Jedermann in l-i.n l i-l /um Thorastu<flum xerpfliehtet.-arm oelei reich, gesund oder lei.dend. jung oder nochltctugl und ohae körtM'rlicire Kraft: -elli-l ein Armer, der -ich von Mnin-eii ernäiul und an eleu Türen .bettelt, -elb-t. wer liir I i.hi und Kinder /u sorgen hat. muH »ich eine /eil lür Talmud .1 hora be-timun II. bei Tag und bei Nacht so heilfl e- (Jo-na I.Mi: forsche in du bei Lag und bei Nacht. , Die größte Bedeutung bat der I iilcrrjch! der Kiuiler und die T.iuführiuig und Befestigung deher uiw .uh'.en leu (.e- -chlechtin lalmud Ihora: nur hüte dich und achte sehr auf dein Lehen, dal! du elie Worte nicht vergilt!, diedeine VllgeÜ gesehen, dal! sie nicht audeinem Herzen weichen alle Tage deines Leben-, und hie -ie kund deinen Kindern und deuien K i ude-k i in ler u. "I Der Vater und- (>rol!\ ater Sind selb-'. \ c rpllichtet. mit ihren Kindern Ihora zu lernen: wenn -ie e- ' nicht können, i-t heiligste l'flicbt. für Lehrer und Schulen zu sorgen. Im zarten Alter i-t -l inrn Kähigkeifen ent-precheud da- Kind bereitelie Sorge und \ulg,abe de- Vaters und i.-l erwachsen muh nicht schulentlassen. 'Talmiel-ThorirscJi-ulerl und Lehrlläiiser sind der Stolz und die Liebe von allen Kill" i iehtuugen in eleu Niederlassungen l-raid-, \on bei reiiudeter Seite wurde niir ein Salz gezeigt. «I c c« ähnlichem behandelt: ..Die-e Tan-etzunu de- I uterrichtin den Matterboden der T'umiLic hat nun/aber auch erheblich beigetragen zur/Beseligung und Beseelung iiberhauid des I In>Iii-tii11i11inwelchean .sieh selbst dalier zu einem HiMiplgegenstand der Treue wurde. Dabiblische Griuidgebiil -ehärfie die \or-chrift defortwährenden Studiums bei Tag und bei Nacht, daheim und auf der Reise*, im Selbststudium und im I' uterricht' der eigenen Kinder ohnehin mit 'Nachdruck ein. Dazu kam die'religiöse Würde und W eihe, welche die Ihora selb-1 und damit, auch ihr Studium umgab. So wurde die-e- I fiora-tudium in -einem Ultsgectellllteill inlang zu einem geradezu wissenschaftlichen Studium, welcheohne \ii-iiahme daganze- \olk ergriff, /u einem Vkt» einem l.cbeii-akt der Treue für daganze- Volk, das daher wohl •»» 1. K»ta.".'.::. ") UM I. Mafa»ki a. yt-*|. '*> i. sj »i-3; Slei. t.'