Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 10 (15.12.1933)
- Date
- 1933-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Seite 6 Gemeindeblatt der Eientsch-Israelitisdien Gemeinde Nummer 10 In der knr/t'H Zeit seines Bestehens hat der Verein seine Lebensfähigkeit und sejne Lebensnotwendigkeit bewiesen. Lr konnte in vielerlei Hinsicht ,den oben bezeichneten /wecken genügen, sowohl durch Unterstützungen im Siniu.- ■.einer Satzungen als durch Förderung des Gemeikiahafti- 0efühls in den Kreisen der Kiternsthaft. Für.die Fol?« plant orträgenauf dem Qebiete Fachleute sich ziif Verler Schülerinnen, die eheiind die Freunde der An- IIU^. ,»» 1 IUI' lat.. »erden we-rileu. — ilcr Verein die Abhaltung von \e der Erzicjhung. fii-r w elche .erste fjigung pesteilt haben. - Der Herrin bittet die Filtern inuligen Schülerinnen -der Schule sjalt um ihren Beitritt. Der "MliKlCstbeifrag (0.>0 J>K monatliihi i»t so gering, daß vvöhl .jederj ihn leisten kann. Beitrittserklärungen sind au Herrn Juliair Lehmann. Hamburg Itaasastr-ajlk- >7. /n richten. # ■ . Im Synagogen-Verband hätten nach dem bisherigen Recht im I )r/einher Waiden zum, Delegierten-Kollegium stattfinden hlüsseu. Ks i»i aber selbstverständlich, dafi in der heutigen /eii allgemeine Wahlen in jüdisdien Kreisen besser untcr- Meiheii. Dal um haben die Verw altungskörpersehaljtcn durch eine Ergänzung des Yerbandssiatilis die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, dafi in außergewöhnlichen .Zeitfln die Wahlen ausgesetzt werden können. Die im Amte befindlichen ,\Jüg|ied»»i breiben — wenn die Aussetzung der Wahljen besdilnfcsen'w ird — im Amte, und die Neubesetzung von frei- [ri-Wrirdenen Sitzen im Kollegium erfolgt durch Berufung w'.dilfähiger Mitglieder des Verbandes seitens des- Dele- * gierten-Köllegiirnis. Die Amtsdaiter derjenigen Mitglieder lies Kollegium«, deren Mandat auf diesem Wege verlängert -i* ii nie oder die auf diesem Wege ins Kollegium berufen .wurden, dauert bis /um Finde dejs Monats, in welchem 'Neuwahlen stattfinden. -- Auf Grund dieser Bestimmung, welche ,ili i Vorstand der Gemeinde bereits genehmigt Im rite Im diesen Monat fälligen .Wahlen ausgesetzt »Iis dem Vorstände de» \e-rbaineleiäst infolge r'ortzhpes ton Hamburg IJerr'Richard (■ I ii (k » t U d t. aus dem Delegiertcn- . Kolleirium an» dem irleichen Grunde Herr Berl Wej'ßberg ausgeschieden. _ Die Abrechnuni: des Verbandes Mr das jiih» Iflidie dem Delegierten-Kollegium in seiner J-itzung vf*m v. M. zur Genehmigung vorlag, ergab bei F'inn ihmen und .Yusgnheii in Höhe \oij 1;J> 0V?.>7 einem in diesen Einnahmen enthaltenen Gemeindcrfiisdiuß von 20 WM) 9U nnd einem Gejmeindesteucranteil von *>»22 fiH einen ( Im rsehuU *|>n +')".*)" flU. während nach dem "Voranschlag sich ein FVhlliietrag'vo« "OIMIy)K hätte ergeben müssen, ein Beweis »par- -anui iinjrt-gewissenhafter Arbeit des \ c rbanrisvorstantles. ' ■ ' . I An» dem Verein selbständiger jüdischer Handwerker und (.e\>erbetreibender. Der Verein ehrte in seiner Sitzung vom ». \'i\ember das Andenken des verstorbenen Bürgermeisters Dr. Petersen und des Kriegsveteranen von 1870/71 Sa Stc I" rg durch Erheben von den Sitzen. In der gleichen Sitzung w m ile berichtet, dafi der Tischlerlehrkiirs .die bestei F"ortsfhritte macht und dafi die Einrichtung eines Schlosserkursus geplant »ei. Für die Ausstattung von Lehrlingen mit.Berufskleidung und Handwerkszeug stehen dem Verein purzeit kc ine Mittel zur Verfügung: die Erledigung von Anträgen in iil* verschoben werden, bis wieder Zinsen aus der Bernhu i d l leiiii-mann-Stiftung zur Verfügung stehen. Die Frauen-" gr tippe de-» Vereins betätigt sich dadurch sozial, dafi sie bedürftige Familien mit Lebenkmiftelpaketen versorg . Zum Ghanukkah-Feste ist die Beschcnkung solcher F'amilie'n gc plant, /um Januar »oll 'eine n«-n(- Auflage des Mitglicderi/enlini»»e» erfolgen., in dein tunlichst alle in B k>immem|en jüdisch gen. en Tl; trächt inelwerker und Gewerbetreibenden \c-rein ridite-t immer nieder ver/eiihnet sein sollen. De auf» neue' an »eine Mitglieder die Forderung, die Solidarität, welche sif .'"i der jüdischen Gesamtheit erwarten, zunächst in ihren eigenen Kreisen zu Ix-tätigen. und er erwartet hierbei insbesondere dje'l ntcr»tüj/ang der jüdischen F'ra)i. weil ihirjh ihre Hand der größte Teil der für.das tägliche Leben rfnrderlkkeii B' t r; ■ht. Der \erein. macht es nach wie einen Mitgliedern zur Pflicht. Qualitätsware zu inilner nur aiigi-me—ene Preise zu berechnen. ()• i!>c'k"iiinie Bariton. k.'iiiimer»«iugcr Alexander u i,.4 Mitglied di r Iii rliij/ r >tiial».t>per.: hat seine Mit*» i a||JlSo|i«! zu. il in Doiiiii i dem J->.'d. M.. abends in |eiu'p»-|. Hx-rstraHe |jo. »tanfindenden Konzert I' in|ieli|iores /.uge'«ugt. I> r i lim steht unter der l liefern K i p - rk ii ii}: hr. de» eitimg lies Herrn Georg de Haas. — F!s eiupfiehlt iich. Vorbestellungen von Einlaßkarten schon jetzt an das Bijro desTempel- Verhandcs. Oberstraße 120. täglich (außer Sdnnabends) von 10 bis I I hr. zu richten. 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Literarische Mitteilungen der Fmanzips Guter iIct f berschrift ..Aus der Frühzeit, tion" veröffentlicht F ritz Friedländer, der jiiivgste Biograph Gabriel Rießers, in chx Noceinber-Numinc-r «ler vom Philo- Verlag herausgegebenen M»>iiat»»chrifl ..Der Jude", einen Biiefwecksel zwischen dem bekannten Johann Jacob* und Riefier, der einiges bisher Unbekannte um e|ie Beziehungen . der beiden um die deutsche Judenlieit so verdienten Miinnei ans j.icht_ bringt: es sei hier in Kürze wiedergegeben.* Füngc-leitet wurde der Briefwechsel durch ein Schreiben Jacobys mm 2*). September in welchem dieser dem ihm bis bis dahin unbekannten Riefier seine Anerkennung aussprach für Riefiers Veröffentlichungen in der von letzterem herausgegebenen Zeitschrift ..Der Jude", die in den Jahren I*i2 und IHT5 erschien. Jacob* bestellte in; diesem Briefe 21 F\cinplarc der Zeitschrift auf Grund einer Aufforderung zur Subskription, die er. ..um auch das Meinige für Verbreitung und Fortbestehen eines so gemeinnützigen l uteriielimens /u tun", in Königsberg hatte zirkulieren la»»en. ..Der Erfolg" »chreibt Ja'coby — ..ist leider geringer, als ich erwartet; wieder c-in neuer Beleg der Indolenz vieler unserer -Glauhensbrüdcr." Riefier antwortete auf diesen Brief erst am 27. Dezember MÖ7 von seinem damaligen Wohnsitz in Bockenheim^lM'i Frankfurt a. M. aus. und diese» Mal war es Riefier. der Jacob* bat. etwas für die Verbreitung und den Verkauf der Schrift /u tun. welche er unter dem Titel: ..FÜuige Worte über Lessjngs Denkmal, au die Juden Di-utschlanils gerichtet", veröffentlicht hatte.' Gleichzeitig mit dem Schreiben übersandte- Rießer dem Adressaten 40 Exemplare der Schrift mit der Bitte-, siej/um Preise *on s Ggr. in Königsberg ..etwa mit Hilfeeiniger Freunde** selbst zu -verkaufen oder den Verkauf ..einem passenden Subjekt gegen, eine mäßige-, von dem Ertrage allzuziehende'' Vergütung zu übertragen. Jacob* hat dann auch Riefiers Wunsch entsprochen und. wie Friedlancier einem andern Briefe- Riefiers entnimmt, den er nicht wiclergibt. dW) Taler für Riefiers'De-nkmalspla n gesammelt. Rechtzeitig zu Ghannkkah erscheinen die ersten fünf Händede-r neu begründeten Bücherei des Schocken-Verlags. Die Bücherei soll allmählich ans dem fast unübersehbarem und häufig unzugänglichen jüdischen Schrifttum aller Zeiten und Länder das darbieten, was den suchenden Leser unserer läge unmittelbar anzusprechen vermag. " De-r erste- Band. ..Die Tröstung Israel»", enthält, den mit dem grofien Trostkapite l beginnenden Mittelteil de's Buche» Je»aja im l'rtext mit Uebersetzung von Buber-Roscnzweig. Der.zweite Band eutlfält Jekuda ITalevis Zicuislie-der mit der I ebersefttung und den Anmerkungen von F ranz Rosenzweig. Dieweiteren Bände sind; Joseph und seine- Brüder von Micha Josef bin GoriOn: Martin Buber: Hundert Ghussidische < ieschichten. und S. I. der Gemeinschaft der Frommen, übersetzt vim N. N. Glatzer und G. Scholen). Je-der der schön ausgestatteten Bände kostet gebunden l.2"> HU. Es soll jeden Monat c-in weiterer Band der Bücherei r»cheinen. t ■ Di e n s t a g . M i t t w o eh und D o n ne r st aig . den I').. 20.' u nd 21. d. M„ in den Abend <t Uli den wegen Aufraumiiugs.irbeiten kein Bodaeratisfaiisd). De-r Lesesaal Ideibt ge-öffnet. Bibliothek der (iemeinde