Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 8/9 (9.11.1933)
- Date
- 1933-11-09
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite s G <■ in e i n (1 e 1) I a t t der DNIs c Ii - I s r a e 1 i t i s eh e n Gemein d e Nummer 8/9 W iederbeginn der Kreitag-Abend-Vcraiistaltungeri |- r <• i t a g . dein IT. November; übend» 8.5O l Iir pünktlich, im Gememidehaitse. 'Johnsallee^ 54] Jugendamt der Gemeinde. xr. ftlidi Uli Am Donnerstag, dem 2h. v: Mi verschied im 89.1.« jähre der Militü r*chriftstelh-i- Semmv Steinberg, eint wenigen jüdischen Veteranen des deutsch-f rnnzös Krieges und Khrcnmitplicil de* \ ati'iläuilisehen Bundes -eher I rontsohlatcn. Der \ erstorbene, so schreibt das burger Krcmdcnblatt. „war lange* Jahre \ orsii/ende Kri'ihpFpeiiossenven'ins des I Tan seit tische 11 Regiments geMesen tind'Xvar Khreniiiitglied vieler kaineradsdia Korporationen und vereine im ganzen Reich. \\- Aer geschichtlicher Werke, wie .Au* groHcr Zeit" und unvergeßlich" hat er sidi einen frut-«-ii .Namen gemacht hören in dem hannf>versdien Dörfdien Mackensen. *ku 11.ich mehrjährigem Aiifenthall in Hannover nach Hain dem IT < I.i Ii 11 sein Leben lang die Iresteu Kräfte gew 1i;it." Die Beerdigung des' \ e-rslorbeneii fand Sonn tu J(>. x. M. auf dein BegVäbnisplaM der Gemeinde siall de* Verstand der Gemeinde wareju die Herren Dr. B und Dr. Nathan anwesend: einende Nachrufe, welch Horrem Rabbiner Dr. Italiener und Rechtsanwalt Dr hielten, klangen in dein Gedanktfij au», den der Vater -ehr Bund jüdisdier Krönt Soldaten in seinem Nachruf Worte gefaßt hat: Sein Leben warilHV /um letzten Ali ilem deutschen \ate-rlaiiele geweiht."Recht» und link kir1te.11 den Sarg während der Irane-rfc-ic-r mit ihren .iu»/e7ehnimgin geschmückte Kameraden vom l' ronl»old blind und als der Sarg, dem die Orden des Toten \oi getragen würden, die Kapelle \erl eil. erklang da» l.iec guten kameradili . .. * kri In .Tel-Awiw starl» km/ cor R Ii 19 Jahren die Tochter de» .1111 »eiis- ' der i sehen jüeli- Rfaml des r. 76 r asser Kuig g«- ■t ■ >urg.' Imei' den : für mich ie L rias ndiie Ui 111 n>/uge flauitc-uran- \ Olli uisch ha»(houoh im \lter J4. Juli 1951 \erstorl eilen j 11 ristr-ihen Routinen unserer («enieinde Dr. Bruno fai nenwald. Kva Tannenwald. Sie hatte niuh ihrer ( bei»iedluiig ins llejlige Land, die sie an der Seite ihrer. Mutter und ihrer t.e»ehw ister, einer ueifen Zukunft i ciitgegenführeii sollle. in einer Jerusalemer Tischlerei ge-ariieitet und war zuletzt in \ in-bereiujng auf ihren Beruf in Tel-Awiw in einem rchilektuibiiro tütig. In der neuen l mgebiilig war sie'rasch hejmfcch geworden und hatte sich zahlreiche Krennd erworben, die mit der schwergeprüften Mutter und ihren jüngeren (.e»chw ist'cm gleich ihren! zahlreichen 1 Lambtirger T reuiiden um den frühen Tod eines vielversprechenden jgjigen \iunschenkindc-s trauern, denen sie eine Stiii/.e sein sollte. L , Der im Ruhestunde lebende ehemalige Lehrer dei Talmud Tora Schule. Herr l»aac Katzenstein, vollendetet .1111 JvSi -ptember (3.Tis<hri) »ein achtzigstes l.ehcii»jahrj Gehören in Borken i. H. Iiis Sprößling einer Lehrcrsfniuilie. bereitete'er «ich in Gudenberg, unter Leitung des Krei»- ruhhiuer»,M.-Wetzlar auf den Besuch des Lehrerseminars in I lunnov e r vor. von wo aus er zuerst nach Meppen und .dann im Jahn- IH~ an die Talmud Fora in Hamburg kam. An ■ihr wirkte er. bi* ec-im Jahre I9J4 in'den Ruhestand trat. ViTßerhalh seines Amtes entfaltete der Jubilar eine rege neben- und ehrenamtliche Tätigkeit. Jahrelang erteilte er taubstummen jüdischen •Kindern Unterricht und widmete »ich damit einem Gebiet, clas von jüdischer Seite.erst in den letzten Jahrzehnten systematisch in Angriff genommen wurde: ferner war er der Leiter »von Religionsunterrichtskiir»en. welchedie Gemeinde für-Schüler der städtischen \ .>ik»»chirlen bis /um Kriegsende unterhielt. — Herr Kat/eu- »tein w.ir ferner Mitbegründer und Vorstandsmitglied des \ erein» zur Gesundheitspflege schwacher israelitischer Kinder. de»»« n zu Beginn de» Kriege» au» militärischen Gründen niedergelegte» Heim in Duhnen bei Cuxhaven aus Mange l .111 Mitteln Iiis heute leider nicht hat wiederaufgerichtet werden können. Das \ l-rtraiieir »einer Kollegen entsandte Herrn Katzensteiii in den \orstand der Talmud Tora Schule, dem er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Dienst«' aAgemirte. Seit Jahren i»t der Jubilar regelmäßige« Be- »ucher der Svnagoge des Altenbüuses der (.enieinde und hat in ihr dauernd an den hohen r'estttapen ehrenamtlicn als . Baal FehHo ge wirkt. — Ks ist der Wunsch der zahlreichen ■ I reunefi und Verehrer des liceschcidfneu Mannes, dall ihm nejch ein langjer ungetrübter Leben»abend beschieden sei. Am 14. v. M. vollendete Herr Joseph Feiner sein TO. Lebensjahr, (.ebene n in Witllich als Sohn eines Kaufmannes, besuchte Keiner das jüdische Lehrerseminar in Münster i. W. und amtierte als Lehrer und Prediger in Sonsbeck am Nieclerrhein und in I 11 i stenw aide an der Spree-, von wo aus er sich durch den Besuch der \orlesungen an der l'niversitat Berlin und an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums weiterbildete. Vom I. Januar ISOJ bis zu seinem Obertritt in eleu Ruhestand am I.Oktober wirkte eler Jubilar in, Hamburg, zuerst an der Höneren Mädchenschule, die später unter der Leitung des verewigten Dr. Jakob l.oewenberg stand, später an eler Siiftiingssehule von 1M">. 4- Außeramtlich hat Joseph I einer eine iimfa ngreiche I ät igkeit entwickelt als Vorsitzender de s Verbandes der jüdischen Lehrervereine im Deutschen Reiche und gleichzeitig als Vorsitzender des jüdischen; l.ehrervereins Mendelssohn in Hamburg. "Dem Repräsentanten-Kollepium der Gemeinde penörtc Rektor Keiner nahezu zehn Jahre laug an. und fast ebenso hingewirkt er im Vorstand* der Mädchenschule der Gemeinde als ein diurch"-seine Sachkenntnis besonders geschätztes Mitglied. Schriftstellerisch ist Joseph Keiner besonders hervorgetreten durch se ine Schriften über Gabriel Rie-Her. Ludwig Phjlipp- »011 und Anton R«5e, Männer, deren Geistesrichtung und ihren Wirken-er »ich verwandt fühlte- und dieer darum auch durch »eine Keder andern nahezubringen verstand. Herr Max Marx vollendete am Mittwoch, dem Oktober, se-in siebzigstes Lebensjahr. Der Jubilar hat vom J'. Mälz l">J^ bis Ende Mai 1027 dem Vorstände dt-r Oetneinele angehört: fast ebenso lange war c-r Mitglied der Verwaltung des Krankenhauses der Gemeinde. In beiden .AnYtern hat Herr 'Märx sieh namentlich auf de-ni Gebiete eler Organisation verdient gemacht. Au der Finanzierung des Neubaues des lsra-< elitischen Tempels war Herr Marx wesentlich beteiligt. Zur Zeit bekleidet e-r das Amt des Vorsitzenden de-r Neuen Be-ercligungspe-sellsehaft der Israeliten; außerdeiin gehört er noch der \erwaltung ele-s Israelitischen Tempelverbtindcs an. Herr Moritz KarlMierg leierte am I.Oktobc riges (ieschäftsjiibiläum. r sein "»(Ijü Ii - Kleine Mitteilungen I 'Anläßlich der >o. Wiederkehr ch-s Kinweihijngstagcs des Begräbnisphit/c-s der Gemeinde in Ohlsdorf fand am Sonntag, dem 17. Sept.. in der Kapelle des Begräbnisplatzes eine Gedenkstunde statt, zu welcher außer dem Vorstände.' dem Repräsentanten-Kollegium und der I-riedhofskoknmission der Gemeinde die Kulttisverbände, die Portugiesisch-Jüdische Gemeinde und die Nachbargemeinden Altona und Wandsbek \erlrete,-r entsandt hatten: außerdem nahmen an ihr. die- Herren Rabbiner Bamberger (Wandsbek), Jaffe. Kancr, Löwv, Dr. Lichtig. Dr. Plato und Rabinow teil, in Vertretung des \ e>r»iizi-nden des Vorstandes der Gemeinde, Herrn Alfred l.evy. der /we-eks Teilnahme au einer wichtigen Sitzung in der Reierhsbauptstadt weilte-, be-grüßte lleijr Dr. Nathan die Anwe»cnden und widmete dem Senate, we-lcher vor ">() Jahren der Gemeinde ihren Bc-gräbnisplat. zuwies, eler Gemeindeverwaltung, die seinerzeit die Verha idlungen mit dem hamburgischen Staate führte-, sowie eleu Männern und Krauen, die während eh r letzten 50, Jahre sich um den Begrähnispl.it/ und da» Bestattungswesen der Gi-meindc verdient gemacht haben, ein kurzes Wort des Dankes. Die Gedenkrede hielt Herr Oberrabbiner Dr. Spitzer, welcher .in den verschiedenen jüdischen Bezeichnungen luil» die Gedanken e rläuterte-, mit welchen dem Tod um Ausführung« Kapelle Iii» druck. Nach Schluß'ele eines FriecTc as Judentum Ich Toten gegenübersteht Seine meisterhaften 11 machten auf die Versammlung, mf dc-ii h-tztc-ii Platz füllte-, e-inc und nach dem R, Jigdal und des Achum Auloni. Wobei Herr Moritz. Ezechel clas Amt eines Vorbeters übernommen hatte, fand die Gedenkstundemit'dem Besuchedes Grabes der Frau lecha Rosenberg. geb. Polaek. mit deren Bi-staltuirg der ß-gräbnisplatz ' in Benatzung genommen wurde, .ihren Abschliß. ■ * Kill Gemeindemitglied schreibt uns: Trot/eUin ich leider nicht gi-ine-indestcnerpllichtig bin — niein' Kinkejunmeii ist zu welche dietic-fe'n Kin- Absingen tles