Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 10 (22.12.1932)
- Date
- 1932-12-22
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite i Gemeindeblatt der Deutsch'-Israelitischen' Gemeinde Nummer 10 nehmen. I Ich i unter folgend' apfehlc die Annahme eh Bedingungen: 1. Sollte dfis Vnrschiiß-I lehrnshctnäg in an die Rank a \ er« altimg d< i Vorstandsantrags in Hamburg eine indische Genossenschaftsbank gegründet werden, so mißte istitut auf Wunsch des Vorstandes den Dar- >ar oder dural (bertragung von Forderongen ge-bcyi. 2. Der Emflufi der Gemeinde auf die Vorschuß-Institiiites muß dadurch, vergrößert werden, dal? die von dem Institut zu (reuahrenden Darlehen nicht ohne Zustimmung des Vertreters der Gcmcinoje bewilligt werden können, jedenfalls nicht aus-dem Betrage, der jetzt here ngenommen werden soll. >. Die technische Einrichtung des Vorschuß-Institutes müflte zeitgemäß ausge-haut. werden/, so dal* Anträge auf Gewährung von': Dariheli sofort m Bearbeitung gentfmmen werden können. Das Ziel des yorsCiuH-ln.stitutes und der Darlehnskasse muß -ein. möglichst viel beengte. abejr gesunde und e.rhal ungs- Kiiic Existenzen am Lehen zu erhalten. Ich möchte nur. •tv 'Diirle-,,,,,^ ., ., jtidisJie Durle kert /Ii danken kommi««iir eheine Ergänzun l.e\ > : Man kan|n überw e-iseii Fassung atnne Iaktitiiis sind Institut ..der Engel sprach, w ie in den K vom ficprajscni \iussdi ließt. \ or*cbnl?-lii~titjut werden. Aber heute nicht tut des Vorschuß-I i ko||eLriuin mi die! den Antrag de r in der von imen. Aber die ionsbediirftig. rf vi Y nicht schließen, ohhe der Zentralstelle fi r das inskassenw esen Für ihre große ' Bercitw illig- Der Vorsitzende -teilt fest, daß die yai dem Vorstandes vorgetragenen Bedingungen als Vorstand^)ifJragcs /u betrachten scie-n. Vorstandes einem Ausschuß Herrn Kugel foDtnulierten Satzungen des Vorschuß- Fs genügt nicht, daß in dein rrtreter der Gemeinde" sitzt, von dem Herr andern die-Mitglieder des Instituts müssen. i$iinissionen und Verwaltungen der Gemeinde, anten-kollegium gewählt werden, was nicht wir die Her real die sich bis jetzt in dem verdient gemacht haben, wiederwählen was 1 s.|h bei eler'Grüridung gut war. braucht hr gut zu -ein. Die Revision der Satzungen stitutes mirß zudem von dem Repräsentäntcntberaten werden. Im übrige-n möchte ich* die Rc«ch1ußfttssuiig um der Sache willen nicht ve'rzögern. ()beme andere jüdischen Gc i-t. möchte ich blutig einer jüe (pemeindpn Sc! *5; d. M. erörtc I )ie Haupts,ii Existenz riu B isis für die Gewährung von Darlehen an die werbetreibenden und den Mittelstand möglich im Augenblick nicht beurteilen. Die ßcjgrünischen Darlehnskasse ist auch im Verband der ilesw ig-HoNteins und der Hansestädte um t worden. Die Beschlußfassung wurde vertagt.- ist. daß in den Bestrebungen, den um ihre nden indischen kreisen Darlehen unicr, günstigen Beding ingen /u hesdrnffen. jede Zersplitterunf ver mieden und breite Basijs Bürgschaft üb seine linanzie Crfahr. daß d Ihn ihrer Bii Darlehn zu ntfinde bzw. c Senkung gesic nieinde ist leih Erfahrung vvi bcantrage, di schnellsten^ ih r Darlehns i Kommissar FVi w ir bereits in misten. Ix'de man das Gel erteilte Auitr läng reu Krii-t eine Besch inanther l'nkl ih in \ orstuu punkten icjrg .für die Ami: vortrug, nküs Wunsches..™ zuzuführen, i-l. w ie lila ii luessurc'-s «inin -chuß-ln-tctiit Mitsprechende Institut, auf möglichst eine, titlet und t die schon las - Ge- Zilis- Gei aus Uli em Ist- Irc-henen Ben ag <In fi dl teilt wird. Nathan; Wenn wir hier rnehmen. muß iibefr ttas Vorschuß-In Ie Lage klarheit l>estchen. Besteht nid Gemefude vielleidit im nächsten Jahregschaft eintrete« muß? Wir hören, daj! Prozent gegeben werden soll. Ist alter di Vorschuß-Institut gegen eine etwaige icrt? Gc-rade bei dei; heutigen Lage de KlSruhg dieser Fragen nötig, da wir j «■ii. was Büt^sdiaft übernehmen heißi. Beratung des Vorsiandsantrages in «fine Zusammentretenden Ausschuß, lletksdiet: trag ein fester od et* ein Dispositioirsk 'edit? gel^ Das Gehl wird -ofori ausbezahlt.I Venn inem Jahr mit «I<r*n Rückzahlungen beg nnen itel jlas eine große' Erschwerung. Dann kann nijr an Handwerker ausleihen, um diesen gc Ali finanzieren. Für Geschäftsleute-, die mit n Cedillen, ist das Geld aber wertlos. Daher ißfajssung heute unmöglich. Dr. Pinner: Trotz irheiteu steht eines fest: da> Geld soll vnii nsjitut nur nach kaufmännischen Gc-sichtsbenjwerden. Die Bedingungen des Vorstandes nie i-eine- Antrages, wiesie Direktor Engel n [ernstlich geprüft werden, trotz unseres Be trag der hiesigen Wirtschaft möglichst) bald )b so schnell eine Genossenschaft ztj schlaffen nach den Ausführungen des Vorstandskonihmen könnte-, ist fraglich: ebenso, ob das| VorT bereit sein wird, gegebenenfalls den ih •ii« k; niiie ih in für die Genossoisctsaft die- \ erw altiing Iron abzugeben 50-000 rtlf auch llltl ge- Abdcrliesondi-rrs Institut schaffen. Aber man könnte- \ iirsdni '-Institut, auf Grund der von Direktor mit Engel formulierten Bedingungen einen Vertrag -schliefie-n. Dieser wiircle für die Gemeinde eine größere Sicherheit bedeuten, ' aber auch eine Verzögerung in der Ausle ihung der (le-lde-r. ErUen Zinsverlust <1«'U Ilerr llecksdier darin sieht, daß/eler Darlehnsbetrag uns im ganzen zur Verfügung gestellt <ard. siehe ich. nicht. Man wird immer den nicht für Darlehn benötigten Betrag kurzfristig für 3 Prozent bei einer Großbank unterbringen können. Ich möchte vorschlagen, daß zwischen der Gemeinde und dem Vorschuß-Institut ein, Vertrag wegen die-ser ">0<M>0 Mt abgeschlossen wird, und beantrage, für den Abschluß ile- Vertrages die- Einsetzung e-ines mit Vollmacht ausgestatteten Ausschusses aus Mitgliedern des-Vorstandes und des Kollegiums. Reich: Hier stehen zwe-i Dingezur Erörterung: l.die Reorganisation des Vorschuß-Institutes. 1. die Gründung einer Genossenschaftsbank. Bezüglich des Vorschuß-lnstitutes bin ich gegen Jede Art von Philanthropie, die ein Schaden für die Empfangenden ist. Dagegen bin ich ' für die Genossenschaftsbanken, mit denen ändert Gemeinden schon gute Erfahrungen gemacht haben. Wenn wir hier.eine Genossenschaftsbank gründen, wird der Joint sicher bereit sein, eine größere Anzahl Genossenschaftsanteilezu Übernehmen. Ohne eine Genossenschaftsbank ist dein Miltelstande nicht zu helfen. Dr. Urias folgt im wesentlichen den Ausführungen des Herrn l.evy und fragt nach den Tilgungsraten. Fr tritt für möglichst schnelle Erledigung, des Angebotes ein. Koretz: Ist die Herausgabe des Geldes an eine etwa zu gründende Genossenschaftsbank eine kann- oder eine Soll-Vorschrift? Fbrige-Hs möchte ich feststellen, daß zu einer Besprechung wegen de-r Begründung e-iner Genossenschaftsbank wohl konservative und v olkspa rte-i liehe Mitglieder unseres Kollegiums, aber keine libe ralen hinzugezogen waren. Ileinemann: Ich beantrage-, in dem Antrage des Vorstandes die Worte izu mäßigem Zinsfuß" zu streichen und statt ihrer ..zu günstigen Bedingungen** zu säge-n. Das \ orsdlufi-Instiiut braucht kein weiteres Ge-Id. jedenfalls nicht, wenn von ihm für pünktliche Rückzahlung der von ihm ausgeliehenen Gelder gesorgt wird. Wenn aber schon bei dem Vorschuß-Institut als c-ine-m Wolilfahrtsinstitut e-inegewisse Nachsicht geübt wird, so sollte es bei der Darlehnskasse anders sein. Darum muß die Darlehnskasse von dem Vorschuß-Instrtul getrennt und gegebenenfalls mit der Ge- nossensdiaftsbank vereinigt werden. Das ist auch schon deswegen nötig, weil Vorschuß-Institut und Darlqhnskusae in ihre-r jetzigen Verfassung viel zu se-lten tagen und daher viel zu langsam arbeiten. Isaacsen: Die Darlehnskasse. die je-tzt dem Vorschuß-Institut angegliedert ist. hat den Erwartungen nicht entsprochen: sie trifft nicht die breite Masse und arbeitet zu langsam, weil sie mir lalle 14 Tage zusammentritt und für ihre- Ermittelungen zu viel Zeit verbraucht. Deswegen bin auch ich für die Abtrennung de-r Darlehnskasse. die jeden Tag erreichbar sein muß, von dem Vorschuß- Institut,' und auch für die Verlegung ihres Sitzes aus dem Gemeindehause. Die Darlehnsnehmer sollen nicht (las Gefühl hallen, daß sie ein \\Ohltätigkeitsinstitut in Anspruch nehmen. — Dagege-n bin ich nicht für eine Verbindung der Darlehnskasse mit der Genossenschaftsbank. Ich bitte, die- Dinge neu vorzubereiten und in einer späte-re-n Sitzung wieder vorzulegen.< Dr. Mever spricht sieh dafür aus. daß Vorsorge getroffen wird, daß die Gemeinde aus ihrer Bürgschaft nicht in Anspruch genommen wird, und erklärt sich für einen Dispositionskredit. Peine wendet sich gegen diedurch Bürgschaften.gesicherte Hergäbe von Darlehen. Wenn die Gemeindein einem Jahres-Mioo tili für das Wohlfuhrtsw e-sen und 2<i 000 tili für die-, Miltelstandshilfe verausgabe, elann dürfte die „in Redestehende Summe, wenn sie für mittelstanastiitzende Darlehen verwandt werden solle, keine solche- Rollespie len. Dr. Kalmus: koretz bemängelte vorhin, daß zu der Besprechung über die Begründung einer Genossenschaftsbank kein liberales Mitglied de-s Kollegiums hinzugezogen war. Die Einladungen habe ich ohne irgendwelche politischen .Vebenabsichten e-rlassen: im übrigen isl Herr kore-tz in einen Ausschuß zur Beratung der Sache gewählt worden. Ilorowitz: Ich bin gege-n die- Einsetzung eines .Ausschusses, der e-inc- Verzögerung bedeuten würde. Wir sollten ums freue n, daß wir das Geld bekommen köiini n. und dafür sorgen, daß e s1 bald zur Ste lle ist. Dr. Plaut: Ich halte es für dringe nd geboten, die Frage de-r Begründung e iner Genossenschaftsbank zu prüfe n: ich bin ferner dafür, daß der Antrag des Vorstande s angenommen und das Geld sofort abgerufe n wird. Nehme n wir nur einen Dispositionskredit, so können ande re uns zuvorkommen. Zinsalisfülle -